Mai06
2011
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Auch diesen Monat haben die Webanalytiker von Net Applications die Marktanteile für eingesetzte Webbrowser und Betriebsystem für den vergangenen Monat April zusammengefasst. Auf dem Browsermarkt hält der Trend der letzten Monate weiter an: Nach wie vor führend, aber mit stetig abnehmenden Marktanteil liegt der von Microsoft auf Platz eins. Jedoch hat dieser in den letzen 12 Monaten kontinuierlich mehr als 5 Prozent Anteile verloren: Lag sein Marktanteil im Mai 2010 noch bei über 60 Prozent, sind es im April 2011 gerademal noch 55,1 %. Ähnlich, wenn auch in schwächerem Ausmaß, ergeht es Firefox. Auch dieser, noch auf Platz 2 liegend, büsst stetig Anteile ein. Im Mai 2010 noch bei über 24 % sind es im letzten Monate nur noch 21,6 %.

Die klaren Gewinner sind Googles und Apples – wohl nicht zuletzt durch den Boom der Smartphones mit Apples bzw. Google Betriebssystem und den eigenen eingesetzten Browsern für das Surfen im mobilen Internet. (Platz 3) konnte seinen Marktanteil in den letzten 12 Monaten beinahe verdoppeln und liegt aktuell bei 11,9 % (Mai 2010: 7 %), Safari kann sich ebenfalls über einen stetigen Zuwachs freuen und stieg bon etwa 4,8 % auf 7,1 Prozent im April. Opera auf Platz 5 hält sich mehr oder weniger konstant über 2 % aktuell liegt er bei 2,1%. Alle anderen Browser erreichen im April ebenfalls einen Marktanteil von knapp über 2 Prozent.

Interessant ist der Blick auf die einzelnen Browserversionen, vor allem der Blick auf die Neuheiten der letzten Wochen. Sowohl die letzte Version des Internet Explorers (v9) als auch die aktuelle Version vom Firefox (v4) haben es nicht lange nicht in die Herzen der Browsernutzer geschafft. Anders bei Google. Die seit März erhältliche Version 10 macht seinem Namen alle Ehre und erreichte quasi aus dem Stand einen Marktanteil von 10 Prozent.

In Führung liegt in dieser Statistik weiterhin der IE 8 mit 33 % vor dem Firefox 3.6 mit 13,5 Prozent Marktanteil. Der IE 6 verliert immer weiter an boden und liegt bei 10 %, aber immer noch vor seinem direkten Nachfolger, dem IE 7, der auf 7 % abgefallen ist.

Den anhaltenden Abwärtstrend muss Microsoft nicht nur bei Webbrowsern sondern auch auf dem Betriebssystemmarkt verkraften, wenn auch hier der Verlust an Marktanteilen weitaus geringer ausfällt. Seit Anfang des Jahres liegt der ANteil von konstant unter 90 %, im April ist er sogar unter 89 % auf 88,9 Prozent gefallen – Tendenz weiter fallend (Vergleich: Mai 2010: 91,5%). Konstant hält sich bei über 5 Prozent, auch wenn im April – wohl bedingt durch die Produktoffensive im Frühjahr eine Anstieg auf 5,4 % zu verzeichnen ist. Klarer Gewinner, ist Apples iOS. im letzten Frühjahr noch unter einem Prozent liegt Apples Mobilplattform im April bei 2,2 Prozent. Auch hier zeigt die Trendkurve klar nach oben – nicht zuletzt durch den Boom auf das iPad 2. Java ME und Linux liegen unverändert bei einem Prozent.

Interessant ist auch hier ein kurzer Blick auf die Versionsentwicklung der einzelnen Systeme. In Front liegt hier nach wie vor mit einem Anteil von 53 % (Mai 2010: 63 %), danach folgen Windows 7 (25 % – Mai 2010: 13 %) und Windows Vista (10% – Mail 2010: 15 %). Danach folgen Mac OS X 10.6 (4 % – Mai 2010: 2,5 %) und 10.5 (1,3 % – Mai 2010: 2 %).

Der Anteil an iPhones liegt demnach bei 1,2 %, von iPads bei 0,8 %. Android 2.2 hatte im April einen Marktanteil von 0,4 %, Symbian 0,3 %. Alle weiteren mobilen Plattformen liegen unter 0,2 Prozent, also nicht erwähnenswert.

Noch ein kurzer Blick auf die eingesetzen Suchmaschinen, wo es aber keine großen Veränderungen gibt: Platz 1 belegt Google mit 84 %, es folgen Yahoo (6%), Baidu und Bing (beide etwa je bei 4 Prozent). Erwähnenswert ist noch Ask mit 0,5 Prozent, alle weiteren Suchmaschinen sind mit 1,5 % Anteil zusammengefasst.

Eine weitere interessante Zusammenfassung zeigt die Entwicklung auf der Hardwareschiene des -Marktes: konnte laut den Marktforschern von IDC auf dem weltweiten -Markt im ersten Quartal 2011 erneut deutlich Boden gut machen – und sieht in Sachen Marktanteil den bisherigen Spitzenreiter Nokia bereits am Horizont. Während die Finnen im Vergleich zum Vorjahresquartal von 38,8 Prozent auf 24,3 Prozent Marktanteil zurückfielen, konnte sich Apple von 8,7 Prozent auf 18,7 Prozent steigern. Hinter Nokia und Apple liegt der -Hersteller RIM vor Samsung und HTC.

RIM erreicht einen Marktanteil von 14 Prozent (minus 5,1 Prozentpunkte), die Android-Smartphone-Hersteller Samsung und HTC konnten sich von 4,3 und 4,9 Prozent auf 10,8 und 8,9 Prozent deutlich steigern. Alle Hersteller der Bestenliste – auch Nokia – haben die Zahl der jeweils verkauften Geräte im Vergleich zum Vorjahresquartal steigern können, die Wachstumsraten sind allerdings sehr unterschiedlich: Während Nokias Smartphone-Verkaufszahlen nur um 12,6 Prozent auf 24,2 Millionen Geräte wachsen konnten, legte Apple gleich um 114,4 Prozent auf 18,7 Millionen iPhones zu. Das größte Wachstum können aber Android-Smartphones für sich verbuchen: Samsung und HTC dürfen sich über Wachstumsraten von 350 und 229,6 Prozent freuen, die wohl in erster Linie auf die Geräte mit Googles Android zurückzuführen sind.

Smartphone Marktanteile (Quelle: IDC)

Laut IDC konnte Apple die -Verkaufszahlen vor allen in den China und den USA steigern. In Apples Heimat profitierte das Unternehmen vor allem durch die Einführung des 4 mit dem Mobilfunkbetreiber Verizon-Wireless, nachdem Apples Smartphones in den Jahren zuvor nur über AT&T erhältlich waren. Der Rückgang des Nokia-Marktanteils setzt den Trend der letzten Jahre fort: Einst hielt das finnische Unternehmen mit seinem Symbian OS fast die Stellung eines Monopolisten, der Konkurrenz durch Apple und Google konnte Nokia dann aber wenig entgegensetzen. Für die Zukunft möchte sich das Unternehmen durch eine Partnerschaft mit Microsoft rüsten. Aber so richtig scheint Microsoft seiner strategischen Partnerschaft mit Nokia selbst nicht zu trauen, für die Finnen eine große Gefahr, die bei diesem Deal weit mehr zu verlieren haben als Redmond. Microsoft hat sich diese Woche überraschend zur BlackBerry-Plattform bekannt und will in diese Plattform investieren, was sich zum Weihnachtsgeschäft konkretisieren soll.

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Geschrieben von Oliver Hartwich
Erschienen am Freitag, den 06. Mai 2011 um 11:24 Uhr | 6.181 Besuche
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