Sep26
2011

AirDrop für alle

Geschrieben 26. September 2011 von
Veröffentlicht in Mac Keine Kommentare »
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Apples Airdrop ist eines der neuen Features von OS X Lion, was aber noch sehr wenig beachtet wird. Das liegt womöglich auch daran, dass diese Funktion „von Hause aus“ nur bei aktuellen Macs verfügbar ist, bei älteren Geräten ist diese Möglichkeit der Datenübertragung deaktiviert.

Es gibt aber einen Weg, Airdrop auch bei allen anderen Macs zu aktivieren, auf denen läuft – und die technisch AirDrop unterstützen. Über den -Befehl

defaults write com.apple.NetworkBrowser BrowseAllInterfaces 1 

und dem anschließenden Neustart des Finders, beispielsweise durch das „Killen“ aller Finder-Instanzen:

killall Finder

wird Airdrop unter Lion aktiviert. Eine eventuelle Deaktivierung kann durch eine „0“ anstatt der „1“ am Ende des defaults-Befehl erfolgen.

Doch was genau ist Airdrop ? Apple schreibt hier:

„Wie wäre es mit einer schnellen Methode, um Dateien mit Personen in deiner Nähe auszutauschen? Mit AirDrop kannst du Dateien drahtlos an jemanden senden, der ganz in deiner Nähe ist – ganz ohne Wi-Fi Netzwerk. Und ohne komplizierte Konfiguration oder besondere Einstellungen. Klick einfach auf das AirDrop Symbol in der Finder Symbolleiste und dein erkennt automatisch AirDrop Benutzer im Umkreis von etwa 10 m. Wenn du eine Datei mit jemandem teilen möchtest, bewegst du sie einfach auf den jeweiligen Namen. Wird die Datei akzeptiert, wird die vollständig verschlüsselte Datei direkt in den Ordner „Downloads“ des anderen geladen.“

Einfacher kann ein Datenaustausch nicht sein ...

Hinter dem Namen AirDrop (zu deutsch Fallschirmabwurf) verbirgt Apple eine Art Kombination aus und WLAN. Zwei Geräte können zueinander “finden” und bei angemessenen Transferraten Dateien austauschen, die Anwender müssen dafür nicht manuell Ad-hoc-Verbindungen konfigurieren. Für die erfolgreiche Verbindung zu einem anderen Rechner werden lediglich zwei Betriebssysteme mit AirDrop-Unterstützung benötigt, die sich in WLAN-Reichweite befinden, sie müssen nicht mit dem selben Netzwerk verbunden sein. Anders als die Bonjour-Technologie basiert diese Funktion somit nicht auf einer IP-Adresse im lokalen Netzwerk sondern stellt eine eigene Verbindung über spezielle SSIDs her.

Gewohnt elegant hat Apple die grafische Umsetzung gelöst. Kompatible Geräte werden im Finder neben einem Radar-Symbol angezeigt. Der Dateitransfer erfolgt per Drag & Drop – Dateien können einfach auf die durch Symbole verkörperten anderen Rechner gezogen werden. Um Airdrop nutzen zu können, müssen Sender und Empfänger Airdrop aktivieren, das geschieht einfach durch das Aufrufen der AirDrop-Seite im Finder. Ist AirDrop nicht aktiv, wird ein Fallschirm-Abwurf-Symbol eingeblendet.

Die "Systeminformation" gibt Info darüber, ob der Mac AirDrop unterstützt. Bei zwei meiner Macs wurde AirDrop nach dem Lion-Update nicht aktiviert, technisch gesehen sind die Macs aber für AirDrop geeignet.

Um AirDrop zu unterstützen, muss die Wi-Fi-Karte in der Lage sein, gleichzeitig mehr als eine Verbindung aufbauen zu können, also die Verbindung zu einer Basis aufrecht zu erhalten und auf anderen Kanälen nach AirDrop-Partnern zu suchen. Der Mac kann also ohne Weiteres per WLAN und Router mit dem Internet verbunden sein und zur gleichen Zeit per AirDrop ein zweites Wi-Fi Netz nutzen. Aber Apple muss hier noch weitere Kriterien berücksichtigen, die darüber entscheiden, ob AirDrop standardmäßig aktiviert ist oder nicht. Auf meinem 2011er Macbook Pro war (wie erwartet) nach dem Lion-Update das AirDrop-Icon im Finder vorhanden. Anders bei meinem alten 2008er Macbook Pro und meinem 2009er . Hier suchte ich das kleine Icon nach dem Lion-Update vergebens. Aber dennoch sind diese beiden Geräte auch AirDrop-fähig.

Das kann man ganz einfach überprüfen: Findet man in den „Systeminformationen“ unter „Wi-Fi“ den Eintrag „AirDrop: Unterstützt“, steht der einfach Datenübertragung nichts im Wege. So bei meinem beiden alten Macs. Und durch den oben genannten Terminal-Befehl konnte ich AirDrop dann auch problemlos aktivieren. Stellt sich also die Frage, warum Apple einige Geräte, die AirDrop eigentlich beherrschen, ausschließt …

 

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Geschrieben von Oliver Hartwich
Erschienen am Montag, den 26. September 2011 um 21:04 Uhr | 21.310 Besuche
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