Mai04
2011

MacBook Pro mit Turbo-Boost

Geschrieben 4. Mai 2011 von
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Das aktuelle (Early 2011) bietet deutlich mehr Leistung als sein Vorgänger

Hört man im Zusammenhang mit Computern den Begriff „Turbo“,denkt man sofort an die gute, alte Turbo-Taste zurück, die viele Computerhersteller (allen voran Vobis und Escom) ihren Geräten in den Neunzigern spendiert hatten und dem Nutzer einen Leistungsschub auf Knopfdruck zur Verfügung stellten.

Einen Knopf gibt es am aktuellen MacBook Pro nicht mehr, aber das Prinzip beim Turbo-Boost von Intels neuen Core-i5- und -i7-Prozessoren ist ähnlich: Mit dem können die Prozessoren kurzzeitig mit einer deutlich höheren als ihrer Grund-Taktfrequenz arbeiten. Ein 2,3-Gigahertz-MacBook-Pro erreicht so zwischenzeitlich bis zu 3,4 Gigahertz arbeiten.

Der 2,2-Gigahertz-Prozessor erreicht 3,3 Gigahertz, 2-Gigahertz-CPUs bis zu 2,9 Gigahertz. Auch der integrierte Grafikchip darf sich zwischendurch höhere Taktfrequenzen erlauben: Die Standard-Frequenz liegt bei 650 Megahertz, beschleunigt gehen die Chips mit 1,3 beziehungsweise 1,2 Gigahertz aber ebenfalls über die Gigahertz-Grenze. Der 2,3-Gigahertz-Prozessor arbeitet derweil im Gegensatz zu den “kleineren” Prozessoren mit 8 Megabyte statt 6 Megabyte Smart Cache, was für weitere Geschwindigkeitsvorteile sorgen sollte. Das neue Kühlsystem arbeitet zusammen mit OS X effizient genug, um alle vier Prozessorkerne für längere Zeit im Turbo-Boost-Modus arbeiten zu lassen – wenn auch die Ventilatoren deutlich hörbar sind.

[aartikel]B00292AG4M:right[/aartikel]Und in der Tat ist die Hitzeentwicklung wesentlich geringer als bei früheren MacBook Pro Modellen. War bei den früheren Modellen ein Arbeiten auf dem Schoss im Volllastbereich nicht möglich, da die Unterseite extrem heiss wurde, ist das beim Early-2011-Modell kein Problem. Dennoch empfiehlt sich auch hier – nicht zuletzt aufgrund der besseren Ergonomie – vor allem bei höheren Umgebungstemperaturen eine Schrägstellung des Notebooks. Neben unzähligen Plastiklösungen bietest just mobile hier eine „-like“- Lösung an:Cooling Bar“ eine Metallstange, die einfach unter das MacBook gelegt wird, bietet hier eine Schrägstellung, die bequemes Arbeiten und optimale Luftzufuhr ermöglicht.

Aber es gibt zwischen den drei zur Wahl stehenden Core i7 Prozessoren der MacBook Pro deutliche Leistungsunterschiede, die weit über die normale Taktfrequenz hinausgehen. So liegt die Speicherbandbreite mit 25,6 GB pro Sekunde beim 2,2-GHz-Prozessor deutlich höher als beim 2,0 GHz-Prozessor mit nur 21,3 GB pro Sekunde. Der Aufpreis von 400 Euro für den 2,2 GHz erscheint da in einem neuen Licht und kann durchaus gerechtfertigt sein, zumal man damit einher auch einen leistungsstarken Radeon-Grafikchip mit erhält: Arbeitet in der 2,0 GHz Konfiguration ein  Grafikprozessor mit 256 MB GDDR5 Arbeitsspeicher, so  bietet die 2,2 GHz Version den Grafikprozessor mit 1 GB GDDR5 Arbeitsspeicher. Bei allen Konfigurationen steht zusätzlich noch ein  HD Graphics 3000 mit 384 MB DDR3 SDRAM gemeinsam genutzt mit dem Hauptspeicher zur Verfügung. Das Umschalten zwischen den beiden Grafikchips erfolgt automatisch vom Betriebssyten – oder kann auch manuell erfolgen.

Für diese manuelle Möglichkeit bietet sich das kleine Programm „gfxCardStatus“ an. Dieses lässt eine Steuerung des gewünschten Grafikchips über die Menüleiste zu. Bei mir habe ich die Konfiguration so eingestellt, dass im Batterimodus stets der „interne“ Intel-Chip genutzt wird und im Netzstrommodus automatisch „nach Bedarf“ entschieden wird.

Auch den USB-Anschlüssen der aktuellen MacBook-Pro-Modelle hat Apple noch mehr Saft spendiert: Bis zu 2,1 Ampere Stromstärke können die Rechner der Serie EARLY 2011 ausgeben. Damit erreichen sie die gleiche Stärke wie das iPad-Ladegerät, so dass sich Apples Tablet ebenso schnell am Mac aufladen lässt.

Ein Standard-USB-Anschluss bietet nur 500 Milliampere, die letzte MacBook-Pro-Generation bot immerhin weitere 500 Milliampere als Zusatzstärke, also insgesamt ein Ampere. Schon im ersten MacBook Air hatte Apple seinerzeit einen “stärkeren” USB-Anschluss verbaut, um das externe SuperDrive ohne zusätzliche Stromquelle betreiben zu können. Mit den 2,1 Ampere könnten die neuen MacBook-Pro-Modelle auch anspruchsvolleres Zubehör ohne fremde Hilfe mit Strom versorgen und so zum Beispiel externe USB-Festplatten ohne Y-Kabel betreiben.

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Geschrieben von Oliver Hartwich
Erschienen am Mittwoch, den 04. Mai 2011 um 10:21 Uhr | 7.722 Besuche
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