Mai20
2010
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Vor kurzem stand bei mir der Kauf eines Subnotebooks auf dem Programm. Nach nur einem halben Jahr Netbook habe ich mich zu diesem Schritt entschieden, da ich feststellen musste, dass mir das Netbook einfach zu klein ist, was sich zum einen auf das Display und zum anderen auf die Tastatur bezieht.

An und für sich war ich mit meinem kleinen Lenovo Ideapad überaus zufrieden – klein, leicht und schnell – aber für längeres Arbeiten ist ein Netbook nunmal von Natur aus nicht geeignet. Als habe ich mich – wenn auch schween Herzens – dazu entschieden, mein Netbook wieder zu verkaufen (mit einem Alter von einem halben Jahr bekommt man dafür noch einen guten Preis) und mir ein Subnotebook zuzulegen. Am liebsten wäre mir ein 12-Zoller gewesen, da es sich dabei aber um keine „genormte“ Bildschirmdiagonale handelt und nur einige wenige Händler Geräte mit einem solchen Display anbieten, muss man dafür tief in die Tasch greifen. Also sollte es ein 13,3-Zoller werden. Somit bekommt man auch eine normalgroße Tastatur und ein normalgroßes Touchpad.

VAIO Y-series

Y-series

Da ich das Gerät nach wie vor unterwegs nutzen und jeden Tag mit mir durch halb tragen möchte, sollten die übrigen Parametet Netbook-Charakter haben. Soll heißen: Gewicht unter 2 Kilogramm, Akkureichweite von mindestens sechs Stunden, handliches Design. Auf ein verbautes DVD-Laufwerk kann ich gerne verzichten. Prozessortechnisch kommt mir nur eine Intel CPU ins Haus, AMD hat sich für mich in den letzten Jahren zum Billig-Low-Level-Hersteller degradiert. Qualität und Performance sucht man hier vergebens. Auf die Frage nach einer hohen Akkulaufzeit mit einem Dual-Core-Prozesssor zu gibt Intel drei Buchstaben als Antwort: ULV.

Ultra-Low-Voltage-Prozessoren sind speziell selektierte Standard-Mobilprozessoren mit noch niedrigeren Spannungen und Taktraten als auch niedrigeren Frontsidebustaktraten verglichen mit den LV- und Standardvarianten. Dadurch sinkt der Stromverbrauch und die Wärmeentwicklung nochmals deutlich, was zu einer extrem hohen Energieeffizienz (ca. 11,9 Watt TDP) und damit zu noch längeren Akkulaufzeiten führt. Diese Prozessorwahl schränkte die Auswahl an in Frage kommenden Geräten stark ein – letztlich blieben nur zwei Geräte, die es in die letzte Auswahlrunde schafften: Das Sony VAIO VPC-Y11S1E/S und das Lenovo Thinkpad Edge NUD2EGE.

Multi-Gesture TouchPad

Beide Geräte sind ausstattungstechnisch beinahe identisch, sie bieten als technische Grundausstattung:

  • Intel Core™2 Duo SU7300 2x 1,30 GHz mit 3 MB L2/L3-Cache und 800 MHz Frontside-Bus
  • 4096 MB DDR3-SDRAM
  • 13,3″ 1366 x 768 px WXGA TFT-LED-Backlight 16:9-Display (Externes Display für max. Auflösung: 1920 x 1200 px)
  • Grafikkarte: Mobile Intel® Graphics Media Accelerator (shared memory)
  • Festplatte: S-ATA mit 320 GB (5400rpm)
  • Schnittstellen: VGA, HDMI, 3x USB 2.0, CardReader, Ethernet Gigabit-LAN, Kopfhörer-out, Mikrofon-in
  • Wireless LAN: Intel® 802.11a/b/g/n WLAN
  • ®: Version 2.1 + EDR
  • intregriertes Mikrofon & Webcam
  • Audiosystem mit zwei Lautsprechern

Für das Lenovo sprechen der günstigere Preis und das eingebaute , das Sony bietet dafür einen ExpressCard-Slot, eine noch einen Tick bessere Verarbeitung und ein magnesiumlegiertes Gehäuse und eine absolut hochwertige Tastatur. Da ich für mein bereits zwei hochwertige Express-Cards besitze – ein HSPA-Modem von Option und eine DVB-T Karte von Terratec – und beide Karten (nun) auch unter Windows 7 lauffähig sind, entschloss ich mich daher für das Sony. Dazu kommt, dass im Bekanntenkreis nur gute Erfahrungen mit Vaio-Geräten gemacht wurden, zum Beispiel mit dem großen Bruder des VPC-Y11 – dem Sony Vaio VPC-S11.  Hinzu kam der – subjektive – Aspekt, dass das Sony VAIO durch sein silbernes Design und der Magnesiumlegierung optisch mehr her macht als das schwarze Thinkpad. Was noch mit ausschlaggebend war, ist das Angebot von Sony, dass man bei Registrierung seines neuen Y11 bis Ende Juni ein externes DVD-Laufwerk „für lau“ erhält.

Bis Ende Juni erhält man als Y11-Käufer ein externes DVD-Laufwerk von Sony

Bis Ende Juni erhält man als Y11-Käufer einen externen DVD-Brenner gratis von Sony

[aartikel]B0033VVK8O:right[/aartikel]Um die technischen Daten zu komplettieren, hier noch die übrigen Details:

  • i.Link™ (4-polig, IEEE1394)
  • Memory Stick™ PRO-HG (Nur Duo)/MagicGate™ (MGR) / SD Card™ Steckplatz
  • 34 mm Express Card-Steckplatz
  • Webcam 0,3 MP, 640 x 480 px eff
  • Multi-Gesture TouchPad
  • Netzteil: VGP-AC19V39
  • Batterie: VGP-BPS21A (6-Zellen Lithium-Ionen-Akku)
  • Abmessungen (BxHxT): 326 x 23,7 bis 32 x 226,5 mm
  • Gewicht mit mitgeliefertem Akku: 1,78 kg
  • Stromversorgung: 54 Wh (10,8V/5000 mAh)
  • Batterielaufzeit: 540 Minuten („Werksangabe“, mit einem Powerakku lässt sich die Laufzeit auf 15 Stunden erweitern)

[aartikel]B0034ZZ5IK:right[/aartikel]Was leistet der neue Kleine nun genau? Als Vergleichsbasis steht mein Netbook mit 1,66 GHz Intel Atom-Prozessor und 2 GB RAM zur Verfügung. Aber der Unterschied ist beachtlich. Obwohl das VAIO „nur“ 1,3 GHz bietet, läuft das System dank zweier Prozessorkerne unter Windows 7 absolut flott und stabil. Selbst das Starten von mehreren Programmen gleichzeitig bringt keine Verzögerungen – ich bin echt begeistert. Vor allem, nachdem ich die vorinstallierten Systembremsen und Resourchenkraken von McAfee und Norton entfernt und einen Großteil der VAIO-eigenen Indizierungs- und Datenbankdienste für die sogenannte Media Gallery gestpoppt habe, lief das System noch eine Ecke schneller. Bei normalen Arbeiten ist die Performance nicht von der eines „normalen“ 2-GHz-Dual-Cores zu unterscheiden. Für solche Aufräumaktionen empfiehlt sich übrigens das Programm CCleaner.

Diese VAIO Media Gallery soll eine Alternative zum windowseigenen Media Center sein, mit dem man seine Fotosammlung oder Musikbibliothek verwalten kann. Aber diese Media Gallery ist tatsächlich noch schlechter als das Windows Media Center. Nachdem ich meine Musik-Mediathek kopiert habe, wollte ich diese – mal zum Testen – in die Media Gallery importieren. Nachdem der Rechner eine Nacht unter nahezu Vollast lief und gerade mal zehn Prozent importiert und aufbereitet hat, habe ich den Vorgang abgebrochen und verwalte meine Musik nun doch wieder über das vertraute iTunes.

HDMI-Anschluss

HDMI-Anschluss

Was mir aber sehr gut gefällt, ist das Programm namens PMB, was für Picture Motion Browser steht. PMB bietet genau das, was ich unter Windows bislang vergeblich gesucht habe, eine Möglichkeit, seine Fotosammlung zu verwalten und zu archivieren – so, wie es unter Mac OS X macht. Und beinahe haargenau diesen Funktionsumfang wie bietet der PMB (Sony-Softwareseite). Insgesamt ist das Öffnen von großen Fotos (also Bilder mit mehr als 5 oder 6 MP) – was auf dem Netbook immer eine Kaffeepause ermöglichte – überhaupt kein Problem. Sogar mit dem windows-eigenen Fotobetrachter ist das Foto im Handumdrehen geöffnet. Selbst einfache Mediaanwendungen sind kein Problem, auch das Abspielen von AVIs oder DivXs sind ohne Probleme möglich und für stark rechenintensive Anwwendungen ist ein Subnotebook ja eh nicht gedacht. Ein weiterer Aspekt, der hier auch mitwirkt, ist die Hauptspeichergröße von 4 GB. Und dadurch, dass Sony dem Y11 ein 64-bit-Windows spendiert hat, kann man die 4 GB auch voll und ganz nutzen.

Handballenauflage und Tastatur

Die Verarbeitung ist absolut top. Das Scharnier ist sehr gut verarbeitet, kein Knacken oder Nachfedern; das Gehäuse mit seiner angenehmen rauhen Handballenauflage ist perfekt. Als Handwärmer ist der VAIO nicht zu gebrauchen, ebenso nicht als Tischventilator. Der Lüfter ist im normalen Arbeiten komplett unauffällig, man hört nur das Flüstern der Festplatte. Der Lüfter ist auch überhaupt nicht notwendig. Das Gerät wird nicht einmal ansatzweise warm – der ULV-Prozessor hält, was Intel verspricht: ein hocheffizienter Umgang mit Strom und Ressourcen. Lediglich die Öffnung an der linken Seite führt etwas warme Luft an die Umgebung ab. Und selbst wenn der Lüfter mal anspringt, ist er angenehm leise und stört nicht bei der Arbeit.

Sieben Stunden Akkulaufzeit bei aktiviertem WLAN und mittlerer Displayhelligkeit

Das macht sich natürlich auch bei der Batterielaufzeit bemerkbar. Sony gibt neun Stunden mit dem Standardakku an. Und diese sind wohl auch tatsächlich drin. Einmal voll aufgeladen, Displayhelligkeit minimiert und die Wireless-Funktion aus sowie alle USB-Geräte entfernt – erst nach guten acht Stunden fängt die grüne LED an zu blinken, was einen Akkustand von unter zehn Prozent bedeutet. Unter regulären Bedingungen – also WLAN eingeschaltet und Display auf mittlerer Helligkeitsstufe – schafft man bequem sieben Stunden ohne Steckdose.

Ein weiteres Highlight ist die überaus hochwertige Tastatur. Die Tasten haben eine ideale Größe und einen genialen Druckpunkt. Auch die einzeln stehenden Tasten und die große Enter-Taste tragen zu diesem angehmen Schreibkomfort bei. Das Design erinnert schon stark an die aktuellen Macbook Pro Modelle von Apple, aber so ist es nunmal – kopiert wird immer nur bei den Besten … Wenn wir schon dabei sind – inzwischen gehört auch das Multi-Gesture TouchPad bei aktuellen Windows-Notebooks zum guten Ton. Für mich absolut wichtig, da ich mich so an die Gestensteuerung an meinem Macbook gewöhnt habe (vor allem an die Zweifinger-Navigation und das Zweifinder-Scrollen).

Absolut unverständliche Kritik am Display

Absolut unverständliche Kritik am Display

Kommen wir zum Display. Nachdem ich unzählige negative Rezensionen über das doch so schlechte 13-Zoll-Display, was Sony in seinen Subnotebooks verbaut, gelesen habe, kamen mir doch einige Zweifel. Vor allem einige Rezensionen über das VPC-Y11 bei amazon.de ließen mich aufhorchen. Aber ich kann diese Negativkritik beim besten Willen nicht nachvollziehen. Das Display ist weder zu dunkel noch zu kontrastarm. Klar ist das 13″-Display des Macbook Pros um Längen besser, aber das ist hier kein Maßstab. Die Farben wirken satt und kräftig, die Wiedergabe natürlich und hell. Und man kann auch – entgegen der Meinung eines Kritikers – die Farbe des Displays nachkorrigieren: Zwar hat man beim VAIO kein entsprechendes Tray-Icon (wie beispielsweise bei Lenovo) mit dem man das Panel für den „Intel Graphics Media Accelerator Driver for mobile“ direkt erreichen kann, aber ein Rechtsklick auf dem Desktop und ein anschließender Klick auf „Grafikeigenschaften …“ öffnet genau diesen und ermöglicht neben diversen Grafikeinstellungen auch eine Farbkorrektur. Im Gegensatz zu meinem Lenovo Ideapad, bei dem ich die Farben etwas in Richtung rot verschieben musste, brauchte ich bei dem Sony VAIO aber keine Korrekturen vornehen

[aartikel]B002HMBYEA:right[/aartikel]Was noch auffällt: Ein Pluspunkt ist die 64Bit-Version von Windows 7 Home Premium. Das ist ohne Probleme verwendbar – selbst hier , mit meiner Expresscard-TV-Karte eine perfekte Möglichkeit für Unterhaltung unterwegs – auch hier wieder in Verbindung mit der langen Akkulaufzeit. Ich freue mich schon auf die Fussball-WM, mit der Kombi kann man endlich im Grünen sitzen und Fußball schauen, ohne vorab die nächste Steckdose zu suchen. Wenn dann der Akku doch mal leer ist, dann fällt das handliche und extrem kleine Netzteil auf. Auch das Netzkabel zwischen Netzteil und Stecker zum Notebook ist ausreichend lang. Ein zweites Netzteil ist problemlos über Sony oder amazon.de für etwa 70 EUR zu beziehen. Und auch schon genannt – die Möglichkeit, dass man von Sony einen kostenlosen, externen DVD-Brenner beziehen kann.

Sony VAIO VPC-Y11S1E

Alles in allem bietet Sony hier ein qualitativ hochwertiges und ansprechendes Subnotebook, was locker – von der Perfomance her – locker als Office-Rechner dienen kann und mit kleinen Desktop-PCs mithalten kann. Und das alles bei einem Gewicht von unter 1,8 Kilogramm.

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Geschrieben von Oliver Hartwich
Erschienen am Donnerstag, den 20. Mai 2010 um 10:37 Uhr | 69.124 Besuche
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3 Kommentare zum Beitrag “Edles Subnotebook: Sony VAIO VPC-Y11S1E”

  1. 1
    Oliver schreibt:

    Habe heute von Sony den versprochenen externen USB-DVD-Brenner bekommen – knapp vier Wochen hat’s gedauert. Es handelt sich um den Sony DRX-S70U-W, ein „Slim Portable DVD Rewritable Drive“ in schwarz. Ein edles Teil. Vielen Dank an Sony für diese tolle Geste …

  2. 2
    blausand schreibt:

    Vielen Dank für diese fast vorbehaltlose Empfehlung, aber…
    Wer den Preis von 79€ für ein popeliges Netzteil als „problemlos“ empfindet, bestätigt den Verdacht, hier alles Kritische zu unterdrücken und glatte Werbung zu „bLoggen“.

  3. 3
    Oliver schreibt:

    ???

    Ich kann Dir irgendwie gerade nicht folgen. Welches Netzteil ???

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