Mai19
2016
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oder meine gewonnenen „Erkenntnisse“ mit bzw. in Vodafone-Shops

Von FYVE zu CallYa

Bislang hatte ich , Vodafones -Angebot, nie groß in Erwägung gezogen, bislang. Doch das hat sich nun geändert: Durch den aktuellen CallYa Tarif bekommt man für 10 EUR im Monat ein super -Paket: Vodafone-Flat, 200 Min/SMS in alle anderen deutschen Netze und 750 MB Highspeed-Volumen. Und dieses gibt es seit dem Frühjahr in maximaler -Geschwindigkeit (theoretisch 225 / 50 MBit/s). Somit ist Callya die einzige Prepaid-Option im Vodafone-Netz, die LTE anbietet.

Dazu kommt noch, dass Vodafone seine CallYa-Tarife seit 30.4.2016 in die EU-Roaming-Option mit aufgenommen hat, d.h., man kann seine Freiminuten und sein Datenvolumen ohne Mehrkosten auch im EU-Ausland nutzen, gerade für den anstehenden Sommerurlaub eine geniale Sache. Vorbei die Zeiten, in denen man sich im Sommerurlaub eine lokale Datenkarte kaufen muss oder die stets lahmen weil überfüllten und meist überteuerten Hotel WLAN-Netze für seine iPad nutzen muss. Ich werde mir dieses Jahr einfach vor dem Sommerurlaub eine zweite CallYa-Karte holen und diese mit 25 EUR aufladen. Dann habe ich erstmal für 10 EUR 750 MB LTE zur Verfügung. Und wenn das aufgebraucht ist, kann ich das Volumen aus dem Ausland aufstocken: weitere 250 MB für 4,99 EUR, 750 MB für 9,99 EUR oder 2 GB für 19,99 EUR.

Doch zurück zum eigentlichen Thema: Bislang war die SIM-Karte meines zweiten Telefons bei beheimatet. bietet auch günstige Tarife bzw. Tarifbausteine an und nutzt das gut ausgebaute Vodafone-Netz. Allerdings – aber das gilt für alle Provider, die Vodafone als Carrier für ihre Prepaid-Angebote nutzen – gibt es hier kein LTE, denn aktuell bietet Vodafone das LTE-Netz ausschließlich seinen eigenen Kunden an. Und inzwischen ist, vor allem auf dem Lande, LTE meist besser ausgebaut als UMTS bzw. HSPA. Ich kenne Teile im ländlichen Bayern, da habe ich gar kein UMTS/HSPA (nur Edge), dafür aber seit letztem Jahr vollen LTE-Empfang. Also beschloss ich, nach ziemlich genau 5 Jahren FYVE zu verlassen und zu Callya überzusiedeln – natürlich mit . Hier muss man jedoch einiges beachten und darüber hinaus gestaltete sich der Wechsel von FYVE zu Callya als nicht ganz einfach – es folgt ein Erfahrungsbericht.

Zuerst ist zu beachten, dass eine (anders als bei Laufzeitverträgen) nicht auf eine vorhandene SIM-Karte erfolgen kann, also auch nicht auf eine zuvor erhaltene Freikarte. Man muss also die direkt bei Vodafone vornehmen. Leider bietet Vodafone hier keine Möglichkeit an, dieses online durchzuführen, also bleiben nur zwei Alternativen: Shop oder Telefon.

Bevor man sich daran macht, muss man aber erstmal die Rufnummer für die Portierung freigeben lassen. Bei FYVE genügt hier ein Anruf beim Kundenservice mit der Bitte um eine Verzichtserklärung und Freigabe seiner Rufnummer zur sofortigen Portierung. Dieses lässt man sich per E-Mail bestätigen, dieses Schreiben benötigt man später. Ein noch vorhandenes Restguthaben kann man sich später auszahlen lassen. Dazu schickt man (dieses ist jedoch schriftlich notwendig) eine Kündigung des Kundenkontos mit der Bitte um Auszahlung des Restguthabens an FYVE – aber erst nach erfolgreicher Portierung. Zu beachten ist auch, dass für die Portierung ein Guthaben von 25 EUR vorhanden sein muss, da FYVE (und auch allen anderen Anbietern) die Portierung mit 25 EUR berechnet. Ist dieses Guthaben zum Zeitpunkt der Portierungsanfrage des neuen Anbietes nicht vorhanden, wird die Portierung abgelehnt und man muss mit dem Procedere von vorne beginnen. Wichtig ist auch, eine ggf. vorhandene automatische Auflade-Option für Guthaben zu deaktivieren.

Wenn alles erledigt ist – Nummer freigegeben, Guthaben aufgeladen und Bestätigung ausgedruckt, gings in Richtung Vodafone-Shop. Leider musste ich hier schnell und erschreckend feststellen, dass die meisten der VF-Shops nur als Shops auf -Basis arbeiten und die „Berater“ dort lediglich am Verkauf von Neugeräten oder Abschluss von Neuverträgen interessiert sind – was ordentlich Provision einbringt. Ich habe schon früher diese Erkenntnis gewonnen, dass Kundenservice-Probleme in Vodafone-Shops – sagen wir es mal nett – sehr ungern behandelt werden: Der Verkäufer ist längere Zeit mit einem nervenden Bestandskunden beschäftigt und kann in dieser Zeit nun mal nichts verkaufen. Allgemeine Vorstellung dieser -Shops: Der Kunde soll kaufen, und danach gefälligst die Klappe halten und bloß nicht mit irgendwelchen Fragen wiederkommen. Probleme kann und soll er mit dem telefonischen Kundenservice klären.

Leider scheint es in nur wenige „echte“ Vodafone-Shops zu geben, in denen einem wirklich als Bestandskunde geholfen wird und man sich nicht als störend empfindet. Die besten Erfahrungen in der Vergangenheit habe ich im Shop in der Friedrichstraße im Dussmann-Haus gemacht. Nun hatte ich gehofft, dass meine Rufnummern-Portierung auch einen Verkäufer eines anderen Shops zur Arbeit am Kunden motiviert – aber falsch gedacht. Mein erster Shop, den ich mit meiner Angelegenheit belästigt habe, ist der Vodafone-Shop im Gesundbrunnen-Center in Wedding. Mir war klar, dass es hier zu den o.g. „Problemen“ kommen kann (wer die Ecke kennt, weiß, welcher Schlag an Mensch hier arbeitet), aber es liegt auf meinem täglichen Weg Richtung Heim.

Nach 10 Minuten Wartezeit, weil einer der beiden Angestellten gerade Pause machte (er schaute zwar immer wieder kauend aus dem Kabuff raus und sah auch die Schlange an wartenden Kunden, aber das störte ihn wohl nicht), kam ich mit meinem Anliegen „Ich möchte gerne eine Callya-Karte, möchte aber meine Rufnummer von meinem alten Prepaid-Anbieter mitnehmen“ endlich ran. Herr Y. machte keinen großen Hehl daraus, dass er keine Lust hatte, sich mit meinem Anliegen zu beschäftigen: „Das können Sie doch online machen.“ – „Nein, das geht online nicht, da kann ich nur neue Karten bestellen, aber keine Rufnummernportierung.“ – „Doch, das geht.“  Nach etwas Diskussion und der Einsicht, dass das online so doch nicht geht, kam dann die Aussage von Herrn Y., dass sie im Shop gerade eine Systemstörung hätten und somit mir nicht helfen können und ich doch in einen anderen Shop gehen solle. Nur komisch, dass am Nachbartresen (die Pause war inzwischen beendet), ein Kunde einen neuen Laufzeitvertrag abschließen konnte, merkwürdige Systemstörung. Aber gut, ich hatte keine Lust, mich hier rumzustreiten (im Nachhinein ärgere ich mich) und bin gegangen.

Mein Weg nach Hause führte noch (mehr oder weniger) an zwei weiteren Vodafone-Shops in Pankow vorbei, die sich eigenartigerweise in der selben Straße befinden. Der eine nennt sich sogar „Business-Store“ – also versuchte ich mein Glück bei diesem Store im Rathaus-Center. Hier musste ich zwar nicht warten und wurde auch von einem Mitarbeiter ohne Migrationshintergrund bedient, aber dieser Herr machte aus seiner Unlust, mein Problem zu bearbeiten, gar kein großes Geheimnis. „Diese Portierung kostet 25 EUR.“ – „Ja, dass weiß ich, aber die zahle ich doch bei meinem alten Anbieter.“ – „Sie zahlen 25 EUR bei Ihrem alten Anbieter und 25 EUR bei uns.“ – „Seit wann denn das?“ – „So eine Portierung macht uns einen enormen Aufwand und eigentlich machen wir das bei Callya gar nicht.“ (… und überhaupt haben wir darauf gerade auch gar keine Lust.)

Ich war so geschockt, dass ich nichtssagend dem Typ mein Portierungssschreiben aus seiner Hand riss und den Laden sprachlos verließ. Ich glaube, dass das auch das beste so war, denn 5 Sekunden später wäre ich geplatzt und dann wäre es schmutzig geworden. Aber das ist doch echt der Hammer: Da kommt man als potentieller Neukunde in den Laden und wird so abgefertigt. Soll er doch gleich sagen, er will nur lukrative 10-Jahres-Knebelverträge abschließen und veraltete Samsung-Handys überteuert verkaufen.

Ich plante schon, am nächsten Tag in den Shop in die Friedrichstraße zu fahren, gab aber dem Vodafone-Shop gegenüber dem Rathaus-Center noch eine Chance, obwohl ich hier in der Vergangenheit schon schlechte Erfahrungen mit Service-Unlust gemacht hatte. Aber man sollte immer an die zweite Chance glauben und tatsächlich: hier wurde ich nett bedient und der Mitarbeiter war auch wirklich bereit, mir zu helfen und wollte dafür auch keine 25 EUR haben. Das klingt jetzt sarkastisch, aber daran hatte ich schon gar nicht mehr geglaubt.

Jedoch nun die nächste Hürde. Beim Eingeben meiner Daten konnte er FYVE als Anbieter nicht finden. Laut seiner Meinung war das Problem, dass FYVE im Vodafone-Netz arbeitet (auch daran zu erkennen, dass im Telefon auch „Vodafone.de“ als Anbieterkennung angezeigt wird) und daher eine Portierung netzintern, also von Vodafone zu Vodafone, nicht möglich sei. Der Mensch hat sich wirklich bemüht, aber wir kamen an dieser Stelle nicht weiter. Er gab mir den Tipp, meine Nummer zuerst in ein fremdes Netz zu portieren und dann direkt danach wieder zu kommen. Da sich die Nummer dann außerhalb von Vodafone befände, wäre dann eine Überführung ins VF-Netz problemlos möglich.

Na gut, das scheint also wirklich der einzige Weg zu sein. Wäre natürlich machbar, dauert aber mind. doppelt so lange und kostet mich auch zusätzliche 25 EUR, da ja insgesamt zwei Portierungen notwendig sind. Ich fand dann Simyo als Anbieter (nutzt E-Plus): Hier könnte man die Portierung auch online durchführen, außerdem erhalten „Wechsler“ 25 EUR Startguthaben. Somit hätte ich zumindest keine doppelten Kosten, nur den Mehraufwand.

Zuhause angekommen, ließ mir die ganze Sache keine Ruhe und ich rief beim „Callya-Team“ (der Callya-Kundenbetreuung) an, womöglich kannten sie einen Weg. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass ich der erste Mensch sei, der von FYVE zu Callya wechseln möchte. Und tatsächlich, mir wurde geholfen. Hätte ich das gewusst, hätte ich mir die Abenteuer in den VF-Shops sparen und ersparen können.

Die nette Dame am Telefon nahm meine Daten auf und wusste auch, dass FYVE nicht „FYVE“ in der Anbieterliste heißt, sondern „. Vermutlich hätte ich mit dieser Info auch Erfolg im dritten meiner besuchten Vodafone-Shops gehabt: Wer also diese Portierung von FYVE vornehmen lassen möchte, für den die Info, dass FYVE in der Anbieterliste als

allmobility WBS Brands“ (Vodafone GmbH) mit dem Dienstanbieterkürzel / Whitelabel „CYWL

aufgeführt ist. Wichtig ist auch, dass man bei der Neuanmeldung exakt die selben Stamm- bzw. Kontaktdaten angibt, wie beim alten Anbieter, also exakt den gleichen Namen und Adresse und das korrekte Geburtsdatum.

Eine Portierung sei also problemlos möglich und die Dame versprach mir, sich bei mir zu melden, sobald die Portierung bestätigt sei und ein Datum feststehe. Nach zwei Tagen kam dann der versprochene Rückruf und mir wurde der Termin in der folgenden Woche genannt. Die neue SIM-Karte hatte ich am nächsten Tag bereits im Briefkasten. Am Tag der Portierung war dann gegen 10 Uhr mein Handy „offline“ („kein Netz“): also alte Karte raus, neue Karte rein und auf den Netz-Login warten. Dann erschien auch schon „4G“ neben der Anbieterkennung. Nach dem Aufladen des Guthabens (habe mir vorher an der Tanke eine Vodafone--Karte gekauft) wurden die 9,99 EUR abgebucht und mein neuer Tarif startete. Nun bin ich mal gespannt, ob das EU-Roaming im Sommerurlaub wirklich so klappt, wie in der Werbung versprochen. Aber eines steht fest: Um Vodafone-Shops mache ich in nächster Zeit erstmal einen Bogen. Da wende ich mich lieber an den telefonischen Kundenservice von Vodafone, mit dessen Arbeit bin ich rundum zufrieden, sowohl Callya- als auch Vertragsbetreuung.

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Geschrieben von Oliver Hartwich
Erschienen am Donnerstag, den 19. Mai 2016 um 09:16 Uhr | 55.369 Besuche
Abgelegt unter Mobilfunk

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4 Kommentare zum Beitrag “Umzug von FYVE zu Vodafone CallYa – ein kleines Abenteuer”

  1. 1
    Fritz schreibt:

    :-)

    Musste beim Lesen des Artikels grinsen, da mir das sooo bekannt vorkommt. Habe das ähnlich erlebt, als ich meine Adressdaten im Vodafoneshop ändern lassen wollte. Mir war es am Ende fast peinlich, dass ich den Herrn hinterm Tresen damit belästig habe.

    Aber nicht nur bei Vodafone sitzen in den Stores solche Honks, sondern auch in den Shops anderer Mobilfunk-Anbieter. Telekom geht da noch halbwegs, ganz schlimm ist bzw. war es bei E-Plus: so schlecht, wie ihr Netz war, so schlecht waren auch die Mitarbeiter im Shop.

  2. 2
    Sus schreibt:

    Danke für diesen Artikel! Super, dass so es klappt, wenn es schon die mal mehr, mal weniger freundlichen Callya-Hotline-Mitarbeiter es einfach nicht gebacken kriegen! Was bin ich froh, dass ich mich nicht mal in einen Shop begeben habe, weil ich bei meinem wöchentlichen Anruf immer dachte, es würde jetzt ganz sicher funktionieren. Letztlich hat es nur fast 6 Wochen gedauert und 3 Wochen ohne Internet, aber ohne diesen Artikel hätte es bestimmt noch viel länger gedauert. :-) Danke

  3. 3
    Günter schreibt:

    Ja, diese Franchise-Shops sind das letzte. Habe gestern eine CallYa-Karte (keine Rufnummern-Mitnahme) in solch einem Shop kaufen wollen. Normalerweise (Online-Shop) kostet diese Karte knappe 10 Taler und aktuell bekommt man 10 EUR Startguthaben (Callya Special mit 1 GB).

    Ich wollte dann gleich noch 25 EUR Guthaben aufladen. Laut meiner Rechnung müsste ich demnach 35 EUR bezahlen und hätte dann 35 EUR Guthaben auf der neuen Karte. Aber falsch gedacht: Die dumme Trude im Shop in Berlin-Weißensee (rotzfrech – ich bin am überlegen, ob ich mich bei Vodafone über diese „Service-Kraft“ beschwere, aber das bringt ja wohl eh nichts) wollte 40 EUR haben – 15 EUR für die Karte (obwohl sie 9,95 EUR kostet) und die 25 EUR Aufladung. Ohne mich zu fragen, hat sie dann gleich die Karte aktiviert (ich wollte das tagespäter machen, wenn ich mein neues iPhone erhalten habe).

    Zuhause habe ich die Karte dann in mein altes Telefon gesteckt, um zu schauen, ob diese tatsächlich schon aktiv ist. Aktiv war die Karte, 9,95 EUR waren abgebucht – und Restguthaben 15 EUR. Wo waren die 10 EUR Startguthaben? Zurück im Shop wurde die Tante dann richtig pampig: „Na 25 minus 10 macht doch 15 EUR“. Ja das war mir klar, aber wo war mein Startguthaben? „Das wurde verrechnet“ – die 15 EUR sind eine Service-Gebühr für die Registrierung der Karte, das haben wir für Sie gemacht – das müssten Sie online selber machen.“ – Stimmt ja, meine Karte wurde ja ohne Nachfrage direkt im Shop aktiviert …

    Ich habe es aufgegeben, da noch weiter rumzustreiten. Ich kann nur jedem empfehlen, um diese „Franchise“-Shops einen riesen Bogen zu machen, die wollen Euch nur mit dubiosen „Service-Gebühren“ abzocken. Entweder zu einem richtigen Vodafone-Shop gehen, oder das gleich selber im Internet bestellen.

  4. 4
    Sascha schreibt:

    Inzwischen gibt es bei Vodafone eine Portierungs-Hotline(zu finden über die CallYa Hilfe Seiten), über die eine Bestellung und Rufnummermitnahme einfach und schnell funktioniert.

    Bei der Vodafone Bestellhotline war das ganze komischerweise trotz Rückfrage der Dame bei ihrem Chef leider nicht möglich.

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