Nov08
2010
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Die Fachzeitschrift und P3 communications haben mit umfangreichen bundesweiten Testfahrten die Geschwindigkeit und Stabilität der deutschen Mobilfunknetze untersucht.

Dabei stand neben der Qualität der Sprachverbindungen vor allem die Geschwindigkeit, Stabilität und Verfügbarkeit des mobilen Internets im Fokus. Im ersten öffentlichen Netztest mit zwei Messfahrzeugen konnten die Spezialisten das erste Mal Handy-zu-Handy-Verbindungen testen, was bei einigen Netzbetreibern Probleme mit der Erreichbarkeit von Mobiltelefonen offenbarte. Weitere Neuerung: Bei den Messungen in Städten war ein Fahrzeug in den Straßen vor Ort unterwegs, während der zweite Wagen an belebten Plätzen in den Innenstädten Auslastungsproblemen durch den -Boom auf der Spur war. Wie klar das neue Testverfahren Unterschiede aufzeigte, erstaunte selbst die Experten: Dank Mobile-To-Mobile-Messungen, den ausführlichen Datentransfer-Tests an belebten Plätzen und der Evaluation der Flächenverfügbarkeit breitbandiger Datenverbindungen kam deutlich zum Vorschein, wo die Netzbetreiber Stärken und wo Schwächen haben.

etwa zieht bei der Gesprächsstabilität zumindest auf Autobahnen und Bundesstraßen mit und T-Mobile gleich. Zudem spiegeln sich erste Anzeichen des seit mehreren Jahren angekündigten und im Frühjahr 2010 begonnenen massiven HSDPA-Ausbaus  in den Messwerten wieder. Teilweise surft man in Innenstädten schon mit 3,6 MBit/s. E-Plus verspricht einen weiteren Ausbau seines Datennetzes.

Die liegt mit insgesamt gutem Resultat weit vor E-Plus. Punktuell erreicht der Konzern sogar die  höchsten Spitzendatenraten. Doch gegenüber dem Vorjahr rutschen die Bonner wegen Erreichbarkeitsproblemen bei der Telefonie und einem ungewöhnlichen Stabilitätsproblem bei den für Datenübertragung wichtigen IP-Verbindungen ab. Doch auch an ist die Telekom gescheitert. Die Spanier haben ihr Netz in Deutschland kräftig ausgebaut und überzeugt mit guten Datenraten bei schon sehr guter Verbindungsstabilität, unter der nur die Sprachqualität sporadisch etwas leidet.

[aartikel]B001M0VH40:right[/aartikel]Diese Probleme kennt Vodafone nicht. Nach wie vor unangewochten sind die Briten auf dem Bereich der Datenübertragung – sowohl bei Netzqualität als auch bei der Geschwindigkeit. Seit 2009  beschleunigt Vodafone sein UMTS-Netz kontinuierlich und stellt in vielen deutschen Städten und Gemeinden Geschwindigkeiten von bis zu 7,2 MBit/s im Downstream () und 3,0 MBit/s im Upstream (HSUPA) bereit. Inzwischen bietet Vodafone sogar Bandbreiten von 14,4 MBit/s  für stark frequentierte Orte, wie Flughäfen und große Bahnhöfe oder Innenstädte, an. Bei Sprachverbindungen auf dem Land leiden die Düsseldorfer teilweise an ähnlichen Erreichbarkeitsproblemen wie die Telekom. Ansonsten liefert Vodafone Spitzenwerte bei Daten und Sprache am laufenden Band. Für diese überzeugende Vorstellung bekommt Vodafone das Testsieger-Logo.

Den gesamten Netztest mit detaillierten Ergebnissen und Auswertungen finden Sie in der connect-Ausgabe 12/2010 (ab 5.11. am Kiosk).

P3 communications ist ein international tätiger Ingenieurdienstleister im Bereich der Telekommunikationsindustrie. Seit 1999 bieten sieConsulting und Services für Netzbetreiber, Zulieferer, Gerätehersteller und Regulierungsbehörden auf der ganzen Welt.

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Geschrieben von Oliver Hartwich
Erschienen am Montag, den 08. November 2010 um 20:10 Uhr | 11.961 Besuche
Abgelegt unter Mobilfunk

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2 Kommentare zum Beitrag “CONNECT-Netztest: Vodafone klarer Sieger, O2 verdrängt Telekom”

  1. 1
    rainergra_2010 schreibt:

    RG106: Hallo, eines der Transparenz wegen vorweg: Ich bin als freier Mitarbeiter für BASE/E-Plus im Internet unterwegs, um Infos zum Thema Datennetz zu liefern.

    Klar, E-Plus liegt beim Connect-Test noch immer auf dem 4. und damit letzten Platz – ABER … und dieses „aber“ muss man wirklich groß schreiben – bekommt E-Plus bestätigt, dass sie mit ihrer Strategie richtig zu liegen scheinen.

    E-Plus baut seit Monaten sein Highspeed-Datennetz (bis 7,2 MBit/s) massiv aus und verbessert es in allen Belangen (Kapazität, Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit, Abdeckung). Jeden Tag wächst das Netz um eine Fläche von der Größe Düsseldorfs. Zudem werden täglich HSPA+-Stationen (bis 21,6 MBit/s) aufgebaut, die bei Bedarf per Software auf LTE umgeschaltet werden können.

    Der Ausbau macht sich schon bemerkbar: Gegenüber 2009 konnten z. B. die durchschnittlichen Datenraten um ca. 70 % gesteigert werden. Beim wichtigen Faktor für ein gutes Kundenerlebnis, den Erfolgsraten für den Aufruf von Internet-Seiten sowie den E-Mail- und Datei-Download, liegt die E-Plus Gruppe beim Connect-Test mit 98,3 bzw. 96,7 Prozent gleichauf bzw. sehr nahe beim Wettbewerb.

    Die E-Plus-Strategie hat Aussicht auf Erfolg meint Connect: „Sollten die Grünen in den nächsten Jahren kontinuierlich über 500 Millionen Euro pro Jahr ins Netz investieren und sollten Thorsten Dirks und seine Mannschaft bei den Verhandlungen mit den Infrastrukturherstellern Geschick zeigen, so könnte sich das Bild ähnlich wandeln wie es sich in den letzten beiden Jahren bei O2 gewandelt hat.“ (auch aus dem Testbericht). Genau das hat E-Plus vor, wenn sie sagen, bis Ende 2012 das führende Netz in Deutschland werden zu wollen.

    Ein weiterer Fakt aus dem Test: „E-Plus etwa zieht bei der Gesprächsstabilität zumindest auf Autobahnen und Landstraßen mit Vodafone und T-Mobile gleich.“ (Zitat aus dem Testbericht). Beim Telefonieren zeigt das E-Plus-Netz laut Connect sehr gute Ergebnisse und ist klar auf dem Niveau der Mitbewerber.

    Natürlich kommen alle Verbesserungen sämtlichen Anbietern, die das E-Plus-Netz nutzen, zu gute: BASE, blau.de, Simyo, aldi talk, nettokom u.v.m.

    Rainer
    BASE-Netzbotschafter
    Base-netzbotschafter.de

  2. 2
    Oliver schreibt:

    Hallo Rainer,

    vielen Dank für Deine ausgiebige Analyse. Ich bin selber (noch) E-Plus-Kunde, habe aber den direkten Vergleich mit Vodafone, wo ich mein iPhone betreibe. „noch“ deshalb, da ich meinen E-Plus-Vertrag Anfang kommenden Jahres kündigen werde und mit meinem Firmen-Handy auch zu Vodafone wechseln werde.

    Vodafone ist momentan – und meiner Meinung auch noch 2012 – klar die Nummer eins. Es mag sein, dass E-Plus nun intensiv in sein Netz investiert, aber genau das machen die Wettbewerber auch. E-Plus muss also den verlorenen Boden gutmachen (denn der Abstand zum dritten Platz ist enorm) und dann noch an den drei Konkurrenten vorbeiziehen – und das wird E-Plus nicht so ohne weiteres gelingen – schon gar nicht bis 2012. Denn ich sehe, wie intensiv Vodafone in sein Netz investiert.

    E-Plus bietet zwar in Großstädten schon sehr vereinzelt HSDPA mit 3,6 Mbit an, aber die Situation in Randgebieten und ländlichen Regionen ist desaströs: Streckenweise hat man in ländlichen Regionen (ich bin viel in Süd-D unterwegs) überhaupt kein Netz – und ich rede hier von Sprachdiensten, von Datendiensten ganz zu schweigen. Schon am Stadtrand von Berlin wird mir größtenteils noch GPRS angeboten. Klar baut E-Plus momentan die prestigeträchtigen Innenstädte aus, aber auf dem Land sehe ich keine Verbesserung.

    E-Plus in den letzten Jahren einfach den Anschluss verloren. Man hätte die Ausgangsposition 2004 einfach nutzen sollen: Damals bot E-Plus als erster Anbieter eine UMTS-Flatrate zum vernünftigen Preis (es waren glaub ich 39 EUR) an, die Mitbewerber hatten damals entweder gar nichts vergleichbares oder nur bedeutend teurere Lösungen für Firmenkunden. Aber man nutze diesen Vorteil nicht. Es blieb bei UMTS in den Innenstädten und GPRS in den Landgebieten. Und dann begannen die anderen drei, voll auf HSDPA zu setzen, allen voran Vodafone. Inzwischen hat man UMTS nahezu flächendeckend in Deutschland und alle größeren Orte bieten HSDPA an (die einwandfreien Versorgung im Sprachnetz erwähnen wir hier mal ar nicht). Und seit 2005 verspricht E-Plus eine Verbesserung, seit einiger Zeit auch den HSDPA-Ausbau, dem man sich ja erst verweigern wollte. Und daher glaube ich nicht an die neuen Versprechungen von E-Plus. Es ist bedauerlich, aber nach 7 Jahren E-Plus werde ich daher zur Konkurrenz wechseln. Denn der große Aspekt, der lange für E-Plus sprach – günstige Preis -, der greift schon lange nicht mehr, BASE hin oder her, auch hier wird dem Kunden nur das Geld aus der Tasche gezogen …

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