Mai30
2010
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Seit einem Jahr lasse ich meine Webseiten nun von der gehostet. Im Frühjahr des letzten Jahres kündigte ich völlig genervt bei all meine Verträge und suchte nach günstigeren und besseren Alternativen. An sich kein Problem – auch wenn die Auswahl an kleinen, flexiblen und kundennahen Anbietern sehr groß ist. Ein aktuelles Geschehnis bringt mich nun dazu, hier meine Eindrücke darüber zu schreiben.

Insgesamt 13 Jahre war ich Kunde bei 1&1 – von der Webseite über mein -Postfach bis hin zum für unseren R129 SL-Club. Aber anscheinend hat(te) es 1&1 nicht nötig, sich um die Belange seiner Stammkunden zu kümmern. Inzwischen ist den Herren in Montabaur wohl doch ein Licht aufgegangen, wenn man den aktuellen Werbekampagnen von 1&1 trauen darf. Für mich war die völlige Inkompetenz des „Kundenservice“ von 1&1 der Funke, der meinen Anbieterwechsel einleitete. Technische Anfragen wurden mit Standard E-Mails der Art „haben Sie denn überhaupt den Computer eingeschaltet“ oder „haben Sie Ihr Passwort korrekt eingegeben“ abgefertigt. Völlig genervt und kurz entschlossen kündigte ich all meine Verträge – auch wenn das trotz Mindestvertragslaufzeit etwas dauerte. Dann wurden mir noch Steine in den Weg geworfen – mit angeblich nicht erhaltener Kündigungsfaxe.

Nach vielen Vergleichen habe ich nun mit WebhostOne einen sehr guten und kompetenten Partner gefunden. Ein kleines Unternehmen mit fairen Preisen und einem mustergültigen Kundenservice. Ich nutze hier das . 5GB Speicherplatz für 9,95 EUR – und alles, was man als Webentwickler haben möchte: 20 MySQL-Datenbanken, ssh-Zugang, SFTP- und -Möglichkeit, E-Mail – auch ssh-verschlüsselt. Dazu kann man seine php.ini bzw. die httpd.conf frei editieren. Das alles ohne Vertragslaufzeit. Bei allen Paketen hat man einen Rund-um-die-Uhr E-Mail-Support, tagsüber sogar eine Telefon-Hotline (Festnetznummer) oder einen Live-Chat. Beim E-Mail-Support wird einem bei Eingang der Mail bis 22 Uhr eine Antwort innerhalb von vier Stunden garantiert. Eine Übersicht über alle WHO-Webpakete gibt es hier.

Der Grund, warum ich gerade jetzt über WebhostOne schreibe, ist ein Erlebnis am letzten Freitag. Als ich spät abends nach Hause kam und zufällig noch mal auf meine Mercedes-Seite geschaut habe, fiel mir auf, dass der Blog leer war, also keine Beiträge mehr enthielt. Auch ein Blick in mein WordPress-Adminbereich bestätigte dies. Eine Überprüfung der Datenbank brachte die Fehlerquelle zum Vorschein, die wp-posts-Tabelle war beschädigt. Eine Überprüfung im phpMyAdmin ergab, dass die Indexdatei der Tabelle offenbar beschädigt war. Dies Rekonstruktion dieser MYI-Datei lässt sich nur an der Konsole mittels myisamchk durchführen.

Also rasch eine E-Mail geschrieben und das Problem geschildert. Und nicht einmal 15 Minuten später sah ich, dass mein Blog wieder in alter Frische online war, kurze Zeit später kam auch die E-Mail des Technikers, der mir die erfolgreiche Reparatur bestätigte. Das nenne ich Service. Bei 1&1 hätte ich wohl bis Montag warten müssen, bis sich überhaupt ein kompetenter Mitarbeiter gefunden hätte, der das Problem erkennen würde.

Nur der Vollständigkeit halber: Mein Exchange-Postfach liegt nun bei der – auch hier gibt’s mehr Leistung für weniger Geld im Vergleich zu 1&1.

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Geschrieben von Oliver Hartwich
Erschienen am Sonntag, den 30. Mai 2010 um 13:40 Uhr | 11.388 Besuche
Abgelegt unter Webhosting

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2 Kommentare zum Beitrag “Ein Jahr bei WebhostOne – meine Erfahrungen”

  1. 1
    Pixel Boutique schreibt:

    Ganz ähnliche Erfahrungen hab auch ich gesammelt. 8 Jahre 1&1 Kunde, zeitweise mehrere Server, viele Server vermittelt. Irgendwann wurde es unerträglich! Spätestens als klar war, daß für Kunden nachts KEIN Techniker im Rechenzentrum erriechbar ist, sondern die Herren ab 6 Uhr morgens eintrudeln und Tickets dann der eingebuchten Reihenfolge abarbeiten und ich die entnervtetste Nacht voll Bangen und Hoffen hinter mit hatte war Schluss. Seit ich meine Server bei internet24 hab, und das seit 2 Jahren hatte ich nicht einen einzigen ungeplanten Ausfall auf meinem Monitoring.
    Webhostone finde ich seit heute auch klasse. Hast Du mittlerweile dort auch Server?

  2. 2
    Oliver schreibt:

    Ich hab bei Webhostone „nur“ mein Webpaket, aber das reicht momentan locker für all meine Webseiten. Unsere Vereinsseite liegt aktuell noch auf einem 1&1-Server – und der nervt mich tagtäglich. Aber hier ist nicht nur die Webseite, sondern auch die komplette Mitgliederverwaltung drauf. Ich weiss aber aus Erfarung, dass ich bei einem Umzug (den ich lieber heut als morge machen würde) wieder eine Woche brauch, um alle Komponenten zum Laufen zu bekommen („never touch a running system …“).

    Ein Umzug kommt dann eh nur auf einen Rootserver in Frage – und da kann ich eigentlich nur hetzner empfehlen, die sind preistechnisch absolute Spitze.

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