Mrz24
2011

Apples Mac OS X wird 10

Geschrieben 24. März 2011 von
Veröffentlicht in Mac Keine Kommentare »
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Seite 1: Die Entstehung von Mac OS X

"About This Mac" - Mac OS X 10.4

Mac OS X 10.4 – Tiger

Eineinhalb Jahre nach Panther erschien am 29. April 2005 Mac OS X 10.4 Tiger. Offiziell vorausgesetzt wurde ein Mac mit mindestens 300 MHz, 256 MB RAM, 3 GB Speicherplatz sowie einem DVD-Laufwerk. Die ersten iMacs und konnten somit nicht mehr auf Tiger aufgerüstet werden und mussten bei Panther bleiben. Tiger stellte die letzte Version von Mac OS X dar, die noch auf G3-Macs installiert werden konnte, sofern diese über den Mindestanforderungen lagen.

Zu den wichtigsten Neuerungen zählte die systemweite Metadatensuche mit speicherbaren Suchergebnissen namens Spotlight. Eine neue Ergänzung zu Exposé in Tiger ist Dashboard. Hierbei handelt ist eine neue Ebene, die über dem Desktop eingeblendet werden kann, in welcher der Benutzer kleine Hilfsprogramme, sogenannte Widgets auf Abruf sofort zur Verfügung hat. Weitere Eigenschaften waren eine eingeschränkte Unterstützung von 64-Bit-Prozessen, eine verbesserte SMB-Unterstützung sowie die neue Programmierschnittstelle Core Image (bzw. für Videobearbeitung Core Video) zur Auslagerung grafischer Berechnungen an die GPU der Grafikkarte. Eine weitere Neuerung war der Automator, mit dessen Hilfe der Benutzer wiederkehrende Arbeitsprozesse automatisieren kann. Außerdem enthielt Tiger noch Safari 2.0, der erstmals RSS unterstützt, den Video-Codec H.264 als Bestandteil von QuickTime 7 sowie neue Versionen von iChat AV und Mail. An der Oberfläche nahm Apple einige Änderungen vor; der in Panther noch vorhandene Streifen-Look wich einer glatten Optik.

Auf der WWDC 2005 hatte Apple den Umstieg auf Intel-Prozessoren angekündigt, im Januar erschienen die ersten Intel-Macs mit Mac OS X 10.4.4. Auf den so genannten „Developer Transition Kits“ lief eine angepasste Version von 10.4.1. Um den Übergang zu erleichtern und zudem nicht auf reine PowerPC-Software verzichten zu müssen, stellte Apple „Rosetta“ vor. Somit ließen sich auch PPC-Programme auf dem Intel-Mac ausführen, wenn auch mit reduzierter Geschwindigkeit.

Am 14. November 2007 erschien die letzte Version von Tiger, 10.4.11. Aktualisierungen wurden stets getrennt als PowerPC- oder Intel-Version angeboten. Tiger war mit über zwei Jahren die bisher am längsten gewartete Version von Mac OS X. Das letzte Sicherheitsupdate für Mac OS X 10.4 Tiger schien erst im Jahr 2009; seitdem wurde nur noch die unter Tiger lauffähige Version von Safari aktualisiert.

Screenshot Mac OS X 10.4

"About This Mac" - Mac OS X 10.5

Mac OS X 10.5 (Leopard)

Leopard erschien am 26. Oktober 2007, nachdem das Veröffentlichungsdatum aus Kapazitätsgründen (zur rechtzeitigen Fertigstellung des iPhone) um etwa ein halbes Jahr verschoben wurde. Mac OS X 10.5 wurde von allen Apple-Computern mit Intel-Prozessoren unterstützt. Ebenso lief es auf allen Rechnern mit PowerPC-Prozessoren der vierten oder fünften Generation (PowerPC G4 und G5). Für G4-Rechner wurde eine Taktfrequenz von mindestens 867 MHz angegeben. Apple nannte weiterhin ein DVD-Laufwerk, 512 MB RAM und für PowerPC-Macs einen fest verbauten FireWire-Anschluss als Systemvoraussetzungen.

Zu den wesentlichen neuen Funktionen in 10.5 zählte Boot Camp, das nun nicht mehr als externe Lösung vorlag, sondern in 10.5 integriert wurde. Boot Camp ermöglicht auf Intel-basierten Macs die Installation von Microsoft Windows (ab Version Windows XP Service Pack 2) parallel zu der von Mac OS X auf einer gesonderten Partition.

Darüber hinaus gab es neben einer modernisierten Oberfläche (transparente Menüleiste, dreidimensionales Dock mit Stacks, einheitliches Layout, neue Icons) mit Leopard eine neue Optik im Finder mit erweiterter Seitenleiste, der Ansicht Cover Flow, der Dateivorschau sowie der Möglichkeit, andere Rechner im lokalen Netz zu durchsuchen. Außerdem war die Datensicherungssoftware integriert. Mit Spaces übernahm Apple die Idee virtueller Desktops, wie sie unter verschiedenen -Distributionen schon länger üblich waren. Ansonsten aktualisierte Apple zahlreiche Programme und Dienste, so zum Beispiel iCal, Safari, Vorschau oder auch Spotlight. Die Classic-Umgebung ist seit Mac OS X 10.5 nicht mehr Bestandteil von OS X. Leopard ermöglicht außerdem den 64-Bit-Betrieb bei Applikationen mit grafischer Benutzeroberfläche.

Für Entwickler führte 10.5 Objective-C 2.0 mit Garbage Collection ein, Core Animation erlaubte weitere Animationen der Oberfläche, ohne damit den Prozessor zu strapazieren. Weitere Entwickler-Technologien betrafen native 64-Bit Apps in . Nicht implementiert wurde hingegen das ZFS-Dateisystem, welches für kurze Zeit in einem der Entwicklerbuilds auftauchte und Nachfolger vom HFS+ werden sollte.

Mac OS X 10.5.8, die am 5. August 2009 veröffentlicht wurde, ist somit die letzte Version, die sich noch auf PowerPC-Macs betreiben lässt. Leopard erfüllte als erstes BSD-Derivat überhaupt die kommerzielle Zertifizierung „Single Unix Specification ’03“ der Open Group und darf daher den Markennamen „UNIX“ tragen.

Screenshot Mac OS X 10.5

"About This Mac" - Mac OS X 10.6

Mac OS X 10.6 (Snow Leopard)

Snow Leopard erschien am 28. August 2009. Wie schon von Apple auf der WWDC vom 9. Juni 2008 angekündigt, enthielt diese Betriebssystemversion hauptsächlich Verbesserungen und nur wenige neue Funktionen. Der Fokus lag in der verbesserten Ausnutzung aktueller Computerhardware – Rechner mit PowerPC-Prozessoren wurden ab dieser Version nicht mehr unterstützt, ein Intel-Prozessor ist also Bedingung.

So wurde mit Grand Central Dispatch und der Open Computing Language eine signifikante Leistungssteigerung durch die Vereinigung von Mehrkern-Hauptprozessoren mit leistungsfähigen Grafikprozessoren (GPGPU) unter einer zentralen Programmierschnittstelle erreicht. Außerdem gibt es eine erweiterte 64-Bit-Unterstützung im Betriebssystemkernel. Der Finder wurde komplett neu geschrieben und ist nun eine 64-Bit-Anwendung. Die meisten vorinstallierten Programme von Apple laufen nun ebenfalls im 64-Bit-Modus, können jedoch bei Bedarf in 32 Bit gestartet werden. QuickTime X unterstützt moderne Multimediacodecs besser; hinzu kommt eine native Unterstützung von Microsoft Exchange 2007 in den Programmen Mail, Adressbuch und iCal.

Seit dem 6. Januar 2011 ist die Anwendung für den Zugriff auf den Mac App Store für Snow Leopard verfügbar. Das letzte Update (Version 10.6.7) erschien am 21. März 2011.

Screenshot Mac OS X 10.6

Mac OS X 10.7 (Lion)

Am 20. Oktober 2010 kündigte Apple Mac OS X 10.7 an, die Software soll im Sommer 2011 veröffentlicht werden. War 10.6 ein Performance-Update, so lässt Apple mit Lion kaum eine Ecke des Systems unangetastet. Die bisher vorgestellten Neuerungen von Lion sind das Launchpad (eine an das iPad erinnernde Liste aller installierten Programme), eine verbesserte Handhabung von Programmen im Vollbildmodus und Mission Control (eine kombinierte Übersicht über Spaces, Expose, Dashboard und laufende Vollbildprogramme). Am 24. Februar 2011 kündigte Apple zudem an, dass der Lion-Server in Mac OS X Lion standardmäßig enthalten ist und somit kein eigenständiges Produkt mehr darstellt. Apple hat am 24. Februar 2011 die erste Beta von Mac OS X Lion für angemeldete Entwickler freigegeben.

Screenshot Mac OS X 10.7 (Beta)

Homescreen von auf einem touch

Nicht unerwähnt bleiben soll eine weitere Version von Mac OS X, nämlich iOS. Das damals noch iPhone OS genannte Betriebssystem wurde am 9. Januar 2007 im Zusammenhang mit dem neu erschienenen iPhone vorgestellt. Es ist eine auf die verwendete ARM-Architektur portierte und an das iPhone angepasste Version von Mac OS X. Mitgeliefert werden der Internet-Browser Safari, Apple Mail und andere Programme sowie Widgets.

Eine angepasste Variante des kommt auf dem iPod touch zum Einsatz. Entsprechend der Funktionsweise und Bedienung eines Handys, ist die grafische Bedienoberfläche anders gestaltet als die Aqua-Oberfläche von Mac OS X für Mac-Computer. Anfangs unterstützte kein für Drittanbieter-Programme, die daher nicht parallel ausgeführt werden können. Erst mit der Version 4.0 (mit dieser Version änderte sich auch der Name in iOS) wird auch für Drittanbieter-Programme ermöglicht.

Bleibt zum Schluss nur zu sagen: HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH !!!

Erste offizielle Apple-Bilder von der kommenden OS X Version namens Lion auf dem Macbook Air

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Geschrieben von Oliver Hartwich
Erschienen am Donnerstag, den 24. März 2011 um 11:15 Uhr | 12.461 Besuche
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