Mrz22
2012

Kurze Beratung zu Drucktechniken

Geschrieben 22. März 2012 von
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Auch ist nicht gleich (Foto: KYOCERA MITA)

Bei der Neuanschaffung eines Druckers oder Multifunktionsgerätes stellt sich zuerst die Frage nach der Druckertechnik. Gerade durch den rasanten Preisverfall bei Farblaserdruckern sind diese eine interessante Alternative zu Tintenstrahldruckern. Jedoch muss man gerade beim Kauf von billigen Farblasern aufpassen, da hier meist das böse Erwachen beim Kauf von Tonerkartuschen kommt.

Zuerst sollte man sich im Klaren sein, wofür man genau den neuen Drucker benötigt. Braucht man zusätzlich auch einen Kopierer, Scanner oder Fax, sollte man sich für ein Multifunktionsgerät (MFP – Multifunction printer) entscheiden. Hier gibt es Geräte mit oder ohne Faxfunktion. Ist diese Frage geklärt, geht es an die Wahl der richtigen Drucktechnik. Erst nach der Wahl der passenden , lohnt der Drucker Vergleich bei den verschiedenen Herstellern.

Zwar sind die Preise für Farblaserdrucker in letzter Zeit stark gefallen und man bekommt bereits Geräte für weit unter 200 EUR, aber gerade diese vermeintlichen Schnäppchen entpuppen sich schnell als Geldfresser: Zum einen legen die Hersteller hier meist nur halb- oder viertelvolle Tonerkartuschen bei, so dass hier schon nach wenigen Wochen Ersatz besorgt werden muss, zum anderen kosten dann die Tonerkartuschen meist mehr als der eigentliche Drucker. Dazu kommt, dass diese Billigdrucker meinen relativ hohen Tonerverbrauch haben, also keine Eco-Druckfunktion. Selbe Gesichtspunkte gelten natürlich auch für .

Bei der eigentlichen Wahl der Technik gilt nach wie vor die Entscheidungshilfe: Druckt man viele „normale“ Seiten, also Office-Anwendungen, sollte man einen Laserdrucker in Erwägung ziehen, will man vorzugsweise Fotos daheim ausdrucken, dann kommt ein Tintenstrahldrucker eher in Betracht. Obwohl gerade die aktuelle Tintenstrahler in puncto Druckqualität immer weiter an Farblaser heranreichen, spricht aber ein Aspekt klar für den Laserdrucker als : Bei der Druckgeschwindigkeit ist der Laserdrucker dem Tintendrucker klar überlegen. 30 Seiten und mehr pro Minute sind für hochwertige Lasergeräte kein Problem – ein Wert, wovon ein Tintenstrahldrucker nur träumen kann. Der Grund liegt im Druckverfahren: Druckt der Laserdrucker eine ganze Seite in einem Arbeitsgang, spritzt der Tintenstrahldrucker jede Zeile einzeln aufs Papier.

Ein weiterer Vorteil der Laserdrucker: Es gibt keine Tintenpatronen, die bei längerer Nichtbenutzung eintrocknen können. Auch die Haltbarkeit der Druckdokumente spricht für den Laserdrucker. Nachteil – gerade beim Farblaser – ist Größe und Gewicht: Nicht nur das Seitendruckwerk, sondern auch die vier einzelnen Kartuschen müssen untergebracht sein.

Beim hingegen haben Farblaserdrucker das Nachsehen. Zwar gibt es auch hier schon sehr gute Druckergebnisse, aber Tintenstrahler liegen hier klar vorne. Gute Tintenstrahldrucker erreichen inzwischen schon Fotolabor-Niveau, vor allem, wenn man Originaltinte verwendet. Meist lohnt auch der Einsatz von Fotopapier vom Druckerhersteller, da dieses perfekt mit der Originaltinte harmoniert und der Tintentropfen sich optimal auf diesem Papier verbreiten kann. Die Farben erscheinen so, wie auf dem Digitalbild, es kommt zu keinem Verlaufen der Farbe oder Farbverschiebungen.

Als Alternative zum Tintenstrahldrucker im Fotodruck steht noch die Thermotechnik am Start. Diese Technik eignet sich – aufgrund der kompakten Ausmaße und der Druckkartusche ohne Tinte – vor allem für den portablem Einsatz. Auch der Stromverbrauch ist sehr gering – so dass es auch Geräte mit Akku gibt – also optimal, um Bilder direkt unterwegs auszudrucken.

Wir fassen zusammen: Drei unterschiedliche Drucker-Varianten stehen grundsätzlich zur Auswahl: Tintenstrahl- und Laserdrucker sowie spezielle Fotodrucker, die entweder mit Tinte oder Thermosublimations-Technik arbeiten. Die einzelnen Technologien haben ihre jeweilige Stärken und Schwächen, die eine sorgfältige Auswahl umso wichtiger machen. Immer beliebter werden Multifuktionsgeräte, die in der Regel mit Tintenstrahltechnik drucken.

Flexibel bleibt man mit einem Tintenstrahldrucker. Der erzielt in allen Bereichen gute Resultate und ist deshalb auf den meisten Schreibtischen zu finden. Optimale Ergebnisse erreichen viele Modelle allerdings nur, wenn auch Spezialpapier verwendet wird – das kostet zusätzlich Geld. Sucht man einen Drucker, der hunderte Seiten jeden Tag drucken soll, dann ist die Wahl klar der Laserdrucker.

 


Geschrieben von Oliver Hartwich
Erschienen am Donnerstag, den 22. März 2012 um 15:52 Uhr | 12.593 Besuche
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