Dez20
2010
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PowerShot

Schon seit einiger Zeit bin ich auf der Suche nach einer neuen Kompaktkamera, da meine kleine IXUS schon etwas in die Jahre gekommen ist. Dazu kommt, dass durch die sehr gute Foto- und Videofunktion des Apple eine kleine Kompaktkamera in der Größe von Canon IXUS oder Casio EXILIM quasi überflüssig wurde. Das iPhone hab ich eh immer dabei und das ist nunmal das wichtigeste für spontane Schnappschüsse.

Nun reicht aber eine Snapshot-Kamera nicht immer aus. Gerade bei Innen- oder Nachtaufnahmen kommen Kleinkameras schnell an ihre technischen Grenzen. Dazu kommt, dass ich ein Gegner von Blitzlichtaufnahmen bin und auch im Dunkeln lieber etwas Unschärfe und Bildrauschen in Kauf nehme. Jedoch möchte ich auch nicht bei Ausflügen oder abendlichen „Exkursionen“ meine geliebte Spiegelreflexkamera mitschleppen – also musste hier ein Mittelweg gefunden werden. Auch sollte die neuen Kompakte umfangreiche, manuelle Einstellungensmöglichkeiten bieten. Hier zeigt sich Canons POWERSHOT-Line: semiprofessionelle Kameras, die größen- und produkttechnisch zwischen den vollautomatischen IXUS-Zwergen und den professionellen EOS-Riesen liegen. Wichtig war mir – neben den manuellen Bildeinstellungen – aber doch eine kompakte Größe, also eine Kameragröße und ein Kameragewicht, was noch relativ problemlos in die Jackentasche passt.

[aartikel]B0042X04L6:left[/aartikel]Mit diesen Prämissen ging ich auf die Jagd. Vorzugsweise sollte es wieder eine CANON sein, da ich seit 2001 digitalfotografisch auf Canon setze (angefangen mit der IXUS 300 bis heute zur EOS 450D) und nie enttäuscht wurde. Nach relativ kurzer Suche bei den gängigen Kameraherstellern standen zwei Ergebnisse auf der Haben-Seite. Die Nikon Coolpix P7000 und die G12. Beide größentechnisch noch als Kompaktkamera einzustufen und ausstattungstechnisch ähnlich zu bewerten. Kurzum habe ich mich dann für die neue G12 entschieden, ausschlaggebend war ein – aus meiner Sicht – gewaltiger Vorteil gegenüber der P7000: Canon neustes Powershot-Modell hat ein Schwenkdisplay. Geholfen bei der Entscheidung hat mir ein schweizer Blog, der bereits im September 2010 eine G12 zum Testen zur Verfügung hatte (die Kamera war eigentlich erst ab Mitte Oktober im Handel). Hier bekommt man einen sehr objektiven Vergleich der beiden Geräte. Auch der Autor kommt letztendlich zu dem Ergebnis, dass es zwischen diesen beiden Kameras keinen Gewinner und Verlierer gibt – hier entscheidet die subjektive Gewichtung und Vorliebe zum einen oder anderen Hersteller …

G12 Features

Und meine Vorliebe geht eben klar in Richtung Canon. Und die Canon hat nicht zuviel versprochen, die G12 ist gemacht für außergewöhnliche Bilder, wo sich selbst meine EOS anstrengen muss um mitzuhalten (wobei natürlich die 450D als Einsteiger-DSLR nicht das volle Potential einer Spiegelreflexkamera widerspiegelt): innovatives Canon-HS-System mit hoch empfindlichem 10-Megapixel-CCD-Sensor und leistungsstarkem -Prozessor sichern hervorragende Bildqualität auch bei wenig Licht, bei hoher ISO-Einstellung und in praktisch allen Aufnahmesituationen. Ein hoher ISO-Wert gestattet das Fotografieren mit kurzen Verschlusszeiten, ideal für eine reduzierte Verwacklungsunschärfe und zum „Einfrieren“ der Bewegungen bei dynamischen Motiven. Auch Reihenaufnahmen werden mit bis zu 4,2 Bildern pro Sekunde schnell und präzise aufgenommen.

Der größere ISO Empfindlichkeitsbereich verbessert die Schärfe, sorgt für eine verbesserte Darstellung der Lichtstimmung und minimales Bildrauschen. Bei ungünstigen Lichtverhältnissen werden Verwackler kompensiert. Per ISO-Wählrad lässt sich die ISO-Empfindlichkeit in Drittelstufen steuern. Im neuen Auto-ISO-Modus können die gewünschte maximale ISO-Empfindlichkeit und die Kriterien, nach denen die Kamera den ISO-Wert für optimale Balance zwischen Bildqualität und Verschlusszeit wählt, festgelegt werden.

Gut für dunkle Orte ist der Low-Light-Modus, der bei einer Auflösung von 2,5 Megapixeln den ISO-Empfindlichkeitsbereich auf bis zu ISO 12.800 erweitert, durch gezielte Anpassung von ISO-Empfindlichkeit und Weißabgleich lässt sich damit die natürliche Stimmung des Motivs hervorragend einfangen.

Das leistungsstarke, hochwertige 28-mm-Weitwinkelobjektiv mit 5-fach optischem Zoom – was aus dem Vorgänger, der G11, übernommen wurde – ist ideal für ausgedehnte Landschaftsfotos und holt auch weiter entfernte Motive nah heran. Es ist superkompakt und kann vollständig in das Kameragehäuse eingefahren werden. Der optische Bildstabilisator reduziert Verwacklungsunschärfe für gestochen scharfe Aufnahmen mit bis zu vier Stufen längeren Verschlusszeiten. Ideal für Aufnahmen aus der Hand, ohne Stativ, auch bei wenig Licht.

Die Powershot G12 ist mit einem Hybrid-Bildstabilisator ausgestattet, der häufige Probleme in der Makrofotografie minimiert. Diese Technologie aus dem Canon-Objektiv EF 100 mm 2,8 Macro IS USM ist besonders effizient bei Makroaufnahmen, da unbeabsichtigte Schwenk- und auch Seitwärtsbewegungen der Kamera, zwei Arten von Verwacklungen, die bei der Makrofotografie und der damit verbundenen stärkeren Motivvergrößerung viel mehr ins Gewicht fallen, kompensiert werden. So gelingen Makroaufnahmen ab einer Naheinstellgrenze von einem Zentimeter.

Fotografieren in Bodenhöhe oder mit über dem Kopf gehaltener Kamera: Flexibles Arbeiten ist mit dem sieben Zentimeter großen, dreh- und schwenkbaren, hochauflösenden PureColor-II-VA-LC-Display ein Leichtes. Die Aufnahmen können umgehend anhand der integrierten Histogrammanzeige mit Helligkeitsverteilung und als RGB-Histogramm, sowie einer elektronischen Wasserwaage für eine korrekte Bildkomposition mit geradem Bildhorizont präzise überprüft werden. Das Display bietet aber noch mehr kreativen Freiraum. Als Seitenverhältnis können bereits bei der Aufnahme die Formate 3:2, 4:3, 1:1, 16:9 und 4:5 gewählt werden. Darüber hinaus hat die Powershot G12 auch noch einen optischen Sucher mit Dioptrienkorrektur.

Neben dem intelligenten Automatik-Modus Smart Auto, diversen halbautomatischen Modi und vielen Kreativmodi kann die Kamera auch vollständig manuell gesteuert werden – ideal also für kreative Experimente. Das neue Front-Wählrad bietet schnellen und bequemen Zugriff auf die Aufnahmeeinstellungen. Man kann individuell entscheiden, ob das Front-Wählrad, das auf der Rückseite befindliche Multi-Control-Wählrad oder eine Kombination beider Wählräder als Steuerungselement dienen soll. Neu an Bord: ein Moviemodus für 720p-HD-Movies mit 24 Bildern pro Sekunde und Stereoton, die ohne Qualitätsverlust über den HDMI™-Anschluss auf einem kompaitblen HD-TV wiedergegeben werden können.

Im neuen -Modus High Dynamic Range werden kontrastreiche Motive besonders wirklichkeitsgetreu festgehalten. Das Motiv wird mit drei verschiedenen Belichtungseinstellungen aufgenommen, die analysiert und zu einem Bild kombiniert werden. Spitzlichter und Schatten sind stärker herausgearbeitet, das Bild entspricht der Wahrnehmung des Fotografen. Mit der Funktion zum gezielten Aufhellen von Schattenbereichen kann der -Korrekturumfang noch weiter angepasst werden, um dunkle Bildbereiche wirkungsvoll zur Geltung zu bringen.

PowerShot G12 Features

Ideal für dynamische Motive oder die kreative Bildkomposition ist der neue AF-Modus mit Schärfenachführung. Der Autofokus folgt ausgewählten Personen oder Objekten, auch wenn diese im Rahmen einer neuen Bildkomposition außerhalb der Bildmitte platziert werden. Eine praktische Ergänzung sind auch die drei SCN-Programme für Fotos mit Selbstauslöser: Neben dem Erkennen eines Lächelns und dem Auslösen per Augenzwinkern ist die Gesichtserkennung praktisch. Sobald die Kamera im Motiv ein weiteres Gesicht erkennt, folgt die Auslösung. Somit ist der Einsatz einer Fernbedienung  praktisch hinfällig.

[aartikel]B0020MLKFK:left[/aartikel]Wichtig für alle Fans der nachträglichen Bildbearbeitung: Die Powershot G12 zeichnet auf Wunsch auch unkomprimierte RAW-Bilder auf, die mit der im Lieferumfang enthaltenen Canon-Software Digital Photo Professional (DPP) bearbeitet werden können. Auch zum Lieferumfang gehört unter anderem „Photo Stitch“, mit der man im Stitch-Programm erstellte Fotos zu einem Panorama-Foto zusammensetzen kann. Die Programme gibt es je in einer Windows- und Mac-Version.

Der Zubehörschuh ermöglicht die Verwendung kompatibler Canon-EX-Speedlite-Blitzgeräte. Besonders passend ist das kleine Blitzgerät Speedlite 270EX von Canon. Nach dem Aufstecken wird es komplett von der G12 gesteuert. Alternativ können die kompatiblen Speedlite-Blitzgeräte aber auch über das Kabel OC-E3 für entfesseltes Blitzen oder Experimentieren mit Blitztechniken angesteuert werden.

PowerShot G12 mit 270EX

Umfassendes Zubehör erweitert die kreativen Möglichkeiten der Kamera. Für den Kameraeinsatz im Wasser gibt es das Unterwassergehäuse WP-DC34 bis 40 Meter Tauchtiefe als optionales Zubehör. Der ebenfalls neue Objektivfilteradapter FA-DC58B ermöglicht das Ansetzen typischer Canon-58-mm-Filter wie etwa Zirkularpolfilter, Neutralgraufilter, Schutzfilter und UV-Filter und wird direkt am Objektivtubusring befestigt. Während des Zoomens bewegt sich der Adapter dann mit dem Objektiv. So wird eine Vignettierung in der Weitwinkeleinstellung verhindert und auch bei angesetztem Filter der volle Bildwinkel über den gesamten Zoombereich gewährleistet.

Zum kabellosen Datentransfer hat die Powershot G12 die „Eye-Fi-connected“-Funktionen erhalten. Die Benutzeroberfläche der Kamera beinhaltet einen speziellen Eye-Fi-Bereich für die Nutzung von Eye-Fi-Speicherkarten, die mit eigenem Wi-Fi-Transmitter den kabellosen Datentransfer direkt von der Kamera ohne PC ins Internet ermöglichen. Diese Idee hat mich anfangs sehr begeistert, aber hier wurde mein Wunschdenken schnell von der Realität eingeholt.

Ich habe mir die Eye-Fi Pro X2 Secure Digital High Capacity (SDHC) 8GB Speicherkarte mit Wi-Fi bestellt und wurde komplett enttäuscht. Schon die Installation war eine Katastrophe. Unter (habe es auf drei Macs versucht) ist eine Installation und Einrichtung nicht möglich, da bei der Accounteinrichtung die Konfigurationssoftware einfach mal abstürzt. Auf dem Windows-Rechner hat die Konfoguration nach zwei Neustarts dann irgendwann geklappt. Dann die Karte in die Kamera rein, Foto gemacht – und nichts passiert. Kurzer Blick auf den WLAN-Router – keine Verbindung zur Karte. Anscheinend ist die Antenne der Karte so klein, dass man schon neben dem WLAN-Router stehen muss, um eine halbwegs passable Übertragung zu erhalten. Eine Übertragung von der Wohnzimmer-Couch (ca. 20 Meter zum WLAN und für Computer und Handys kein Problem) ist undenkbar.

An und für sich eine tolle Idee – ich träum schon lange von einer direkten Übertragung von Fotos auf den Computer – aber so nicht und schon gar nicht zu diesem Preis. Ich war gerne bereit, die diesen zu bezahlen, aber dafür muss die Karte dann auch absolut einwandfrei und unauffällig funktionieren. Ich habe mir nun für weniger als 30 EUR eine SanDisk Class10 Karte mit 8 GB geholt und muss eben wieder den Umweg über den Kartenleser gehen …

PowerShot G12

(Fotos: canon.com)

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Geschrieben von Oliver Hartwich
Erschienen am Montag, den 20. Dezember 2010 um 17:29 Uhr | 10.967 Besuche
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