Feb17
2010

Netbook Lenovo IdeaPad S10-2 M21BCGE

Geschrieben 17. Februar 2010 von
Veröffentlicht in Produktempfehlungen 2 Kommentare »
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Lenovos S10-2 Netbook-Serie

Lenovos S10-2 -Serie

Seit dem Sommer letzten Jahres plante ich, mir ein Netbook zuzulegen. Als die Hoffnung, dass Apple ein Mini-Macbook auf den Markt bringt, endgültig zerschlagen wurden – und lieber eine Tablet auf den Markt bringt, entschloss ich mich, mich an der PC-Front umzuschauen. Mir ging es in erster Linie darum, ein Zehnzoller für unterwegs zu haben und nicht jeden Tag mein durch halb Berlin zu schleppen.

Prämissen auf der Suchen waren: Intel Atom N280 Prozessor, 2 GB RAM – oder die Möglichkeit, den Hauptspeicher auf 2 GB zu erweitern, Gewicht nicht mehr als 1,3 kg, eine vernünftige Tastatur (also ein normales Laptop-Layout mit bedienbaren Tasten), Akkuzeit mindestens 5 Stunden (und ich meine 5 Stunden unter realen Bedingungen), ein dünnes Gehäuse, Webcam und eine hochwertige Verarbeitung – was schon mal 90 Prozent aller angebotenen Netbooks aus der engeren Wahl ausschließt. Preisliche Obergrenze war 400 Euro. Zuerst einmal habe ich mich im Bekanntenkreis umgeschaut. Das einzige Gerät, was hier interessant war, war das Samsung NC-10. Aber irgendwie sagte mir das Teil nicht zu. Asus-Geräte lehne ich prinzipiell ab, zu oft habe ich schlechte Erfahrungen bei Bekannten mitbekommen. Außerdem ist die Verarbeitung der Eee-PCs grottenschlecht.

Was mich an Netbooks schon immer störte, war der meist miserable Bildschirm und die absolut nervige WSVGA-Auflösung von 1024 x 600 Pixeln. Inzwischen boten einige Hersteller hier Abhilfe und verbauen qualitativ hochwertigere Displays mit 1280 x 720 Pixel Auflösung an – und das sollte es sein. Leider schränkte diese Option die Auswahl an in Frage kommenden Geräten noch weiter ein.

Also fing ich an, die Produktwebseiten aller mir bekannter Note- und Netbookanbieter abzugrasen. Dazu Testportale und einige Netbook-Vergleiche gelesen – aber so richtig wollte sich mein Favorit nicht finden lassen. Dann fand ich ein Gerät, was zumindest mein Anspruch an Verarbeitung entsprach: das Sony VIAO W12. Optisch ein absoluter Leckerbissen, auch mit -Auflösung. Leider kamen mir dann immer mehr negative Erfahrungsberichte im Internet zu Augen, vor allem die desaströse Akkuleistung und die insgesamt miserable Systemperformance waren Grund weiterzusuchen. Außerdem war das Gerät mit über 3 cm einfach zu fett.

Der nächste Kandidat war das Acer Aspire one. „Auf dem Papier“ sah es recht vielversprechend aus. Einige Tage später sah ich dann ein solches Gerät in einem großen Elektronikmarkt – und da zeigte sich die sehr klapprige Verarbeitung. Also wieder nichts. Dann stieß ich durch eine Werbeinblendung auf einer Produkttestseite auf das S12. Es stellte sich raus, dass das S12 ein 12-Zoller war, aber ich schaute mich dann gleich mal genauer bei .de um.

Hier fand ich die überarbeite S10-Reihe, das S10-2. Und hier passte alles, Intel Atom N280 mit 1,66 GHz, 1 GB RAM aber problemlos erweiterbar, 1,2 Kilo, Akku angegeben mit 7 Stunden Laufzeit, schlanke Form. Gegenüber dem weit verbreitetem N270 hat Intel beimN280 die Taktfrequenz und den Frontsidebus nur leicht um 60 MHz beziehungsweise 134 MHz erhöht. Zudem senkt Intel die Stromaufnahme um 20 Prozent. Von der guten Verarbeitung konnte ich mich dann kurze Zeit auch überzeugen – und das alles für 330 EUR. Da blieb also noch was übrig, um sofort den RAM auf zwei Gigabyte zu erweitern. Auch Lenovo bietet das Modell als „HD“-Ausführung mit einer Displayauflösung von 1280 x 720 px an. Lenovo nennt dieses Modell des S10-2 .

Das S10-2 wird in vier Gehäusefarben angeboten

S10-2 wird in vier Gehäusefarben angeboten

[aartikel]B002KQ553Y:right[/aartikel]Die Festplatte war mit 160 GB gut bemessen, aber ein Austausch der Platte wäre problemlos möglich. Was mich am Lenovo noch reizte, war die „QuickStart“-Funktion: Über eine eigene Taste lässt sich bei heruntergefahrenen Windows ein rudimentäres Linux starten, was innerhalb weniger Sekunden gebootet ist. Hier findet man dann Funktionen wie Internet, Skype, Musik hören oder Bilder betrachten – also für den schnellen und unkomplizierten Zugriff auf die Schnelle. Ein weiteres Gimmick war das Touchpad des S10-2. Hier verbaut Lenovo ein Touchpad mit Multi-Touch-Funktionen – als verwöhnter Macbook-Nutzer natürlich ein weiterer Kaufanreiz.

Eine weitere Relevanz war die Update-Möglichkeit auf Windows 7. Ein Großteil der Netbooks werden mit Windows XP ausgeliefert. Dieses System ist inzwischen beinahe 10 Jahre alt und verbreitet alles andere als „Freude am PC“. Daher sollte das Netbook relativ zeitnah auf Windows 7 umgestellt werden. Hierzu sollte der Hersteller die notwendigen Treiber gesammelt zur Verfügung stellen. Eine solche Aufstellung fand ich auf einer Support-Seite von Lenovo. Alles perfekt – das sollte nun sein.

Gute Kombination: Lenovo S10-2 und Windows 7 Professional 32 bit

Wie von amazon.de gewohnt, erfolgte die Lieferung schnell und unkompliziert nach einem Werktag. Der erste Eindruck ist ja bekanntlich am wichtigsten – und dieser stimmte beim S10-2. Gute Verarbeitung an Gehäuse, Scharnier und Tastatur. Standardmäßig ist Windows XP Home vorinstalliert – dessen Lebenserwartung bei mir aber sehr gering war: Ein Windows 7 Professional in der 32 bit-Version war bereits gekauft, heruntergeladen und für den Einsatz vorbereitet. Außerdem lag mein USB-Stick bereit, auf dem alle notwendigen Win7-Treiber geladen waren. Diese Treiber findet man in aktueller Form hier auf dieser Lenovo-Supportseite.

[aartikel]B001IKRKO0:right[/aartikel]Ehe das System-Upgrade startete, standen noch zwei Hardware-Optimierungen an. Zuerst erweiterte ich den Hauptspeicher auf 2 GB. Nach dem Tausch meiner Festplatte meines Macbook Pros (hier berichtet), hatte ich noch eine 250GB-Platte rumzuliegen. Und da ich meine komplette iTunes-Sammlung und meine Foto-Galerie gerne auf dem Netbook hätte, bot sich der Plattenaustausch an. Also eine Testversion von Acronis TrueImage Home geladen und die 160er Platte auf die 250er Festplatte geklont. Alte Platte raus, neue Platte rein – und schon hatte ich gute 80 GB mehr zur Verfügung. Die eingesetzte Western Digital WD2500BEVT Scorpio Blue (5400 RPM, 8MB Cache) ist optimal für das Netbook geeignet, sie ist eine extrem leise und zuverlässige 2,5″-SATA-Platte. Nach RAM- und Festplatten-Tuning gings dann an die Installation von Windows 7.

Die gekaufte Windows-7-Version war zwar eine Upgrade-Version, eine updatefähige Vista-Vollversion lag aber startbereit im Schrank, so dass die lizenzrechtlichen Bedingungen für den Windows 7 Einsatz erfüllt waren. Aber mit etwas Bastelei kann man den Umweg über eine Vista-Installation umgehen und Windows 7 direkt auf eine leere Festplatte installieren. Also Windows 7 auf einen USB-Stick „gebrannt“ und los gings.

Die Installation ging schnell von der Hand. Nach dem ersten Start von Windows 7 noch die Lenovo-Treiber für Grafik, Sound, WLAN und Multi-Touchpad installiert, QuickStart, OneKey-Recovery und Veriface aufgespielt und fertig war das System. läuft dank der 2 GB RAM absolut flüssig und problemlos – und auch sonst gibt es keinerlei Performance-Probleme mit Windows 7 Professional auf dem S10-2 M21BCGE.

[aartikel]B002JCTFYO:left[/aartikel]Um das neue perfekt zu machen, gönnte ich mir noch zwei Zubehör-Artikel. Da ich das Netbook jeden Tag zweimal durch halb Berlin schleppe, brauchte ich noch eine Laptoptasche. Lenovo bietet zwar ein Etui an, aber das Teil ist alles andere als schick. Als Mac-Nutzer hat man sich an die Qualität von Crumpler-Taschen gewöhnt. Und Crumpler bietet seine Gimp Notebooktasche nun als als Netbook-Version (25,4 cm / 10 Zoll) an. Als Farbe kam nur schwarz in betracht. Sie sitzt pefekt und das Netbook ist – nicht zuletzt durch die verstärkten Ecken der aktuellen Serie des Crumpler Gimp – perfekt geschützt. Dazu hab ich mir noch ein Crumpler Slip als 10-Zoll-Wide-Version bestellt – das ist das Tuch, was man im zugeklappten Zustand des Netbooks zwischen Tastatur und Display legt.

[aartikel]B001VNGQ6M:right[/aartikel]Dann brauchte ich noch ein zweites Netzteil fürs Büro, da ich mein Primärnetzteil daheim mehr oder weniger fest unter der Wohnzimmercouch verbaut habe und es auch nicht jeden Tag mitschleifen wollte. Hier bot sich ein universelles Netzteil an – die sind nicht nur billiger als die Original-Netzteile, sondern sind auch für den Einsatz an unterschiedlichen Geräten vorgesehen. Kensington bietet hier ein extrem kleines und leichtes Netzteil speziell für Netbooks an, der Kensington Minibook Power Adapter 45W für Netbooks. Dieses besitzt einfach austauschbarer Steckeradapter und einen Umschalter für die benötigte Leistung. Der Kensington Minibook Power Adapter ist somit für alle gängigen Netbook-Serien geeignet.

Lenovo S10-2 M21BCGE:

  • Intel® Atom Prozessor N280 (1.66 GHz)
  • Chipsatz: Intel 945GSE
  • 1 GB DDR2-667 PC2-5300 SO-DIMM
  • 1 Steckplatz für max. 2 GB DDR2 RAM
  • 160 GB S-ATA Festplatte, 2,5 Zoll – beliebig erweiterbar
  • 10.1 Zoll HD LED Backlight TFT Display
  • 1.280 x 720 Widescreen, glänzend
  • Grafik: Intel Graphics Media Accelerator 950shared VRAM
  • 10/100 MBit/s Ethernet LAN
  • 54 MBit/s Wireless LAN 802.11b/g
  • Bluetooth
  • 3x USB 2.0
  • 1x VGA
  • 1x Mic-In
  • 1x Line out (Kopfhörer/ Lautsprecher)
  • 1x RJ-45 Ethernet
  • 1x DC-in (Netzteil)
  • 1x Kensington Lock
  • 4-in-1 (Memory Stick, Memory Stick Pro, Multimedia Card, SD Card)
  • Synaptics Multi-Touchpad
  • 1.3 MP Webcam
  • Eingebautes Mikrofon
  • 6 Zellen Li-Ion Akku (4.8 Ah), bis zu 6 Stunden Akkulaufzeit
  • Abmessungen (B x H x T): 258 x 18-25.4 x 183 mm
  • Gewicht: 1.2 kg
  • Microsoft Windows XP Home (vorinstalliert und auf Wiederherstellungspartition)

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Geschrieben von Oliver Hartwich
Erschienen am Mittwoch, den 17. Februar 2010 um 16:31 Uhr | 98.530 Besuche
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2 Kommentare zum Beitrag “Netbook Lenovo IdeaPad S10-2 M21BCGE”

  1. 1
    Dirk D. schreibt:

    Hallo,
    danke informativer Bericht :)
    PS da Du anscheinend ein Macfreak bist,hier mal ein Tip.
    OSX Snow Leopard läuft auf dem S10 super!!!
    Du brauchst nur ein bootfähiges Image auf nem 8GB Stick und den S10 Enabler 1.1.14
    Gruß D.

  2. 2
    Oliver schreibt:

    Hi Dirk,

    das war auch ein Grund, der für das S10-2 sprach, dass es bereits ein „Hackintosh“ für dieses Netbook gibt. Laut meinen letzten Infos gibt es aber noch Probleme mit dem Bluetooth-Treiber – und den brauch ich für die Verbindung zum Handy für die UMTS-Verbindung.

    Gruß ,,,

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