Jun01
2016
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Willkommen bei WIndows 10

Willkommen bei 10

In wenigen Wochen endet die Option von , auf geeigneten Geräten sein , 8 oder 8.1 ohne Aufpreis auf zu aktualisieren. Vom ersten Tag an bekam man als Nutzer der genannten Systeme alle paar Tage einen freundlichen Hinweis auf diese Upgrade-Option auf seinen Bildschirm. Dieser „freundliche Hinweis“ wurde in den letzten Wochen „etwas“ aufdringlicher – mindestens einmal pro Woche kam ein inzwischen mehr oder weniger bildschirmfüllendes Pop-up, wo die Suche nach dem „Nein ich will nicht-Button immer schwieriger wird. Mittlerweile gibt es einen solchen „Ich-will-nicht“-Button gar nicht mehr, man kann nur noch zwischen „jetzt“ oder „später“ wählen. In letzter Zeit kamen diese schon penetranten Upgrade-Nötigungen beinahe schon täglich – aber ich konnte der „Verführung“ weiterhin widerstehen und meinen Rechner vor Windows 10 verschonen.

Aber leider zu früh gefreut. Clever sind sie ja, dass muss man ihnen lassen. Denn der nicht vorhandene „Nein“-Button hat einen Hintergrund: Schließe ich dieses Fenster nicht (oder kann ich es nicht schließen), heißt es automatisch, dass ich das Update will. So bei mir: Mittlerweile kam der Update-Hinweis mehrmals täglich aufgepoppt, aber ich konnte ihn – solange ich am Rechner sitze – stets verjagen. Nun habe ich an einem Freitag Nachmittag meinen PC angelassen, weil ich eine komplexe Aufgabe gestartet habe, die über das Wochenende laufen sollte. Nun kam vermutlich einige Stunden später wieder unser nervendes Pop-Up – mit der Voreinstellung „Ich möchte heute abend upgraden“. Da keine am Rechner sass und diesen Plan verhindern und das Fenster schließen konnte, passierte es nun …

Auf jeden Fall kam ich am Montag Morgen nichtsahnend und gut gelaunt ins Büro, schaltete meine Monitore an und … weg war sie, meine gute Laune: „Willkommen bei Windows 10“, begrüsste mich mein Loginbildschirm.

Ich finde dieses Vorgehen schon mehr als frech. Ich hatte meine Gründe, warum ich kein Windows 10 haben wollte. Aber das hier Microsoft einfach bestimmt, dass ich meinen Rechner nun zu updaten habe und dabei noch auf so hinterlistige Tricks zurückgreift, ist eigentlich armselig für diesen Laden. Und ich möchte gerne selber über meinen Computer bestimmen und mir das nicht von einer armseligen Computerklitsche, die nach und nach auch ihre letzen, noch verbliebenen, treuen Kunden (ich zählte noch nie dazu) mit so einem peinlichen Vorgehen vergrault, vorschreiben lassen.

Aber Microsoft geht noch weiter und fährt hier wirklich alle Geschütze auf: Seit einiger Zeit häufen sich „Sicherheitswarnungen“ im Netz, die Microsoft publiziert, wo auf Schwachstellen in Windows hingewiesen wird (oh ja, man glaubt es kaum). Diese dienen aber nur einem Zweck: Ziel ist es nicht, dem Windows-Nutzer hier eine Hilfestellung zu geben, oder tatsächlich auf Schwachstellen hinzuweisen (mal ehrlich, das ganze Windows ist eine EINZIGE Schwachstelle und früher gab es solche Eingeständnisse von Microsoft ja auch nicht und ich vermute, dass es diese in Zukunft auch nicht wieder geben wird), sondern der wahre Zweck entpuppt sich in den letzten Zeilen dieser „Hinweise“. „Aktualisieren Sie auf Windows 10“ – daher weht der Wind. Man versucht halt, über alle Schienen den Nutzer zum Update auf Windows 10 zu bewegen. Warum? Das durfte jedem klar werden, wenn er sich mal vor Augen führt, welche Datensammelwut Windows 10 an den Tag legt …

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Geschrieben von Oliver Hartwich
Erschienen am Mittwoch, den 01. Juni 2016 um 16:58 Uhr | 4.095 Besuche
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Ein Kommentar zum Beitrag “Danke Microsoft: Penetrantes Zwangsupdate auf Windows 10”

  1. 1
    Oliver schreibt:

    Kleine Ergänzung: Inzwischen hat Microsoft dieses „Problem“ erkannt und das Update-Popup entsprechend verändert:

    „Microsoft nimmt üble Tricks beim Windows 10-Popup zurück“: http://www.t-online.de/computer/software/id_77993876/windows-10-microsoft-nimmt-ueblen-upgrade-trick-zurueck.html

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