Sep07
2012
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Die Suche nach einem neuen In-Ear- für mein iPhone

liefert zwar zusammen mit seinem iPhone ein -Headset mit Kabelfernbedienung aus, wer aber Wert auf guten Klang legt, der sollte sich hier nach Alternativen umschauen.

Ich hatte mir vor bereits kurz nach dem Kauf meines ersten iPhones das In-Ear-Headset von Apple zugelegt (wie gesagt, nich mit dem Ohrhörern von Apple verwechseln) und mit diesem sehr gute Erfahrungen gemacht. Leider ist bei diesem nun nach drei Jahren ein Kabelbruch aufgetreten. Und für den Erwerb eines Ersatzes schaute ich mich nach Alternativen um. Denn im Vergleich zu 2009 gibt es mittlerweile auch diverse Anbieter, die In-Ear-Ohrhörer mit Headsetfunktion und Kabelfernbedienung für das iPhone anbieten. Nach meinen sehr guten Erfahrungen mit Kopfhörern von Sennheiser – meinemBluetooth-Kopfhörer MM 550 und demSport-Nackenohrhörer PMX 680i – war Sennheiser auch für die neuen meine erste Wahl.

Vorab ein Wort zu In-Ear-Ohrhörer. Sie sollten nicht mit normalen Ohrhörern verwechselt werden. Normale Ohrhörer bestehen in der Regel komplett aus Kunststoff und der Ohrstöpsel wird einfach in das Ohr gesteckt. Beim In-Ear hat man eine Gummi oder Silikonhülse, die sich an den eigentlichen Stöpseln, sprich dem „Lautsprecher“ befinden. Durch diese wird das Ohr schalldicht abgeschlossen, so dass keine Außengeräusche ins Ohr und keine Musik aus dem Ohrhörer nach außen dringen kann.

[aartikel]B004HD4L2E:right[/aartikel]Darum ist es umso wichtiger, dass man für einen perfekten Sitz der In-Ear-Ohrhörer sorgen muss. Zum einen muss die Öffnung mit der Membran so im Ohr positioniert werden, dass der Schall direkt aus dem Ohrhörer in den Hörkanal dringen kann. Zum anderen muss der Ohrkanaloptimal verschlossen sein. Dazu liegen den Ohrhörern meist mehrere unterschiedlich große Silikonhülsen (sogenannte Ohradapter) bei, so dass man hier für optimalen Sitz im sorgen kann. Meist muss man etwas probieren, bis man den korrekten Sitz gefunden hat. Erfahrungsgemäß kann ich sagen, dass man die Stöpsel nicht im Ohr spüren darf und keine Umgebungsgeräusche mehr durchdringen dürfen – dann sitzen die In-Ears perfekt. Die empfundene Klangqualtät incl. der Bassleistung hängt maßgeblich vom korrekten Sitz der Ohrkanalhörer ab.

Ich habe mir insgesamt vier Modelle zwischen 40 und 140 Euro näher angeschaut: den Sennheiser für 40 EUR, den als Nachfolger des Sennheiser für 65 EUR, den CX 880i für 90 EUR und das Topmodell MM 80i für knapp 140 EUR.

[aartikel]B003WV39B6:left[/aartikel]Der MM 70i und dessen kleiner Bruder MM 30i sind sich vom Aufbau sehr ähnlich. Jedoch unterscheiden sie sich in allen Belangen. Zum einen im Klang. Der MM 70i besitzt einen ausgereiften Klang, sowohl in den Höhen als auch in der Basswiedergabe. Sowohl Klassik also auch basshaltiger Trance werden nahezu ideal wiedergegeben: der Klang ist hervorragend; ausgewogen und mit kräftigem Bass. Der MM 30i ist hier deutlich flacher. Bässe kommen zwar auch sehr klar und kräftig rüber, aber der Klang des MM 70i ist noch einmal um eine Länge besser.

Auch bei der Ausstattung macht sich der Mehrpreis bemerkbar. Zum einen liefert Sennheiser ein – wenn auch sehr einfach gehaltenes -Aufbewahrungsetui und einen -mehr oder weniger sinnlosen – Kabelaufwickler mit, der Mehrwert in der Ausstattung liegt in den beiliegenden Silikon-Ohrenadaptern. Sennheiser liefert neben den drei Paaren in drei Größen noch drei weitere Paare mit. Diese „Ohradapter mit Lamellen “ haben zwar auch die drei Größen wie die Standardstöpsel, jedoch haben diese drei Sets „zwei Rollen“ und sind somit etwas breiter und bieten einen besseren und festeren Sitz als die normalen Stöpsel.

[aartikel]B003WV7836:right[/aartikel]Als dritter Kandidat steht der CX 880i auf dem Prüfstand. Preislich etwas teurer als der MM 70i enttäuscht dieser aber. Vom Klang auf dem Level des Apple In-Ear Headset (nicht mit dem Apple Ohrhörer-Headset verwechseln), bietet aber der MM 70i deutlich mehr Klang. Ich habe zuerst ein etwas basslastigers Lied („Gebrunn Gebrunn“ von Paul Kalkbrenner) auf meinem „alten“ Apple In-Ear gehört – wow, klingt echt gut. Dann Stecker raus und den CX 880i gestöpselt: ähnlich gut – durch den besseren Sitz der Ohrstecker, die einen vergessen lässt, dass man einen Kopfhörer trägt – kommt der Track echt gut rüber. Dann habe ich auf den MM 70i gewechselt – HAMMER. Dagegen wirken die beiden anderen fade uns stumpf. Drückende Bässe und optimale Höhenwiedergabe – das klingt wie live …

Der CX 880i liefert ein nützliches und schickeres Etui (Etui mit integrierter Kabelaufwicklung) und spezielle Membranschutzeinsätze samt Wechsel- und Reinigungswerkzeug mit. Und der MM 70i bietet noch einen Unterschied: Er besitzt das gute, alte Nackenkabel: Das Kabel zum rechten Ohrstöpsel ist also länger als das des linken Stöpsels und wird von links hinter dem Kopf zum rechten Ohr geführt. Großer Vorteil ist der, dass man die Ohrhörer problemlos „absetzen“ kann, denn die Stöpsel liegen dann um den Hals und hängen bzw. fallen nicht herunter, wie es bei gleichlangen Kabeln ist, die direkt von der Kabelweiche zu den Ohren führen. Nackenkabel haben ihre Vor- und Nachteile, ihre Freunde und Hasser – hier muss jeder selber entscheiden.

Ein Vorteil des CX 880i sind die besser (und auch schöner) gestalteten Ohrstöpsel, die sich etwas einfacher einsetzen lassen. Jedoch liefert der CX 880i auch nur drei verschiedene Ohradapter, also drei unterschiedlich große Silikonstöpselsets – die Version mit dem Lamellen fehlen leider.

Verpackung MM 80i und MM 70i

[aartikel]B002YCIN9W:left[/aartikel]Premiummodell ist der Sennheiser MM 80i – das gilt vor allem beim Preis. Knappe 140 EUR muss man für dieses Headset berappen. Aber in allen Bereichen verdient er auch den Titel „Premiummodell“. Schon beim ersten Anblick der Verpackung kam mir ein WOW über die Lippen. Die Oberseite des Kartons lässt sich aufklappen und dann sieht man die beiden Ohrhörer in einer dunklen Verpackung. Das Auspacken des MM 80i ist eine wahre Freude.

Hat man diesen vor sich liegen, fällt sofort eines im Vergleich zu den anderen dreien auf: Die absolut hochwertigere Verarbeitung (auch wenn die anderen drei schon sehr gut waren, der MM 80i setzt noch einen drauf). Das Kabel ist dicker und besser beschichtet, die Ohrstöpsel sind sehr gut gestaltet.

Sennheiser schlägt beim MM 80i vor, diese nicht wie gewöhnliche In-Ears zu tragen, sondern hier soll der Stöpsel andersrum ins Ohr, also mit dem Kabel nach oben. Das Kabel soll dann hinter dem Ohr nach unter verlaufen. Als Hilfe hat Sennheiser zwei Ohrbügel beigelegt, in die man das Kabel stecken kann. Diesen Bügel kann man entsprechend zurechtbiegen und dann hinter sein Ohr klemmen, so dass man einen festen Sitz hat.

Mit oder ohne Bügel – ich trage die MM 80i wie „normale“ Ohrhörer, also Kabel nach unten rausgehend. Das klappt problemlos und – für meine Begriffe – ist es auch bequemer also die Nach-oben-Version. Aber wer eben anders sein möchte, kann den MM 80i auch „nach oben“ tragen.

Auch vom Klang ist der MM 80i TRAVEL absolut überzeugend. Er ist noch einen Tick besser als der MM 70i: ein kristallklarer Klang, tiefe Bässe, wo man sie will und ausgewogene Höhen, wo man sie braucht. Kurzum: Der MM 80i vereint den hohen Tragekomfort des CX880i mit dem herausragenden Klang des MM70i.

Sennheiser-Kabelfernbedienung

Der MM 80i besitzt kein Nackenkabel sondern zwei gleiche lange Kabel zu den Ohrstöpseln. Weiterer Unterschied zu MM30, MM70 und CX880, die alle drei die gleiche Tastenfernbedienung mit integriertem Mikrofon besitzen, die am linken Hörerkabel verbaut ist, ist die komplett anders gestaltete Kabelfernbedienung. Diese sitzt am Hauptkabel, also noch unter der Kabelweiche. Dazu ist hier eine Befestigungsklammer integriert. Außerdem kann man den eigentlichen Ohrhörer abziehen – und als Kurzkabelversion verwenden, wenn man bspw. einen MP3-Player mit eigener Kabelfernbedienung hat.

Kabelfernbedienung MM 80i TRAVEL

Sennheiser spendiert dem MM 80i auch wieder neben den drei normalen die drei Lamellen-Ohradapter. Dazu das vom CX 880 bekannte Reinigungswerkzeug, mit dem man schnell und leicht Schmutzpartikel von dem Memrangitter entfernen kann. Als weiteres Extra gibts eine Flugzeug-Adapter, mit dem man seinen Ohrhörer in Flugzeugen verwenden kann. Dort gibt es ja in den Sitzen diesen Doppelmono-Anschluss und die Fluggesellschaften bieten hierzu für einen netten Betrag minderwertige Ohrhörer zum Kauf an. Dann gibts ein dickes Etui mit integrierter Kabelaufwicklung. Und der MM 80i kommt als einziger mit einer „echten“ Bedienungsanleitung daher. In dieser sind auch Tipps zum Aufsetzen der Ohrstecker gegeben. Die anderen drei liefern nur eine unbrauchbare Kurzanleitung mit.

MM80i mit Ohrenbügel

Alles in allem ist der MM 80i sein Geld wert – auch wenn 140 EUR natürlich ne Menge Holz für einen In-Ear-Headset sind. Am Ende habe ich den MM 80i – leicht wehmütig – wieder eingepackt und mich doch für den MM 70i entschieden. Er ist mein Testsieger. Ein beeindruckender Klang, durch seine Leichtigkeit (und die Lamellen-Adapter) ein guter Sitz im Ohr und eine gute Ausstattung – das zu einem vertretbaren Preis.

Der MM 30i ist eine sehr gute und günstige Alternative zum Standard-Apple-Ohrhörer, der dem iPhone beiliegt. Wer also Ersatz oder eine Verbesserung zu diesem Ohrhörer-Headset sucht, der sollte sich den Sennheiser MM 30i genauer anschauen. Für diesen Preis bekommt man kein anderes In-Ear-Headset, was den vollen Funktionsumfang der Apple-Kabelfernbedienung abdeckt und darüber hinaus noch einen sehr guten Klang liefert.

Ohradapter – normal und mit Lamelle

Sennheiser bietet noch einen Service. Man kann die Ohradapter problemlos nachbestellen – oder (als Besitzer eines MM 30i) sich die Ohradapter in Lamellenform dazubestellen: Der Hersteller bietet die sechs Größen jeweils in 5er Sets (also 5 Paare einer Größe) an. Sucht man bei Google nach der entsprechenden Artikelnummer zusammen mit „Sennheiser“, findet man mehrere Anbieter dafür.

Diese Ohradapter sollten auf alle Sennheiser In-Ear-Ohrhörer und -Headsets passen. Zumindest waren die Adapter der 4 getesteten In-Ears alle untereinander kompatibel.

525783 – 5 Paar Ohradapter, Größe S
525784 – 5 Paar Ohradapter, Größe M
525785 – 5 Paar Ohradapter, Größe L
525738 – 5 Paar Ohradapter mit Lamellen, Größe S
525739 – 5 Paar Ohradapter mit Lamellen, Größe M
525740 – 5 Paar Ohradapter mit Lamellen, Größe L

Bedienungsanleitung Sennheiser MM 80i TRAVEL:
http://de-de.sennheiser.com/downloads/10ad2acd1317aabcda2bfb9093500a80.pdf

Sennheiser MM 30i:

Hörertyp: Binaural
Übertragungskanäle: Stereo
Tragevariante In-Ear
Impedanz 16 Ohm
Lautsprecherfrequenz von 17 Hz
Lautsprecherfrequenz bis 20.000 Hz
Lautstärkeregelung am Kabel (Inlinecontrol)
Gesprächsannahme am Headset
Mikrofonfrequenz von 80 Hz
Mikrofonfrequenz bis 15.000 Hz
Anschlusskabel Länge 1,2 m
Headsetanschluss: 3,5 mm Klinke
Lieferumfang: MM 30i Headset, Ohrpolster in drei Größen (S/M/L), Kurzanleitung

Sennheiser MM 70i:

Hörertyp: Binaural
Übertragungskanäle: Stereo
Tragevariante In-Ear
Impedanz 16 Ohm
Lautsprecherfrequenz von 18 Hz
Lautsprecherfrequenz bis 22.000 Hz
Lautstärkeregelung am Kabel (Inlinecontrol)
Gesprächsannahme am Headset
Mikrofonfrequenz von 80 Hz
Mikrofonfrequenz bis 15.000 Hz
Anschlusskabel Länge 1,2 m
Headsetanschluss: 3,5 mm Klinke
Lieferumfang: MM 70i Headset, 6 Paar Ohradapter in drei Größen (S/M/L),  Tasche, Kabelaufroller, Kabelclip, Kurzanleitung

Sennheiser CX 880i :

Hörertyp: Binaural
Übertragungskanäle: Stereo
Tragevariante In-Ear
Impedanz 32 Ohm
Lautsprecherfrequenz von 17 Hz
Lautsprecherfrequenz bis 23.000 Hz
Lautstärkeregelung am Kabel (Inlinecontrol)
THD – Gesamtklirrfaktor (1 kHz, 100 dB SPL) < 0,1 %
Schalldruckpegel (1 kHz/1 Vrms) 115 dB
Gesprächsannahme am Headset
Mikrofonfrequenz von 80 Hz
Mikrofonfrequenz bis 15.000 Hz
kugelförmige Richtcharakteristik
Gewicht 11 g
Kabellänge 1,2 m symmetrisch
Headsetanschluss: 3,5 mm Klinke (Winkel-Stecker)
Lieferumfang: MM 80i TRAVEL Headset, 6 Paar Ohradapter in drei Größen (S/M/L),  Aufbewahrungsbox, 1 Paar Ohrbügel, Flugzeug-Adapter,  Reinigungswerkzeug, Kurzanleitung
Lieferumfang CX 880i Headset, Ohradapter-Set, Kabel-Clip, Membranschut

Sennheiser MM 80i:

Hörertyp: Binaural
Übertragungskanäle: Stereo
Tragevariante In-Ear
Impedanz 16 Ohm
Lautsprecherfrequenz von 10 Hz
Lautsprecherfrequenz bis 22.000 Hz
Lautstärkeregelung am Kabel (Inlinecontrol)
Lärmdämpfung (passiv) bis zu 9ß% / 20 dB
Schalldruckpegel: 104 dB SPL
Klirrfaktor: < 0,1 % bei 1 kHz, 100 db SPL
Gesprächsannahme am Headset
Mikrofonfrequenz von 80 Hz
Mikrofonfrequenz bis 15.000 Hz
Mic Empf -42 dB V/Pa
ungerichtete Richtcharakteristik
Kabellänge: 1,3 m
Gewicht: 18g
Temperaturbereich: -10 bis 55 C
Headsetanschluss: 3,5 mm Klinke
Lieferumfang: MM 70i Headset, 6 Paar Ohradapter in drei Größen (S/M/L),  Tasche, Kabelaufroller, Kabelclip, Kurzanleitung

Zum Abschluss: Warum habe ich mir nur Sennheiser-Produkte angeschaut? Nun ja, schaut man über den Tellerrand hinaus, findet man zwar auch bei anderen Herstellern Headsets mit In-Ear-Ohthörern. Aber man kommt schnell zu der Erkenntnis, dass Sennheiser einer der wenigen Hersteller ist, der die Funktionalität des Apple-Headsets nahezu 1:1 nachbildet. Nimmt man noch den sehr guten Klang des In-Ears bei Sennheiser dazu, dann ist Sennheiser die erste Wahl.

Fotos (außer image-2591): Sennheiser

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Geschrieben von Oliver Hartwich
Erschienen am Freitag, den 07. September 2012 um 13:37 Uhr | 18.770 Besuche
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