Jun28
2011

iPhone-Wiederherstellung als Akku-Heilung

Geschrieben 28. Juni 2011 von
Veröffentlicht in iPhone 1 Kommentar »
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Alles auf Anfang ...

Das Problem ist nicht nur beim iPhone bekannt: Mit der Zeit „schmilzt“ die Akkuleistung dahin und die Energiequelle gibt immer weniger Strom ab. Beim Telefon hat das die unangenehme Konsequenz, dass die Standby-Zeit des Geräts kontinuierlich kleiner wird.

Aber nicht immer ist die Hardware das Problem. Es kommt vor, dass sich irgendwelche Apps im Speicher verfangen haben oder nicht sauber beendet haben, so dass nach wie vor Prozesse oder ganze Dienste Systemressourcen verbrauchen („Zombies“). Diese werden zwar vom System nach einer gewissen Zeit abgeschossen, aber es passiert auch mal, dass solche Prozesse vom System als „normale“, also noch aktive Dienste, angesehen werden und somit „ungestraft“ im Hintergrund Systemressourcen verbraten.

Konkret als Beispiel war bei mir ein Trackingprogramm, was nach dem Beenden immer noch fleißig nach Satelliten suchte, wo also die GPS-Routine nicht mit beendet wurde. Es ist klar, dass solche Systemleichen ordentlich am Akku ziehen, gerade, wenn man sich in einem Gebäude befindet und der „vergessene“ Dienst nach Satelliten für seine GPS-Positionierung sucht.

Der einfachste Weg, dagegen vorzugehen, ist das iPhone neuzustarten. Aber leider ist der Weg nicht (mehr) erfolgsgarantiert. Inzwischen „merkt“ sich iOS die Prozesse, die vor dem Ausschalten aktiv waren und startet diese auch nach dem Neustart wieder. Da ist einem also auch nicht weitergeholfen, wenn auch dieser Weg gerade „Zombies“ das Licht ausbläst. Mein Tipp daher für einen solchen Neustart: Zuerst in der Taskleiste alle offenen Programme „von Hand“ beenden, ehe man das iOS-Gerät restartet.

Aber es kommt auch vor, dass selbst dieser Weg über einen Neustart nichts bringt. In meinem Fall liess die Akkuleistung in den letzten Wochen auffällig nach: Der Akku hielt nicht mal mehr einen vollen Tag durch, bereits auf dem Heimweg am späten Nachmittag war die Kapazität unter 20 Prozent. Ehe ich mich an den Support wenden wollte, wollte ich einer anderen Theorie nachgehen. Hängen vielleicht noch irgendwelche Ressourcenschleudern im Speicher, die den Akku leersaugen? Auffällig war nämlich, dass vor allem im Nicht-Freien (U-Bahn, Auto und Gebäuden) die Akkukapazität so schnell sang, dass man zuschauen konnte, wie die Prozent-Anzeige rückwärts zählte. War man draußen im Freien, hielt der Akku merklich länger. Dieses Symptom spricht eigentlich nicht für einen Hardwaredefekt.

Neustart

Also entschloss ich mich zu einer vollständigen Systemwiederherstellung des iPhones. Hierzu machte ich zuerst ein vollständiges des Telefons über iTunes. Man sollte sich hier nicht auf die automatische Sicherung beim Anstöpseln verlassen, sondern explizit über das Kontextmenü „Sichern“ wählen. Erfahrungen im Bekanntenkreis halfen mir hier weiter, wo die automatische Sicherung nicht die Homescreen-Einteilung, also die Ordner und Icon-Positionen speicherte man nach dem Wiederherstellen mühselig alle Apps wieder nach eigenen Vorstellungen anordnen musste. Auch fehlten hier bei seinen Kontakten im Adressbuch die Fotos der Kontakte und die individuell zugeordneten Klingeltöne.

Nach der Sicherung muss dann das iOS wieder jungfräulich gemacht werden. Dazu gibt es den „Wiederherstellen“-Button auf der Geräteübersichtsseite des iPhones in iTunes. Dieser lädt die akuelle iOS-Version aufs Telefon. Nach diesem Restore hat man quasi ein (systemseitig) neues iPhone, was aber bereits aktiviert ist. Entsprechend wird man auf dem iPhone begrüsst: Nach dem erneuten Andocken an iTunes erscheint der „Original“-Homescreen auf dem iPhone.

Ein jungfräulicher Homescreen auf dem iPhone

Nun geht es an die mehrteilige Systemwiederherstellung, also dem Aufspielen aller persönlichen Einstellungen, der Programme und seiner Mediathek aus Backup bzw. iTunes-Mediathek. Im ersten Schritt werden aus einer ausgewählten Sicherung (idealerweise nimmt man die, die man zuvor manuell erstellt hat) die persönlichen Einstellungen zurückgeschrieben. Anschließend kommt der langwierigere Prozess: Auf das nackte iPhone werden anhand der Einstellungen in iTunes die gewünschten Apps, Musiktitel, Fotos, Videos, e-Books, … kopiert.

Nach diesem Schritt sollte das iPhone wieder im alten, indviduellen Glanz erstrahlen. In meinem Fall war kein weiteres Eingreifen notwendig: Alle Apps waren in ihren Ordnern, alls SMS, Kontakte, Termine, Konkaktdetails (Bilder und Klingeltöne) und natürlich meine gewählte Musiksammlung war wieder auf dem Telefon.

Und hat diese Wiederbelebung nun was gebracht? Klares JA. Der Akku hält nun merklich länger als vorher. Ich nutzte das iPhone (neben Telefon) tagtäglich in der S-Bahn als Musikplayer, teilweise als UMTS-Modem fürs iPad und kleines Spielzeug für zwischendurch. Der Akku schafft nun wieder locker zwei Tage (die vier energiehungrigen Dienste – UMTS also „Mobile Daten“, , Bluetooth und WLAN – sind alle dauerhaft an). Btw: Diese vier genannten Dienste sind in der Tat die wahren Energiefresser. Schaltet man diese alle aus, dann hält der Akku fast eine das Problem. Es kommt vor, dass sich irgendwelche Apps im Speicher verfangen haben oder nicht sauber beendet haben, so dass nach wie vor Prozesse oder ganze Dienste Systemressourcen verbrauchen ("Zombies"). Diese werden zwar vom System nach einer gewissen Zeit abgeschossen, aber es passiert auch mal, dass solche Prozesse vom System als "normale", also noch aktive Dienste, angesehen werden und somit "ungestraft" im Hintergrund Systemressourcen verbraten.

Konkret als Beispiel war bei mir ein Trackingprogramm, was nach dem Beenden immer noch fleißig nach Satelliten suchte, wo also die GPS-Routine nicht mit beendet wurde. Es ist klar, dass solche Systemleichen ordentlich am Akku ziehen, gerade, wenn man sich in einem Gebäude befindet und der "vergessene" Dienst nach Satelliten für seine GPS-Positionierung sucht.

Der einfachste Weg, dagegen vorzugehen, ist das iPhone neuzustarten. Aber leider ist der Weg nicht (mehr) erfolgsgarantiert. Inzwischen "merkt" sich iOS die Prozesse, die vor dem Ausschalten aktiv waren und startet diese auch nach dem Neustart wieder. Da ist einem also auch nicht weitergeholfen, wenn auch dieser Weg gerade "Zombies" das Licht ausbläst. Mein Tipp daher für einen solchen Neustart: Zuerst in der Taskleiste alle offenen Programme "von Hand" beenden, ehe man das iOS-Gerät restartet.

Aber es kommt auch vor, dass selbst dieser Weg über einen Neustart nichts bringt. In meinem Fall liess die Akkuleistung in den letzten Wochen auffällig nach: Der Akku hielt nicht mal mehr einen vollen Tag durch, bereits auf dem Heimweg am späten Nachmittag war die Kapazität unter 20 Prozent. Ehe ich mich an den Apple Support wenden wollte, wollte ich einer anderen Theorie nachgehen. Hängen vielleicht noch irgendwelche Ressourcenschleudern im Speicher, die den Akku leersaugen? Auffällig war nämlich, dass vor allem im Nicht-Freien (U-Bahn, Auto und Gebäuden) die Akkukapazität so schnell sang, dass man zuschauen konnte, wie die Prozent-Anzeige rückwärts zählte. War man draußen im Freien, hielt der Akku merklich länger. Dieses Symptom spricht eigentlich nicht für einen Hardwaredefekt.

Also entschloss ich mich zu einer vollständigen Systemwiederherstellung des iPhones. Hierzu machte ich zuerst ein vollständiges Backup des Telefons über iTunes. Man sollte sich hier nicht auf die automatische Sicherung beim Anstöpseln verlassen, sondern explizit über das Kontextmenü "Sichern" wählen. Erfahrungen im Bekanntenkreis halfen mir hier weiter, wo die automatische Sicherung nicht die Homescreen-Einteilung, also die Ordner und Icon-Positionen speicherte man nach dem Wiederherstellen mühselig alle Apps wieder nach eigenen Vorstellungen anordnen musste. Auch fehlten hier bei seinen Kontakten im Adressbuch die Fotos der Kontakte und die individuell zugeordneten Klingeltöne.

Nach der Sicherung muss dann das iOS wieder jungfräulich gemacht werden. Dazu gibt es den "Wiederherstellen"-Button auf der Geräteübersichtsseite des iPhones in iTunes. Dieser lädt die akuelle iOS-Version aufs Telefon. Nach diesem Restore hat man quasi ein (systemseitig) neues iPhone, was aber bereits aktiviert ist. Entsprechend wird man auf dem iPhone begrüsst: Nach dem erneuten Andocken an iTunes erscheint der "Original"-Homescreen auf dem iPhone.

Nun geht es an die mehrteilige Systemwiederherstellung, also dem Aufspielen aller persönlichen Einstellungen, der Programme und seiner Mediathek aus Backup bzw. iTunes-Mediathek. Im ersten Schritt werden aus einer ausgewählten Sicherung (idealerweise nimmt man die, die man zuvor manuell erstellt hat) die persönlichen Einstellungen zurückgeschrieben. Anschließend kommt der langwierigere Prozess: Auf das nackte iPhone werden anhand der Einstellungen in iTunes die gewünschten Apps, Musiktitel, Fotos, Videos, e-Books, … kopiert.

Nach diesem Schritt sollte das iPhone wieder im alten, indviduellen Glanz erstrahlen. In meinem Fall war kein weiteres Eingreifen notwendig: Alle Apps waren in ihren Ordnern, alls SMS, Kontakte, Termine, Konkaktdetails (Bilder und Klingeltöne) und natürlich meine gewählte Musiksammlung war wieder auf dem Telefon.

Und hat diese Wiederbelebung nun was gebracht? Klares JA. Der Akku hält nun merklich länger als vorher. Ich nutzte das iPhone (neben Telefon) tagtäglich in der S-Bahn als Musikplayer, teilweise als UMTS-Modem fürs iPad und kleines Spielzeug für zwischendurch. Der Akku schafft nun wieder locker zwei Tage (die vier energiehungrigen Dienste – UMTS also "Mobile Daten", GPRS, Bluetooth und WLAN – sind alle dauerhaft an). Btw: Diese vier genannten Dienste sind in der Tat die wahren Energiefresser. Schaltet man diese alle aus, dann hält der Akku fast eine Woche durch. Das habe ich letztes Jahr auf einer Städtereise im Sommer "getestet", wo ich im Ausland das iPhone nur als Telefon genutzt habe.

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Geschrieben von Oliver Hartwich
Erschienen am Dienstag, den 28. Juni 2011 um 12:36 Uhr | 28.099 Besuche
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Ein Kommentar zum Beitrag “iPhone-Wiederherstellung als Akku-Heilung”

  1. 1
    Tobias schreibt:

    Klingt sehr interessant, vielleicht wäre das auch genau das richtige für mein Akku, denn die Leistung lässt wirklich zu wünschen übrig.

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