Feb26
2017
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Prepaid-Tarife von Vodafone und Telekom im Vergleich

-Tarife von Vodafone und Telekom im Vergleich

Vor kurzem hat Vodafone seinen erfolgreichen Prepaid-Tarif CallYa Smartphone Special aktualisiert und bietet hier nun 1 GB -Inklusivevolumen (mit App-Nutzung sogar 1,1 GB). Es war also nur eine Frage der Zeit, bis die Telekom hier nachzieht und seinen Prepaid-Tarif entsprechend anpasst. Das ist nun geschehen und aktuell bewirbt die Telekom ihre neuen Prepaid-Angebote mit der inzwischen schon mehr als abgedroschenen Aussage „im besten Netz“ (auf der Verpackung der SIM-Karte heißt es dann nur noch kleinlaut „Im besten Telekom-Netz“). Ob nun das Netz von Vodafone oder die Telekom die Nase vorn hat, darüber sollte sich jeder selber ein Urteil fällen: Meiner Meinung liegt im Bereich LTE-Abdeckung Vodafone immer noch vorne – ich nutze beide Netze intensiv in und auch deutschlandweit. Es gibt Regionen, da ist Vodafone klar besser, dann gibt es wieder Gebiete, da bietet die Telekom eine bessere Abdeckung.

Mir geht es hier aber nicht um einen solchen Vergleich, sondern ich möchte mir gerne mal die beiden Prepaid-Angebote von Vodafone und der Telekom genauer anschauen und vergleichen. Inzwischen bieten beide – Vodafone mit CallYa und die Telekom mit den MagentaMobil Start-Tarifen – eine LTE-Anbindung mit maximal verfügbarer Bandbreite und „“ – also die Nutzung der Inklusiv-Leistungen des Tarifs auch im EU-Ausland – an. Aber das Stichwort ist „Inklusiv-Leistungen“, da geht das Angebot doch klar auseinander.

„LTE“ bei der Telekom und „4G“ bei Vodafone. Beide Kürzel bezeichnen die Verbindung zum LTE-Netz des Anbieters.

„LTE“ bei der Telekom und „“ bei Vodafone. Beide Kürzel bezeichnen die Verbindung zum LTE-Netz des Anbieters.

Telekom

Die Prepaid-Tarife der Telekom (Stand: 24.2.2017)

Die Prepaid-Tarife der Telekom (Stand: 24.2.2017)

Die Telekom bietet insgesamt 4 Tarife – XS, S, M und L an, wobei der MagentaMobil Start XS die Bezeichnung „Tarif“ nicht wirklich verdient. Hier zahlt man eigentlich für nichts 2,95 EUR im Monat. Man bekommt dafür eine Telekom-Flat (Telefon und SMS, die immerhin auch aus der EU gilt). Eine Datenflat gibts nicht, man darf hier für 2,99 EUR 25 MB (!!!) dazu buchen, die dann einen Tag gelten. Was das soll, ich mir auch nicht ganz klar … Gesprächsminuten und SMS in andere deutsche Netze kosten je 9 Cent.

Eine solche Flat in ein Netz (bzw. zu einem Anbieter) ist einfach nicht mehr zeitgemäß, zumal man heute nicht mehr anhand der Vorwahl erkennen kann, in welchem Netz sich der gewünschte Gesprächspartner befindet. Man müsste hier vor jedem Anruf mittels einer entsprechenden App das Netz abfragen, damit man nach einem längerem Plausch nicht plötzlich ohne Prepaid-Guthaben dasteht.

Die Tarife Mobil Start S, M und L sind leistungstechnisch identisch und unterscheiden sich nur im enthaltenden Highspeed-Inklusiv-Volumen. Was alle drei bieten:

  • Flat ins Telekom-Netz für Telefonie und SMS
  • Minute und SMS in andere deutsche Netze (inclusive Festnetz) 0,09 EUR
  • Telefonie zu einer persönlichen Festnetz-Nummer, auch ohne Guthaben (auch aus dem EU-Ausland)
  • EU-Roaming für Daten und Telekom-Anrufe sowie -SMS
  • Hotspot Flat

Die Tarife bieten folgendes LTE-Volumen und kosten für je 28 Tage:

MagentaStart S: 150 MB für 4,95 EUR

MagentaStart M: 1 GB für 9,95 EUR

MagentaStart L: 1,5 GB für 14,95 EUR

Zusammenfassend kann man sagen, dass der MagentaMobil Start S überteuert und eigentlich unbrauchbar ist: für 5 EUR bekommt man bei anderen Anbietern viel mehr Leistung und Volumen. Der M-Tarif bietet ein sehr gutes Preis/Leistungsverhältnis. Darüber hinaus hat man die Möglichkeit, sein Inklusiv-Volumen aufpreispflichtig zu erhöhen, dazu später mehr.

Hotspot Flat

Telekom Outdoor Hotspot an einem öffentlichen Telefon

Telekom Outdoor Hotspot an einem öffentlichen Telefon

Interessant ist die Hotspot Flat. Diese war bis vor einiger Zeit noch in allen Telekom-Verträgen (Festnetz und Mobil) inklusive. Leider hat sich die Telekom dann überlegt, wie man damit noch mehr Geld verdienen kann und hat diese aus den Verträgen verbannt. Es gab sie dann nur noch in einigen Tarifen gegen Aufpreis – leider einer bekannte Telekom-Politik. Inzwischen ist die Hotspot Flat aber wieder bei einigen Laufzeitverträgen inklusive.

Diese Hotspot Flat erlaubt das Nutzen aller deutschen Telekom-Hotspots. Diese findet man vor allem in Hotels, an Bahnhöfen, in Fastfood-Ketten, Flughäfen aber auch immer mehr im öffentlichen Straßenraum (z.B. im Umkreis von „Telefonzellen“ – auch wenn das heute keine Zellen mehr sind). Die Hotspot Flat ist eine sehr nützliche Sache. Verwunderlich nur, dass die Telekom diese Inklusive-Leistung in den Prepaid-Tarifen anbietet. Anscheinend kauft keiner mehr diese Option in Laufzeitverträgen. Jedoch traue ich dem Frieden nicht und würde mich nicht wundern, wenn das nur ein Lockangebot ist und diese Inklusive-Leistung zeitnah wieder aus den MagantaStart-Tarifen verschwindet oder auch hier aufpreispflichtig wird.

Wichtig ist, dass die Hotspot Flat nach Aktivierung der SIM-Karte und Start des Tarifs per SMS aktiviert werden. Danach kann die Flat am einfachsten über die OnlineManager App verwendet werden. Diese ist dann nicht an das „Telekom-Handy“ gekoppelt, sondern die Zugangsdaten können dann auch jedem internetfähigen Gerät (Laptop, Tablet, Smartphone) verwendet werden. 

Vodafone CallYa

Die Prepaid-Tarife von Vodafone (Stand: 24.2.2017)

Die Prepaid-Tarife von Vodafone (Stand: 24.2.2017)

Schauen wir uns die CallYa-Tarife von Vodafone an. Vodafone bietet drei Tarife an, wobei aber nur einer mit den MagentaMobil Start-Tarifen vergleichbar ist: Vodafone CallYa Smartphone Special. Dieser ist ähnlich dem Magenta Mobil Start M. Beide bieten 1 GB LTE-max Volumen und kosten einen knappen Zehner für 4 Wochen. Nicht verbrauchtes Volumen verfällt bei beiden Anbietern nach dieser Laufzeit.

CallYa Smartphone Special bietet folgendes:

  • 1 GB LTE-Volumen (100 zusätzliche MB bei Nutzung der MeinVodafone-App)
  • Flat ins Vodafone-Netz für Telefon und SMS
  • 200 Minuten oder SMS in alle sonstigen deutschen Netze (incl. Festnetz)
  • EU-Roaming für alle Inklusive-Leistungen (Daten und 200 Min/SMS-Pool)
  • Kosten 9,99 EUR für 4 Wochen

Neben Smartphone Special bietet Vodafone noch den CallYa Smartphone und den CallYa Talk&SMS. Die Allnet Flat ist im Grunde identisch zum Smartphone Special, hier gibt es zusätzlich eine Flat für SMS und Telefon in alle deutschen Netze. Inklusive-Volumen ist ebenfalls 1 GB (bzw. 1,1 GB):

  • 1 GB LTE-Volumen (100 zusätzliche MB bei Nutzung der MeinVodafone-App)
  • Flat in alle deutschen Netze für Telefon und SMS
  • EU-Roaming für alle Inklusive-Leistungen (Daten, Telefon und SMS)
  • Kosten 22,50 EUR für 4 Wochen

Keine Grundgebühr

Ideal für Wenigtelefonierer oder Zweithandys, welches nur erreichbar sein soll, ist der CallYa Talk&SMS.

  • Zubuchbares Datenvolumen mit LTE (maximal mögliche Bandbreite)
  • 0,09 EUR pro Minute oder SMS in alle deutschen Netze für Telefon und SMS
  • EU-Roaming für zubuchbare Datenoptionen
  • keine Grundgebühr

Der Vorteil ist: keine Grundgebühr, man ist dennoch per Handy erreichbar und man kann auch telefonieren, Abrechnung pro Minute. Wenn man also etwa eine Stunde im Monat telefoniert (0,09 x 60 = 5,40 EUR), ist das eine günstige Alternative zum 10 EUR Tarif. Wenn man merkt, man kommt doch nicht hin, kann man jederzeit auf den Smartphone Special wechseln. Auch ein Wechsel zurück in den Talk&SMS ist jederzeit möglich.

Zusatzoptionen

Vodafone und Telekom bieten Zusatzoptionen an, mit denen man seinen Kontingent einmalig upgraden kann. Die Telekom bietet hier lediglich Datenoptionen an, die preislich aber relativ happig sind: Das Datenpass SpeedOn S bietet zusätzlich 250 MB für einen Monat. Dies Zusatzoption kostet 4,95 EUR. SpeedOn M bringt 500 MB Inklusive-Volumen für 7,95 EUR, SpeedOn L 750 MB für 9,95 EUR. Gebucht werden können diese Optionen einfach über die Webseite pass.telekom.de, auf der auch das aktuell noch zur Verfügung stehende Inklusive-Volumen abgefragt werden kann. Außerdem wird hier dem Nutzer ein Speed-Test angeboten.

 

Die Datenpässe der Telekom

Die Datenpässe der Telekom

 

Die Zusatzoptionen von Vodafone CallYa

Die Zusatzoptionen von Vodafone CallYa

Die App „OnlineManager“ bietet die gleichen Dienste wie die pass.telekom.de-Webseite an. Darüber hinaus kann man hier noch Hotspots suchen und seine Hotspot Flat-Zugangsdaten hinterlegen. Wenn diese App im Hintergrund läuft, wird automatisch nach zur Verfügung stehenden Hotspots gesucht und zu diesen automatisch eine Verbindung hergestellt. Somit ist man stets mit verfügbaren Hotspots automatisch verbunden. Telefonie-Optionen werden bei der Telekom leider nicht angeboten.

Vodafone bietet sowohl Daten- als auch Telefonie-Optionen an. 100 Minuten oder SMS in alle deutschen Netze kosten 4,99 EUR, 500 Minuten bzw. SMS kosten 9,99 EUR. Für 2,99 EUR kann man als Talk&SMS Nutzer eine Vodafone-Flat dazu buchen. Wer sein Datenvolumen aufstocken möchte (oder Volumen im Talk&SMS Tarif benötigt), der kann 150 MB für 2,99 EUR, 500 MB für 5,99 EUR, 1 GB für 9,99 EUR, 2 GB für 19,99 EUR oder 4 GB für 29,99 EUR buchen.

Diese Optionen gelten für 4 Wochen und sind auch im EU-Ausland nutzbar, man kann also sein Kontingent auch bequem im Urlaub nutzen oder sich für den Sommerurlaub einfach eine Callya-Karte kaufen und somit günstig am Strand surfen oder telefonieren. Buchbar sind diese Optionen per SMS, über die MeinVodafone-App oder direkt im Internet im MeinVodafone-Bereich der vodafone.de Seite. Außerdem gibt es noch Internationale Optionen, die hier aber nicht genauer beschrieben werden. Besonders praktisch sind die Datenoptionen für den Talk&SMS Tarif, hier kann man sich für wenig Geld ein kleines Inklusive-Volumen dazu buchen.

Lieferzeiten & -kosten

Vodafone liefert die bestellte Karte (neue Rufnummer, ohne Rufnummernmitnahme) innerhalb von zwei Tagen in den Briefkasten. Bezahlung erfolgt bequem und kundenfreundlich versandkostenfrei per Rechnung. Die Telekom hat es da nicht so eilig und langt noch bei den Gebühren kräftig zu. Bestellung war erst nach 5 Tagen geliefert – „schnelle Lieferung“ ist anders. „Aus technischen Gründen“ war eine Zahlung per Kreditkarte nicht möglich, es ging nur per Nachnahme (Aufpreis 4,95 EUR). Leider wieder typisch Telekom: Überall noch die Hand aufhalten und den Kunden melken. Zahlung per Rechnung? Bei Telekom Fehlanzeige.

Die Vodafone-Callya-Karte ist nach Erhalt direkt einsatzfähig, einfach online-aktivieren und starten. Bei der Magenta-Karte ist das nicht so einfach. Die Online-Aktivierung ist wohl für Prepaid-Karten nicht möglich. Die Hilfe beim Online-Chat ist zum Vergessen – nach 20 Minuten Warteschleife und 3 Weiterleitungen in die „Fachabteilung“ (natürlich musste ich jedes Mal mein Anliegen neu schildern) kam dann die Aussage, dass das nur telefonisch ginge – und das Theater begann. Insgesamt 10x angerufen, 10x bekam ich eine neue „Unterstützung“: Von „Systemfehler, der eine Aktivierung momentan nicht ermöglicht“ über „Aktivierung geht nur im Telekom-Shop“ bis „bitte rufen Sie xxx an“ war alles dabei – bei jedem Anruf gab es eine neue Geschichte. Am Ende stellte sich heraus, dass sich die Karten binnen 24 Stunden nach Erhalt selber aktivieren. Diese Info konnte mir keiner der 10 Kundenbetreuer am Telefon geben – mehr als peinlich !!!

Außerdem sollte die neue Telekom-Karte nach Aktivierung in ein Handy eingelegt werden (auch wenn diese eigentlich in einem Tablet oder Datengerät verwendet werden soll): Für die Verknüpfung der neuen Rufnummer mit dem Kundencenter wird eine SMS versendet. Bei Vodafone ist dieser SMS-Versand für die Verknüpfung nicht nötig, hier kann die Karte direkt in das gewünschte Endgerät gesteckt werden und dann die Nummer mit dem MeinVodafone-Account verknüpfen.

Mein Tipp für Vodafone-CallYa Interessenten: Holt Euch die Karte über das Internet oder telefonisch (bei gewünschter Rufnummernmitnahme am besten telefonisch über das CallYa-Team). Die meisten der Vodafone-Shops sind Franchise-Unternehmen, die nur darauf aus sind, dem Kunden das Geld aus der Tasche zu ziehen (ich habe meine Erfahrungen im letzten Jahr gemacht). Hier wird beim Kauf einer CallYa-Karte ein „Service-Aufschlag“ (zwischen 10 und 25 EUR) abgeknöpft – für den Service des „Registrieren“ der neuen SIM-Karte. Bei einem Testkauf in Berlin-Weißensee wurde dazu noch das Startguthaben (10 EUR) nicht aktiviert. Dazu sind die Leute in diesen Franchise-Shops meist nur dann freundlich, wenn es ums Verkaufen geht. Kommt man am nächsten Tag mit einer Frage bzgl. der neuen Karte wieder in den Shop, wird man mit dummen und frechen Antworten beinahe aus dem Shop geekelt. 

Aufladung

Die Guthaben-Aufladung erfolgt bei Vodafone per Guthabenkarte (Tankstelle, Supermarktkasse, Drogerie, …), Online-Aufladung oder „Komfort-Aufladung“ (automatische Aufladung) per Lastschrift. So wird immer das passende Guthaben abgebucht und man steht nie mit leerem Konto da. Das geht am einfachsten im Internet (https://aufladen.vodafone.de) oder über die App „MeinVodafone“.

Ein Feature, was Vodafone anbietet, die Telekom hingegen nicht, die der „Guthaben-Transfer“. Hiermit kann man zwischen Callya-Nummern Guthaben übertragen.

Das Aufladen bei den Magenta-Tarifen erfolgt neben Guthabenkarten über das Internet (https://www.telekomaufladen.de/) oder per App. Leider ist hier eine weitere App nötig. Schade, dass die Aufladefunktion nicht im Online-Manager integriert und hier eine zusätzliche App auf dem Handy nötig ist. Auch hier ist die automatische Aufladung möglich.

App-Support

Bei Vodafone benötigt man für die Verwaltung der Prepaid-Karte nur eine zentrale App – für die Tarif- und Vertragsübersicht, Highspeed-Volumenanzeige, Tarifwechsel, Guthabenkontrolle und Aufladung. Bis vor einigen Monaten gab es bei Vodafone die „MeinVodafone“-App für Laufzeitverträge und die „MeinCallYa“-App für Prepaid-Nummern. Inzwischen wurde der CallYa-Support auch in die MeinVodafone-App integriert, so dass nun wirklich alle Vodafone-Kunden nur noch eine einzige App benötigen. Inzwischen wurde sogar der SpeedTest mit integriert, so dass diese separate App auch nicht mehr nötig ist.

So bequem geht es bei der Telekom nicht: Hier sind leider drei Apps nötig: „MagentaSERVICE“ für die Vertragsbetreuung und Restguthabenanzeige, „OnlineManager“ für Volumenabfrage, Speedtest und die Verwaltung der Hotspot Flat und „Prepaid Aufladung“ für das Auffüllen des Guthabens.

Leider gibt es von Vodafone kein Widget für den Heute-Bildschirm unter iOS. Wer hier sein verfügbares LTE-Volumen stets im Überblick haben möchte, muss hier auf ein entsprechendes Widget (z.B. DataTrackr) zurückgreifen. Der OnlineManager der Telekom hingegen bietet dieses Widget in der App mit an.

MeinVodafone App für alle Vodafone-Mobilkarten (Laufzeit und Prepaid). Mit dieser lassen sich alle Aufgaben erledigen, vor allem das schnelle Umschalten zwischen den Tarifen und das Zubuchen von Tarifoptionen sind sehr praktisch. Leider gibt es kein zugehöriges Widget für den Heute-Bildschirm.

MeinVodafone App für alle Vodafone-Mobilkarten (Laufzeit und Prepaid). Mit dieser lassen sich alle Aufgaben erledigen, vor allem das schnelle Umschalten zwischen den Tarifen und das Zubuchen von Tarifoptionen sind sehr praktisch. Leider gibt es kein zugehöriges Widget für den Heute-Bildschirm.

 

Bei der Telekom gibt es keine zentrale App für alle Aufgaben, sondern man muss drei verschiedene Apps installieren: OnlineManager, MagentaSERVICE und Prepaid Aufladung. Ein Tarifwechsel über eine der Apps ist leider nicht möglich. Der OnlineManager bietet ein Widget für den Heute-Bildschirm von iOS.

Bei der Telekom gibt es keine zentrale App für alle Aufgaben, sondern man muss drei verschiedene Apps installieren: OnlineManager, MagentaSERVICE und Prepaid Aufladung. Ein Tarifwechsel über eine der Apps ist leider nicht möglich. Der OnlineManager bietet ein Widget für den Heute-Bildschirm von iOS.

Unterschiede & Zusammenfassung

Bei den Telekom-Tarifen sind aus meiner Sicht nur der Magenta Mobil Start M und L Tarif interessant. Leider fehlen hier Minutenpakete. Bei Vodafone ist vor allem der Smartphone Special spannend. Aber auch der Talk und SMS ist interessant, wenn man eine SIM-Karte ganz ohne Grundgebühr sucht, zum Beispiel für ein Zweithandy im Auto oder ein Tablet oder Wifi-Router, wo man dann bei Bedarf einfach ein LTE-Volumenpaket dazu bucht.

Ich selber nutze in meinem Zweithandy den Smartphone Special. Wenn ich das Handy mal nicht aktiv benötige, wechsle ich einfach in wenigen Sekunden ohne Kosten per App in den kostenlosen Talk&SMS. Dann ist der Tarif quasi pausiert und es fallen keine Kosten an – die Nummer ist aber weiterhin erreichbar und ich kann auch telefonieren (für 9 Cent). Wenn ich das Telefon dann würde häufiger brauche, aktiviere ich wieder für 4 Wochen den Smartphone Special. Benötige ich nur Datenvolumen, buche ich einfach ein entsprechendes Paket über die App. 

Diese Flexibilität fehlt bei der Telekom leider komplett – es ist also beachten zu, das man bei der Telekom keine Möglichkeit hat, seinen Tarif zu pausieren oder zu switchen. Wenn man die Karte einmal aktiviert hat, muss jeden Monat eine Grundgebühr abgedrückt werden, auch wenn man die Karte/Nummer für eine Zeit gar nicht nutzen möchte. Das ist ein großer Nachteil des Telekom-Angebots – ebenso wir das fehlende Minutenpaket für Telefonie und SMS.

Beide Anbieter bieten für ihre Prepaid-Karten. Wem also beide Netze zur Verfügung stehen, der sollte sich als Smartphone-Nutzer den Vodafone-Tarif Smartphone Special anschauen: 1 GB und 200 Minuten in alle Netze, fürs Vodafone-Netz sogar eine Flat und EU-Roaming – für knappe 10 EUR.

Vergleichbar ist der Telekom Magenta Mobil Start M: Auch dieser kostet knappe 10 EUR und bietet 1 GB LTE-Volumen und EU-Roaming. Leider bietet die Telekom kein Telefon-Volumen an (abgesehen von der Telekom-Flat und der mehr oder weniger unsinnigen Flat zu eine Festnetz-Nummer), so dass man als Smartphone-Nutzer mit 10 EUR im Monat nicht auskommen wird. Aufgrund der Hotspot-Flat bietet sich der MagentaStart M daher vor allem als Datentarif für Tablets und Mobile Router an: Hier braucht man keine Telefonie-Optionen und die Hotspot Flat erweist sich als überaus nützlich für Datengeräte, da man so seine LTE-Volumen unterwegs schonen kann.

Auch wenn die Telekom nun nachgelegt hat, bietet Vodafone mit unterschiedlichen Optionen das bessere Gesamtpaket. Vor allem der CallYa Smartphone Special ist ein perfektes Smartphone-Paket, das man ohne weitere Kosten mit seinem Telefon nutzen kann: 200 Minuten, also über 3 Stunden in alle Netze und 1 GB Volumen sollten für die meisten Gelegenheitstelefonierer ausreichen. Außerdem bietet Vodafone durch die zahlreichen Zusatzoptionen einen idealen Baukasten, womit man jederzeit sein Kontingent erweitern kann, ohne ein Abo abschließen zu müssen. Für 10 Euro alle 4 Wochen bekommt man hier ein gutes Komplettpaket, welches ohne zusätzliche Ausgaben auskommen sollte.  Auch das problemlose Switches zwischen den Tarifen und das Pausieren durch das Aktivieren des Talk&SMS Tarif ohne monatliche Grundgebühr ist ein riesiger Vorteil von CallYa – all das fehlt beim Telekom-Angebot.

Wer sich heute einen mobilen Router anschaffen möchte, sollte darauf achten, dass dieser 4G/LTE fähig ist. Denn ab 2020 wollen die Mobilfunkanbieter damit beginnen, die veralteten UMTS/HSPA-Netze schrittweise abzuschalten. Wer einen mobilen WLAN-Router nur gelegentlich einsetzen will und diesen nicht im Dauereinsatz betreibt, für den ist eine Prepaid-Karte genau das richtige. Einige dieser Router bieten eine spannende Zusatzfunktion: einen WLAN-Extender. Mit dem kann man ein vorhandenes, nutzerlimitieres WLAN-Netzwerk (z.B. ein WLAN-Account für Hotelgäste, wo man meist pro Gerät bezahlen muss, oder einen Telekom Hotspot) auf mehrere Endgeräte erweitern: Man verbindet hierzu den Router mit dem entsprechenden WLAN und meldet sich dann mit seinen Endgeräten am WLAN des Mobilen Routers an.

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Geschrieben von Oliver Hartwich
Erschienen am Sonntag, den 26. Februar 2017 um 16:25 Uhr | 89.641 Besuche
Abgelegt unter Mobilfunk

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7 Kommentare zum Beitrag “Prepaid im Vergleich: Vodafone CallYa vs. Telekom Magenta Mobil Start”

  1. 1
    Georg schreibt:

    Vielen Dank für diesen Vergleich. Kannst Du mir einen mobilen Router empfehlen?

    gg

  2. 2
    Oliver schreibt:

    Ich nutze den Huawei E5377s-32 (http://amzn.to/2lge47n). Dieser hat auch die angesprochene Extender-Funktion. Verwalten lässt er sich über eine Weboberfläche oder per App auf dem Smartphone.

    Inzwischen gibt es ein Nachfolgemodell, den Huawei E5577. Ob der auch die Extender-Funktion besitzt, weiss ich aber nicht.

  3. 3
    Ikcy schreibt:

    Kleine Ergänzung: Man kann auch bei der Telekomkarte den Tarif umbuchen: das geht über das Kundencenter im Internet.

    Auch Vodafone bietet ja inzwischen einen Hotspot Flat an, hier hat man dann Zugriff auf die „offiziellen“ Vodafone Hotspots und die privaten Vodafone Homespots. Die Verbreitung ist inzwischen sehr gut, es fehlen natürlich Outdoor-Spots, da Vodafone ja keine Telefonzellen betreibt (oder betreiben muss …)

    Aktuell kann man diese Hotspot Flat nur bei bestimmten Verträgen aufpreispflichtig dazubuchen oder für 20 EUR pro Monat kaufen. Schade, dass Vodafone diese Flat nicht auch über die Prepaid-Karte anbietet, das wäre ein extremer Mehrwert für die CallYa-Karten.

  4. 4
    Klaus schreibt:

    Hallo, ich habe vor kurzem den Wechsel von o2 zum Magenta M gemacht, ich nutze die Karte im Wechsel im iPhone und ggf. auch in meinem Tablet. Die Rufnummernmitnahme war kein großes Problem: Man fühlt online die Bestellung aus und gibt die Rufnummer an (bei Telekom funktioniert die Online-Portierung). Zuvor sollte man die Verzichtserklärung beim alten Provider einreichen und die Wechselgebühr als Guthaben bereits stellen. Bei mir hat es im ersten Anlauf nicht geklappt, weil O2 die Nummer nicht rechtzeitig freigegeben hat. Nach einem Anruf bei der inkompetenten O2-Kundenhotline hat es dann geklappt. Zweiten Anlauf (einfach bei Telekom angerufen) geklappt, es gibt dann ne SMS der Telekom mit dem Umschlagtermin (bei mir war es eine Woche später). Am nächste Tag wurde die Karte versendet. Hier ist darauf zu achten, dass man persönlich zu hause ist (Ehefrau genügt hier dem Postboten nicht …), da DHL hier den Perso sehen will. Wie schon von Oliver geschrieben, ging auch bei mir nur „Nachnahme“ – also noch 4,95 EUR extra an die Telekom abdrücken. Eigentlich ne Frechheit, aber wer von O2 kommt, ist Kummer gewohnt – es kann nur besser werden …

    Ich hab dann mit DHL einen zweiten Zustelltermin auf dem Samstag ausgemacht, Eile hatte ich ja nicht, da die Umschaltung eh erst am folgenden Mittwoch erfolgte. Da ich Olivers Erfahrungen vorher studiert und auch den Trouble mit der Aktivierung gelesen hatte, war ich mir nicht sicher, wann diese 24-Stundenfrist beginnt. Also habe ich zur Sicherheit einfach die neue SIM-Karte in ein Telefon gesteckt – in der Hoffnung, dass damit die 24 Stunden angestoßen werden und ich nicht noch am Mittwoch zur Umstellung 24 Stunden warten muss. Danach („kein Netz“ – wie vermutet) Karte wieder raus und warten …

    Mittwoch früh war dann meine alte Karte offline – Kartentausch vorgenommen und Netz war sofort da. Es wurden auch gleich die 9,95 EUR von den 10 EUR Startguthaben für den Magento M abgebucht. Leider reicht der Rest (5 Cent) nicht dazu aus, eine SMS für die Aktivierung der Hotspot Flat abzusenden („nicht zugestellt“). Ich hatte eigentlich vermutet, dass das eine kostenlose SMS sei oder zumindest in die Telekom-Flat mit reinfällt, aber nein. Aber wie gesagt, ich komme von O2, da ist man Kummer gewohnt.

    Aber wo waren die versprochenen 24,95 € Wechselbonus? Ich hatte gehofft, dass diese als Guthaben zur Verfügung stehen – wieder nein. Also bei der Telekom angerufen. Die Frau am anderen Ende wusste gar nicht, dass es so einen Wechselbonus gab. „Ich muss mal nachfragen“. nach 5 Minuten Wartemusik kam dann die Antwort, dass ich das bitte schriftlich klären solle. Wow, was für Fachhkräfte müssen da arbeiten. Aber gut, ich komme von O2, da ist …

    Also habe ich danach erstmal 15 EUR aufgeladen und konnte so die Hotspot Flat aktivieren und einen ersten Testanruf durchführen. Was zu beachten ist, dass die Mailbox automatisch aktiv ist. Abschalten kann man diese nur direkt in der Mailbox (Rufumleitungen am Handy löschen genügt nicht) – hier alle Umleitungen deaktivieren.

    Und am kommenden Tag kam dann eine SMS, in der mit die 24,95 als Guthaben genannt werden. Kurze Zeit später waren die 24,95 dann auch auf meinem Guthabenkonto drauf. Diese gelten aber nur 150 Tage, dann verfällt das Wechselguthaben. Und auszahlen lassen kann man sich diesen Bonus auch nicht.

    Danke an Oliver für die Hinweise mit den drei Apps, habe ich mir erstmal installiert und schaue sie mir mal an. Die Hotspot Flat ist schon sehr praktisch. Selbst bei McDonalds, wo man ja eigentlich 3 Stunden freies Internet hat, ist es bequem, weil die ganze Anmeldeprozedur entfällt. Durch die App ist man sofort online.

  5. 6
    Oliver schreibt:

    Gestern hat die Telekom ihren Online-Manager aktualisiert. Insgesamt ist dieses Update ein Musterbeispiel für „Verschlimmbesserung“. Hier wurde eine sehr gute App, die wunderbar funktionierte, kaputt-aktualisiert. Mit meiner Telekom-Prepaid-Karte mit Hotspot Flat lief bislang alles wunderbar: Die App hat sich automatisch verbunden, sobald ein Hotspot in Reichweite war und alles war schick.

    Nach dem Update ging erstmal gar nichts mehr. Ich musste meine Logindaten löschen und mir wurden neue ausgestellt, ohne mir diese anzuzeigen. Toll – ich frage mich, wie ich diese dann auf meinem Laptop nutzen soll. Also die Daten nochmals gelöscht und einen Button gefunden, wo man sich neue ausstellen kann. Diese dann erstmal per Screenshot gespeichert. Nach dem Einrichten der neuen Daten kommt dann die Meldung, dass meine Telekom-SIM Karte keine Hotspot Flat hat – ohne Kommentar.

    Auch das Einrichten weiterer Geräte ist nun ein Alptraum. Früher musste man einfach die Logindaten in der App eintragen und fertig. Nun muss man mit einem WLAN verbunden sein (!!!) – es genügt kein mobiles Internet, um dann eine SMS auf dem Gerät mit der Telekom-SIM empfangen zu können, die eine Einmal-PIN beinhaltet. Wie das gehen soll, wenn man draußen unterwegs ist, ist mir ein Rätsel !!! Mit dieser kann man dann das Gerät aktivieren. Was ist das für eine blödsinnige Vorgehensweise? Warum nicht einfach das so lassen, wie es war? Nein, es muss unbedingt was neues her, auch wenn es total umständlich, unausgereift und blödsinnig ist – aber Hauptsache was neues …

    Es ist erschreckend, dass die Telekom hier sinnlos Ressourcen verschwendet und an andere Ecke, wo dringend Handlungsbedarf besteht, geht es nicht weiter. Aber so ist das bei den Telekomikern, hier wird immer noch wie ein Staatsunternehmen gedacht und geplant.


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