Mrz18
2011

Nokia E7 – der letzte Communicator?

Geschrieben 18. März 2011 von
Veröffentlicht in Mobilfunk 4 Kommentare »
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Einst und jetzt: 9000 Communicator (1996) und E7 (2011)

Als ich im Februar meinen Vodafone-Vertrag verlängern wollte und ein interessantes Vertragsangebot bekommen habe, habe ich mir aber auch überlegt, ob ich mir eine Prepaid Sim-Karte zulegen sollte. Außerdem schaute ich auch im Handyshop nach einem subventionerten Handy. Normalerweise habe ich mir hier immer irgendein Mitteklasse-Handy gekauft und das dann bei ebay weiterverkauft. Dann entdeckte ich im Vodafone-Shop das neue Nokia E7, die sechste Version des legendären Communicators und langersehnter Nachfolger des E90. Im „normalen“ Handel mit über 600 EUR vollkommen überteuert, bietet Vodafone das E7 (subventioniert) für 199 EUR an. Das war es mir wert – als alter Communicator-Fan – und wenn es mir nicht gefällt, dann kann ich es ja immer noch weiterverkaufen.

Positiv fiel mir auch, dass Vodafone endlich auf das Langezeit übliche und nervige Hardware-Branding verzichtet. Nur ein kleines Vodafone-Logo auf der Verpackung und das Logo während Ein- und Ausschalten deuten auf die Bezugsquelle hin. Obwohl bei Vertragsverlängerung „vorangekündigt“ wurde das neue Nokia bereits nach drei Tagen versendet. Ursprünglich war der neue Communicator schon für das Jahresende 2010 angekündigt, aber inzwischen schon nokiatypisch wurde dieser Termin mehrere Male verschoben. Der Verkaufsstart kam dann endlich im Februar 2011.

Betrieben wird das E7 von Nokias Symbian^3, dem wohl letzten Symbian OS. Durch die geplante „Zusammenarbeit“ mit Microsoft, die Ex-Microsofti und jetziger Nokia-CEO Stephen Elop vor einigen Tagen verkündigt hat, werden Nokia-Freunde in Zukunft wohl mit der mobilen Bug-Sammlung „Windows Phone 7“ Vorlieb nehmen müssen – für mich ein Grund, in Zukunft um Nokia-Geräte einen großen Bogen zu machen. Daher wird das E7 wohl mein letztes finnisches Smartphone sein – und wohl auch der letzte „richtige“ Communicator. Ob und wie weit Nokia sein Symbian-Systen weiterentwickeln wird, bleibt abzuwarten.

Nokia

Aber schauen wir uns nun das Gerät genauer an. Optisch ähnelt es auf den ersten Blick dem Nokia N8. Es ist etwas dicker, dafür hat es die Hardwaretastatur unter dem Display. Vergleicht man das E7 mit Geräten anderer Hertsteller mit Hardware-Tastatur ist das E7 aber schön schlank. Von der Dicke her könnte des E7 auch als „normales“ Smartphone ohne Klappmechanismus durchgehen. Mit guten 170 Gramm ist das E7 zwar relativ schwer, durch seine Gesamtgröße (62.4 × 123.7 × 13.6 mm) und handliche Form – vor allem die rundlichen Seitenkanten – fällt dieses Gewicht aber kaum „ins Gewicht“. (Nokia N8: 113,5 × 59 × 12,9 mm bei 135 gr). Vergleicht man das Gewicht mit dem seiner Vorgänger (oder auch anderen Geräten mit vollwertiger Tastatur), dann sind die 176 Gramm nicht wirklich viel. Ein weiterer Unterschied zum N8 ist das größere Display: Besitzt da N8 ein 3,5″-Display spendierte Nokia dem E7 einen Vierzoller.

 

Glücklicherweise hat Nokia sein Qualitätsproblem der letzten Jahre größtenteils in den Griff bekommen – zumindest gilt das für die -Geräte. Mir ist immer noch vollkommen unverständlich, warum es zwischen E- und N-Serie so einen gravierenden Qualitäts- und Verarbeitungsunterschied gibt. Aber auch die E-Serie hatte ihre schwarzen Schafe – und eines war ausgerechnet der letzte Communicator. Das E90 war nun das Sinnbild ein misserablen Verarbeitung bei Business-Handys. Vielleicht auf der Grund, warum wir fast vier Jahre auf einen würdigen Nachfolger warten mussten. Erst die vierte Serie des E90, die im Sommer 2008 auf den Markt kam, war so verarbeitet, wie man es von einem Smartphone seiner Preisklasse erwarten kann und wie es bei einem „Communicator“ sein sollte.

[aartikel]B004KPLWG2:right[/aartikel]Solche Probleme konnte ich bislang beim E7 nicht erkennen. Der Slider-Mechanismus arbeitet solide und sieht auch gut gehandwerkelt – im Gegensatz zu manch einem Modell vom HTC, wo man vor jeder Verwendung des Schiebemechanismus überlegt, ob es wirklich sein muss und die Angst hat, dass man gleich zwei Teile des Handys in den Händen hält. Auch das lästige und stetig auftretende Problem der abfallenden Seitentasten der N-Geräte (ich denke hier nur an die Tastensperr-Taste) scheint Nokia hier gelöst zu haben.

Was beim E7 natürlich sofort ins Auge fällt, ist das große Display. Nokia spendierte dem neuen Communicator ein 4-Zoll großes Display und wirbt hier (wie ja auch Samsung) großspurig mit „Active Matrix – Organic Light Emitting Diode“, kurz AM-OLED. Aber ist alles Gold, was glänzt? Nicht wirklich. ist zwar inzwischen für viele Synonym für perfekte Displays – aber warum eigentlich? Ich finde das Display alles andere als umwerfend und verstehe den Hype um absolut nicht. Aber gut, das ist eben wieder ein Begriff, mit dem man den einfachen Kunden ködern kann. Der weiss nicht, was sich dahinter verbirgt, er geht aber davon aus, dass es toll ist und sein neues Handy es haben muss.

Störend (aber das gilt für viele AMOLEDs und ist mir auch schon bei Samsung- und HTC-Geräten aufgefallen) ist der leichte Grün-Stich in der Farbwiedergabe, wenn man nicht genau senkrecht auf das Display schaut. Beim E7 ist dieser Effekt auch zu erkennen. Dann fällt sofort die geringe Auflösung des Displays auf 360 x 640 Pixel sind alles andere als der aktuelle Standard – das Bild wird pixelig und körnig. Mir ist vollkommen unverständlich, warum die Finnen hier auf 3 Jahre alte setzen – für diesen Preis sollte man schon etwas mehr erwarten dürfen.

Überzeugen dagegen kann die Grafikleistung. Durch einen 3D Graphics HW Accelerator ist eine flüssige Videowiedergabe möglich. Der eingebaute HDMI 1.4 Type D connector bietet eine 1280 x 720 px große Ausgabe und lässt somit eine einfache Anbindung und Wiedergabe von Fotos und Videos auf Fernseher bzw. großem Bildschirm zu. Insgesamt bietet das E7 drei Anschlüsse: den schon erwähnten HDMI-Anschluss, die 3,5mm Klinkenbuchse für Kopfhörer oder Headset und ein Micro-USB für Datenabgleich und Stromzufuhr. Nach dem sinnlosen EU-Beschluss, dass Handys alle das gleiche Netzteil benötigen, fällt somit die nokia-klassische, runde Strombuchse weg, Aufladen ist beim E7 ausschließlich über den micro-USB möglich (Nokia legt aber dem E7 ein Netzteil mit Micro-USB-Stecker und ein Micro-USB-Datenkabel bei).

Der größte Vorteil gegenüber dem N8 ist die vollwertige Tastatur unter dem Display – wobei eben die Gehäusedicke und das Gesamtgewicht nur unwesentlich ansteigen. Die Tastatur hat sehr angenehme Druckpunkte und lässt sich – auch aufgrund der Abstände zwischen den einzelnen Tasten – sehr gut bedienen. Auch durch die Schrägstellung des Display im aufgeklappten Zustand ist ein Arbeiten äußerst praktisch. Stellt man das Gerät vor sich auf den Tisch, kann man bequem mit vier Fingern tippen. Eine tolle Sache ist auch die automatische Wortvervollständigung während des Tippens, die es in den meisten Fällen nicht notwendig macht, die Wörter voll auszuschreiben. Jedoch auch hier ein Kritikpunkt: Das Bestätigen eines Wortvorschlages geht nur noch mit der Rechts-Pfeiltaste. Beim E72 konnte man hierfür auch die Leertaste verwenden – was natürlich wesentlich schneller ging.

Inzwischen sollte es wohl auch der letzte Konsument begriffen haben, dass eine hohe Megapixel-Zahl der Kamera noch kein gutes Fotos macht. Dementsprechend hört wohl auch endlich dieser absolut sinnlose Megapixel-Wahn bei Kompakt- und Handykameras auf (ich denke hier nur an die 12MP des Nokia N8). Aber da sind wir wieder beim dummen Kunden, dem man so einfach klar machen kann „12 ist mehr  und damit besser als 8“. Beim E7 hat Nokia ein 8MP CMOS-Sensor verbaut, der bei Bedarf über eine zweifache LED eine Portion Extralicht bekommen kann. Die Videofunktion liefert 720p mit 30 Frames/Sekunde. Eine zweite Kamera befindet sich auf der Frontseite und steht mit 0.3 MP für Videochats zur Verfügung. Sowohl Foto- als auch Videoaufnahmen sind für eine Handycam von guter Qualität, lediglich bei lichtarmer Umgebung fängt das Bild an zu rauschen und die Farben wirken unnatürlich. Bei Außenaufnahmen im Sonnenlicht reicht die Fotoqualität an die einer Kompaktkamera heran.

Nokia hat dem E7 als CPU den ARM 1136JF-S verpasst, ein 32-bit Prozessor mit 680 MHz Taktfrequenz. Als Hauptspeicher stehen 256 MB SD-RAM betriebsintern zur Verfügung, der Nutzer kann 16 GB des Flash EEPROM zum Speichern verwenden. Der Datenaustausch erfolgt über Bluetooth, USB-Kabel oder den mitgelieferten USB-Adapter zum Anschluss eines USB-Speichermediums. Die Möglichkeit, eine Speicherkarte zu verwenden, besitzt das E7 nicht.

Neben dem gängigen Mailprototokollen POP3, IMAP und SMTP unterstützt das E7 (inzwischen symbian-typisch) auch die Synchronisation mit einem Microsoft Exchange-Server. Mails, Kontakte und Kalendereinträge können so ausgetauscht werden. Die Mailsynchronisation funktioniert absolut problemfrei, Kalender- und Kontaktabgleich leidet an den seit Jahren bekannten Problemen von Symbian-Geräten: Es werden keine Kategorien unterstützt. Ich behelfe mir daher weiterhin durch mein gebasteltes iSync-Script, mit dem ich meine Termine und Kontakte zentral verwalte.

Ein großer Vorteil ist, dass Nokia für E7 (wie für viele seiner Handys und eigentlich alle Eseries-Geräte) die -Treiber für die problemlose Einbindung in Apple auf zur Verfügung stellt. Somit ist eine Synchronisation mit MobileMe über den Umweg möglich. Eigentlich schade, dass man diesen Umweg gehen muss und Nokia es immer noch nicht geschafft hat (oder nicht für notwendig empfindet), eine Plugin für die direkte Synchronisation mit MobileMe anbietet. Selbst für Google Android wird diese Möglichkeit – wenn auch mehr schlecht als recht – angeboten. Zumindest kann man seine iDisk als Netzlaufwerk einbinden und auf seine Online-Dateien direkt zugreifen.

Und wenn wir gerade bei fehlenden Schnittstellen sind: Sehnlichst vermisse ich ein Plugin für die Einbindung meiner Dropbox in das Symbian OS. Es gibt zwar einige Apps von Drittanbietern, aber diese sind absolut fehleranfällig und komplett unbrauchbar. Schade, dass Symbian die einzige Plattform ist, für die es noch keine Clientsoftware gibt.

Der Mediaplayer unter Symbian ist ein schlechter Witz, der hat sich die letzten Jahre unter Symbian nicht wirklich verbessert hat. Er ist zwar nun im Vergleich zum E72 brauchbarer geworden, aber „Look & Feel“ sieht anders aus. Man hat sich zwar Apples CoverFlow bedient, aber das Kopieren einiger Inspirationen reicht noch lange nicht aus. Die Wiedergabe von „Compilations“, also Alben mit unterschiedlichen Musikinterpreten ist nicht möglich, die Titel werden willkürlich wiedergegeben. Ich höre gerne Hardtrance, hier habe ich fast nur Alben, wo die Titel ineinander übergehen, also auch zwingend in der tatsächlichen Reihenfolge wiedergegeben werden sollten. Apple bietet hierfür in iTunes eine spezielle Option, die dann auch die Titelpause zwischen solchen Stücken entfernt, so dass man das gesamte Album im Ganzen hören kann. Selbst, wenn man hier bei Nokia mal Titel erwischt, die tatsächlich zusammengehören und auch direkt nacheinander wiedergegeben werden, hat man aber eine klitzekleine, aber nervige Unterbrechung zwischen den Titeln. Hinzu kommt der mühsame Weg, Musik auf das Gerät zu bekommen. Nokia OVI Suite ist hier alles andere als praktisch und die gute, alte Nokia PC-Suite wird ja leider vom E7 nicht mehr unterstützt.

Angenehm überrascht hat mich micht die satte Musikwiedergabe, sowohl über den eingebauten Lautsprecher als auch über meinen Sennheiser MM 550 Kopfhörer, den ich hier allerdings per Kabel angeschlossen habe. Hohe Maximallautstärke, kräftige Bässe und gute Höhenwiedergabe – klingt gut. Über die Wiedergabe mit den mitgelieferten Ohrhörern will ich mich hier nicht weiter äußern. Diese sind zwar besser als die des E72 (Nokia spendiert dem E7-Eigner nun richtige In-Ears), aber irgendwie konnte mich der Klang nicht überzeugen.

Das Nokia E7 zählt als Nachfolger des E90 als sechste Generation des legendären Communicators.

Auch wenn es der ein oder andere nicht (mehr) lesen oder hören will, werde ich hier dennoch einen kurzen Vergleich zum Klassenprimus iPhone anstellen. Bei „meinen“ Vorgängern des E7 (Nokia E72 und Samsung S8300) war der Vorsprung Apples klar und eindeutig. Die „Begründung“ diverser „Experten“ war hier auch schnell gefunden – der Preis. „Das iPhone ist ja viel teurer als andere Smartphones, daher kann man das nicht direkt vergleichen“. Nun ja, diese „Ausrede“ zieht nun beim E7 nicht mehr, die 16GB-Variante des iPhone 4 und das E7 kosten unsubventioniert fast das gleiche.

 

Und ich muss feststellen, dass hier der hohe Preis des E7 nicht gerechtfertigt ist bzw. sehe ich, wieviel Technik man eigentlich mit dem iPhone für diesen Preis erhält. Auch wenn man mit dem neuen Communicator ein solides Smartphone in die Hände bekommt, das es locker mit akuellen Android-Geräten aufnehmen kann, fehlt irgendwie der „Mehrwert“, den man für diesen Preis erwarten kann und auch tut. Er gibt für 600 EUR zwar ein sehr gut verarbeitetes Smartphone mit einem soliden Betriebssystem, Digitalkamera und – nennen wir es mal – Navigationssystem, mehr aber auch nicht.

Und mein iPhone hat in meiner Freizeit eine relativ wichtige „Aufgabe“ eingenommen – die als „Nachfolger“ meiner Nintendo DS als portabler Spielecomputer. Diese Möglichkeit sucht man beim E7 vergebens, der „Unterhaltungsfaktor“ des Nokia E7 ist faktisch gleich null. Man bekommt ein ausgereiftes Business-Telefon – nicht mehr und nicht weniger. Und mit dem iPhone findet man einfach eine perfekte Symbiose aus Telefon, Organizer, Kamera, Navi, Mediaplayer und Pocketgamer – kurz gesagt die ausgereifte Symbiose aus Business- und Funhandy. Alles geht hier ineinander über und wirkt (vor allem softwaremäßig) wie aus einem Guss. Dieses Gefühl sucht man beim E7 vergeblich. Die Programme wirken wie Einzelwerke, die mit ihren „Kollegen“ auf dem Gerät nichts zu tun haben wollen.

Über den absolut unbrauchbaren OVI-Store habe ich mich schon vor einem Jahr ausgelassen – und das Angebot ist nicht besser geworden. Zwar findet man inzwischen hier einige Gratis-Tools, die man bereits vom iPhone kennt, aber nützliche Software, die auch gerne ein paar Euros kosten darf, sucht man weiterhin vergebens.

Zwei Kritikpunkte der meist selbsternannten „Handy-Experten“ am iPhone, nämlich der festverbaute Akku und der nicht auswechselbare Speicher, sind auf einmal beim E7 keiner Kritik mehr notwendig. Und mal ehrlich, wer bitte braucht einen austauschbaren Akku? Bei der Digicam verstehe ich es ja noch, aber beim Handy ? Ich würde nie auf die Idee kommen, einen zweiten Handyakku mit mir ‚rumzuschleppen. Und ein guter Handyakku hält genauso lange wie ein Handy selber – man kann ja davon ausgehen, dass Handys eher eine relativ geringe (im Vergleich zu anderen technsichen Kleingeräten) Einsatzdauer haben. In der Regel gibts nach zwei Jahren ein neues Gerät – und auch technisch macht es keinen Sinn, ein Handy länger als drei Jahre zu nutzen.

Und der auswechselbare Speicher? Tolle Sache – eben bei Digitalkameras. Aber wozu braucht man das bei Handys? In der Regel kauft man sich eine Micro-SD-Karte mit 4 oder 8 GB (oder man behält die mitgelieferte Karte), steckt die in sein Handy und gut ist. Datenaustausch (daher der Vergleich mit der Digicam) ist beim Handy ja auf mehreren Wegen möglich – und der Weg über die Speicherkarte ist wohl der umständlichste (zumal man auch noch einen micro-SD-auf-SD-Kartenadapter benötigt), wesentlich schneller und flexibler sind Datenkabel oder kabellos über Bluetooth.

Und wo steckt dann eigentlich die Speicherkarte? Beim E72 war der Kartenslot praktisch an der Außenseite untergebracht. Wenn ich da aber nur an so manche Samsung-Handys zurückdenke: Hier war die Speicherkarte unter dem Akku und teilweise sogar unter der SIM-Karte versteckt, man musste also das halbe Handy zerlegen, um an den „Wechselspeicher“ zu gelangen …

Beim E7 hat man neben der Möglichkeit der Datenübertragung via Bluetooth oder USB-Kabel auch die schon erwähnte Möglichkeit, direkt Daten eines USB-Laufwerkes zu kopieren. Dazu liefert Nokia einen entsprechenden Adapter mit, an den man dann problemlos seinen USB-Stick anschließen und dann als externes Laufwerk ansprechen.

Aus allen Perspektiven: das Nokia E7

Mein Fazit: Das E7 hat das Zeug zum neuen Communicator – keine Frage. Es ist sehr gut verarbeitet und bietet ein ausgereiftes System, wenn auch mit einigen Defiziten. Die Ausstattung des E7 ist gut und nützlich. Das E7 kann seine Familienzugehörigkeit zur Eseries von Nokia nicht verleugnen – es fehlt ganz klar der Unterhaltungsanteil – und ich rede hier nicht von „Social Networks“, die aus meiner Sicht das überflüssigste und sinnloseste sind, was die IT-Welt in den letzten Jahren fabriziert hat. Im Vergleich zum N8 fallen vor allem die vollwertige Tastatur und die um Längen bessere Verarbeitung auf. Jedoch ist die unverbindliche Preisempfehlung des Hersteller von 629 EUR ein schlechter Witz – dieses Geld ist das Gerät nicht wert, vor allem, wenn man vergleicht, was die Mitbewerber für dieses Geld anbieten. So wundert es auch nicht, dass der Straßenpreis heute bereits auf unter 500 EUR gesunken ist.

 

Fassen wir die Highlights des Nokia E7-00 kurz und knapp zusammen:

  • Mail for Exchange vorinstalliert – für die Push-E-Mail-Kommunikation in Echtzeit.
  • Einfacher Zugriff auf geschäftliche und private E-Mail-Konten in einer Ansicht.
  • Anwendung zum Erstellen, Bearbeiten und Weitergeben von Office-Dokumenten und Adobe Reader zum Anzeigen von PDF-Dateien.
  • Nokia Mobile VPN integriert – für den schnellen, sicheren Zugriff auf das Firmen-Intranet.
  • Einfache Kalendereinrichtung und Synchronisierung des Kalenders mit Microsoft Outlook.
  • Nahtlose Kommunikation
  • Live-Feeds von Facebook und Twitter direkt in der Startansicht.
  • Statusaktualisierung in allen sozialen Netzwerken gleichzeitig.
  • SMS-Mitteilungen in übersichtlicher Dialogdarstellung.
  • Großer kapazativer Touchscreen und QWERTZ-Tastatur
  • Hülle aus eloxiertem Aluminium und AMOLED-Touchscreen mit Glas-Oberfläche für verbesserte Lesbarkeit im Freien.
  • Brillante Darstellung von Inhalten auf dem hochwertigen Touchscreen mit 10,1 cm Diagonale (4 Zoll).
  • Optimaler Blickwinkel auf den Touchscreen dank integriertem Kippmechanismus.
  • 2-Finger-Zoom-Funktion und Bildlauf mit dem Finger für das komfortable Surfen auf Internetseiten.
  • Vollständige QWERTZ-Tastatur zum Aufschieben – ideal zur schnellen Texteingabe.
  • Kostenlose GPS-Navigation mit Ovi Karten – zu Fuß und fürs Auto (weltweites Kartenmaterial gratis).
  • Anwendung Vlingo zur Steuerung des Mobiltelefons über Sprachbefehle kostenlos im Ovi Store erhältlich.
  • World Traveler App: Premium-Dienste für Business-Trips (kostenlos im Ovi Store erhältlich).
  • Viele weitere Apps im Ovi Store – für Business, Messaging, Unterhaltung und mehr.
  • 8-Megapixel-Kamera für das Aufnehmen hochauflösender Fotos und HD-Videos.
  • HDMI-Anschluss* für die Wiedergabe von Videos und Fotos auf kompatiblen TV-Geräten.
  • Ansehen und Hochladen von Videos direkt auf YouTube.
  • Web-TV für Unterhaltung unterwegs: National Geographic, CNN und viele weitere Sender.**
  • Album-Cover durchblättern und Wiedergabelisten Ihrer Lieblingslieder erstellen.
  • *HDMI-Kabel nicht im Lieferumfang enthalten. **Inhalte können je nach Land variieren.

[aartikel]B00475BGJS:right[/aartikel]

  • Das neue Symbian^3 bietet über 250 neue Funktionen.
  • Drei individuell konfigurierbare Startansichten.
  • Die Bedienung über den Touchscreen ist jetzt noch einfacher und intuitiver.
  • Ausführen mehrerer Apps gleichzeitig ohne Beeinträchtigung der Akkulaufzeit.
  • Einfache Entwicklung eigener Apps.
  • Direkter Zugriff auf soziale Netzwerke über die Startansicht – für die nahtlose Verbindung mit Geschäftspartnern und Kollegen.
  • Unterstützung für Konferenzgespräche mit mehreren Teilnehmern.
  • Zugriff auf alle Ihre geschäftlichen E-Mail-Konten in einer Ansicht – für effizienteres Arbeiten.
  • Kostengünstige Auslandsgespräche mit Business-Partnern – dank sicherer und zuverlässiger Verbindungen über VoIP.
  • Gerätesperre und Löschen von Daten per Fernzugriff – für den Schutz Ihrer Daten bei Diebstahl und Verlust.
  • Lokalisierung des Mobiltelefons bei Diebstahl – eine spezielle Funktion zeigt Ihnen den Standort auf einer Karte an.
  • Bewahren Sie wichtige Geschäftsdaten sicher auf.
  • Nokia Mobile VPN integriert – für den schnellen und sicheren Zugriff auf das Intranet Ihrer Firma.
  • Adobe Reader für das Öffnen von PDF-Dateien vorinstalliert.
  • Synchronisieren, Sichern und Übertragen von wichtigen geschäftlichen Dokumenten und Daten über die Ovi Suite.
  • Spracherkennungs-App Vlingo für das noch schnellere Versenden von SMS-Mitteilungen und E-Mails an Geschäftspartner.
  • World Traveler App: Premium-Dienste für die Geschäftsreise – Wetter, Währungen, Weltzeituhr und Flugassistent.
  • Übertragen Sie wichtige Daten mit dem im Lieferumfang enthaltenen Nokia USB-OTG-Adapter und einem kompatiblen USB-Stick.

Einfaches und passendes Etui für das Nokia E7: CP-520

  • Effizientes dank schnellem Wechsel zwischen Anwendungen.
  • Automatische Software-Updates über das Mobilfunknetz von nahezu jedem Standort.

Lieferumfang

  • Nokia E7-00
  • Nokia Akku BL-4D (fest integriert)
  • Nokia Micro-USB-Datenkabel CA-179
  • Nokia Stereo-Headset WH-205
  • Nokia Energiespar-Ladegerät AC-10E
  • Nokia HDMI-Adapter CA-156
  • Nokia Micro-USB auf USB-on-the-go-Adapter CA-157
  • Kurzanleitung

Verfügbare Farben (Foto: nokia.com)

Was leider fehlt (auch im Vergleich zum E72) ist ein Etui. Ich habe mir zwar für wenig Geld das CP-520 gekauft, was auch perfekt passt, aber dieses hätte Nokia ruhig dem Lieferumfang belegen können.

Verfügbare Farben des eloxierten Aluminium-Gehäuses

  • Dark grey
  • Silver white
  • Blue
  • Green
  • Orange

Weiterführende Informationen

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Geschrieben von Oliver Hartwich
Erschienen am Freitag, den 18. März 2011 um 10:23 Uhr | 32.011 Besuche
Abgelegt unter Mobilfunk

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4 Kommentare zum Beitrag “Nokia E7 – der letzte Communicator?”

  1. 1
    tipblog schreibt:

    Das wär schade, im letzten Jahr hatte ich den Communicator noch im Auge, hab mich dann aber für ein e71 entschieden.
    Ich fand das Aufklapp Design schon immer schick.

  2. 2
    Dirk schreibt:

    Hallo,

    also irgendwie werden hier Äpfel mit Birnen verglichen. Das Iphone (habe neben dem E7 das Iphone 3G S)ist alles andere als ein Business-Handy. Das mal vorweg, so war es von Apple auch nie geplant. 80% dessen was man mit den IPhone-Apps machen kann, ist reine Spielerei und hat auf einem Businessgerät nicht zu suchen. Wer natürlich seinen Spieltrieb befriedigen will, ist mit einem IPhone gut bedient, deshalb habe ich meines weg gegeben. Sicher, im OVI-Store gibt es nicht annähernd so viele Apps, wie bei Apple. Aber vielleicht sollte man mal die rosarote Apple-Brille abnehmen und erwähnen, dass man vielleicht über die NOKIA-Software meckern kann,aber ich das E7 ganz normal im Windows Dateimanager benutzen kann, DAS versuch mal beim IPhone. Ebenso löscht die 1. Syncronisation zwischen IPhone und dem IMac alles Daten des Telefones. Hallo? Was ist denn das für ne murks. Das meiste läßt sich nur über ITunes machen, für alle Veränderungen braucht man einen Rechner. Also, problematisches transverieren von Daten auf das E7 ist Quatsch, geht über den Dateimanager wunderbar. Das IPhone ist sowas von eingeschränkt in den Zugriffsmöglichkeiten, dass es mich schon manchmal maßlos geärgert hat. Man kann keine Musik auf dem Gerät löschen, oder verschieben, alles was beim E7 völlig normal ist, zu behandeln wie im Windows. Also mein Fazit ist, als Business-Handy ist das E7 genial, das Iphone ist spielerei, was ja nichts schlimmes ist, aber nichts für den Beruf sondern die Freizeit.
    Letztendlich ist natürlich alles subjektiv, in den einem Testbericht ist das IPhone das Maß aller Dinge und in anderen Tests eben andere Geräte (siehe Samsung Galaxy)

  3. 3
    Oliver schreibt:

    Naja, mit der rosaroten Brille ist dasa so eine Sache … Klar war das iPhone nie als Business-Handy geplant, ist es aber inzwischen – auch wenn es die Antifangemeinde nicht gerne hört – inzwischen geworden. Schau Dich doch mal in Firmen um, da wird immer mehr von RIM auf Apple geswitcht. Nokia ist hier schon lange kein Thema mehr, auch das ist ein Grund, warum momentan so am Boden ist: ihnen fehlt im Smartphone-Markt eine Zielgruppe. Und Apple hat eine Zielgruppe „geerbt“, die man eigentlich so nie anvisiert hat.

    Was gibt es denn bei Nokia – noch – an Online-Anbindungen, eine Grundvoraussetzung für den Businesseinsatz. Cloud-Lösungen gibt es bei Symbian faktisch keine (weder Dropbox noch Wuala) – bei Apple alles kein Problem. Die Anbindung an Exchange-Server ist eine Krankheit (und das bestätigen sogar Nokia-Fans): Es gibt eine antiquierte Anbindung an Microsofts Exchange-Server, aber der Pushdienst hängt mitunter Stunden hinterher und ein Zusammenspiel von Mail, Kalender und Adressbuch ist nicht (mehr) vorhanden – bei meinem E72 gabs das zumindest noch im Ansatz. Auf dem iPhone ist das seit iOS 3 alles inclusive … und es funktioniert reibungslos.

    Deine vielgelobte, angebliche perfekte Anbindung von Nokia an den Windows-Explorer ist doch ein Witz. Ohne stundenlange Installation der Nokia-Software wird hier gar nichts im Arbeitsplatz erkannt. Und selbst dann sucht Windows bei jedem Anstöpseln noch nach irgendwelchen Treibern. Ohne die Nokia-Suite geht mal gar nichts.

    Ich gebe Dir recht, dass man durch die offizielle Anbindung an iTunes etwas eingeschränkt ist, aber zum einen gibt es inzwischen massig Software, die das Problem behebt und zum anderen kann man sich ja per Jailbreak daraus befreien. Mich stört diese Anbindung nicht, ich Synce mein iPhone alle vier Wochen mit meinem Rechner als Backup, alles andere mach ich direkt über das iPhone (ohne Jailbreak) – die Cloud machts möglich. Und die iTunes-Bindung stellt ein absolut perfektes Sicherungssystem zur Verfügung.

    Und mein iPhone löscht mir keine Musik oder irgendwelche Daten beim Sync’en – das kann man alles einstellen, nur so als Tipp ,,,

    Und ganz ehrlich. Samsung Galaxy würde ich nun wirklich nicht als Referenz nennen. Das Galaxy Tab ist ja nun eine einzige Lachnummer …

  4. 4
    Torsten schreibt:

    Hallo
    Bin selber seit kurzem Nokia E7 Besitzer.
    Das Handy ist Klasse. Die Apps und Spiele vollkommen ausreichend. Schau dir Dungeon-Hunter 2 HD, Assasins Creed HD, Racing Academy HD Videos und Bilder (nicht im Nahbereich) sind wie von Nokia gewohnt besser als beim I-Phone 4S. Und das Nokia N8 hat so oder so die allerbeste Kamerea von allen Handys am Markt. Und das selbst noch nach einem Jahr!
    Über V-Lingo kann das E7 auch Sprachkommandos, E-Mail Diktate etc. übers Internet – wie beim I-Phone 4S.
    Business mag ich nicht anfangen. Alles möglich. Mehrere Konten auch über Exchange Server etc., Netzwerke, PDFs Office…..

    Nokia verkauft Qualität – Apple verkauft Livestyle.
    Was konnte das erste I-Phone? Touchscreen und sonst absolut nix. Vergleich da mal das N95 – hatte vorm ersten I-Phone schon 5MP und Gratis-Navi.

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